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« Nachhaltigkeitsbericht »

Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt

Swiss Life unterstützt das Pariser Klimaabkommen und will mit eigenen Massnahmen aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. In der Betriebsökologie verfolgt sie das Ziel, ihren CO₂-Fussabdruck pro Vollzeitäquivalent kontinuierlich zu verringern, und strebt Klimaneutralität an.

Auszug aus der Klimastrategie von Swiss Life

In ihrem Geschäft leistet Swiss Life einen direkten Beitrag zur Gesellschaft. Mit ihrer Beratung, ihren Dienstleistungen und Produkten unterstützt sie Menschen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als Anbieterin von umfassenden Vorsorge- und Finanzlösungen, die seit über 160 Jahren am Markt ist, sowie als bedeutende institutionelle Anlegerin ist sich Swiss Life ihrer Verantwortung und der Notwendigkeit, langfristig zu denken, bewusst. Ziel ist es, mit ihren Aktivitäten die Zukunft so zu gestalten, dass die Fähigkeit zukünftiger Generationen, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, nicht gefährdet wird.

Swiss Life erkennt an, dass der Klimawandel ohne Gegenmassnahmen negative Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Weltwirtschaft hat. Swiss Life ist entschlossen, aktiv einen Beitrag zum Übergang hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und zum Pariser Klimaabkommen zu leisten. Des Weiteren erwartet Swiss Life höhere Transparenzanforderungen von Interessengruppen (z. B. Kunden, Regulatoren, Anlegern und Mitarbeitenden) in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen und eine steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Ausserdem könnten die Anlagen von Swiss Life in Wertschriften, Immobilien und Infrastruktur von den physischen Auswirkungen des Klimawandels und des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft betroffen sein. Swiss Life hat Nachhaltigkeits- und Klimaaspekte in die bestehenden Risikomanagement- Frameworks zur Steuerung ihres Geschäfts integriert und beurteilt regelmässig aktuelle und zukünftige klimabedingte Risiken und Chancen.

  • Swiss Life publiziert neu jährlich einen Bericht basierend auf den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD), der auf www.swisslife.com/berichte heruntergeladen werden kann. Die vollständige Klimastrategie kann im Klimabericht von Swiss Life nachgelesen werden.

Betriebsökologie

Swiss Life hat Ziele für die Betriebsökologie festgelegt, die in einer gruppenweit gültigen Weisung festgehalten sind. Gleichzeitig schärft Swiss Life das Bewusstsein ihrer Mitarbeitenden bezüglich Umwelt- und Klimaschutz und setzt an den verschiedenen Standorten auf Sensibilisierungsmassnahmen.

Die Betriebsökologieziele der Swiss Life-Gruppe

Treibhausgas1

Swiss Life will die Treibhausgasemissionen bis ins Jahr 2021 um 10% reduzieren.

Strom

Swiss Life will den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien in den Betriebsgebäuden steigern mit dem Ziel, den Anteil bis 2021 auf 100% zu erhöhen.

Fossile Brennstoffe

Swiss Life will den Einsatz von fossilen Energieträgern in den Betriebsliegenschaften im Rahmen der Investitionszyklen kontinuierlich reduzieren.


1 Das Ziel bezieht sich auf das Basisjahr 2016 pro FTE und umfasst die Scopes 1,2 und 3.

Kennzahlen zur Betriebsökologie

Die Umweltkennzahlen zur Betriebsökologie werden jährlich nach dem weltweit anerkannten Standard des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) erhoben. Durch die jährliche Erhebung der Daten kann Swiss Life nachverfolgen, wo Fortschritte erzielt wurden, wo Risiken bestehen und wo Massnahmen ergriffen werden müssen. Die VfU-Kennzahlen sind konform mit den internationalen Standards des Greenhouse Gas Protocol (Scope 1, 2 und 3). Die Datenerhebung, -auswertung und -analyse findet gruppenweit statt. An allen grösseren Standorten von Swiss Life gibt es Umweltbeauftragte, die die Daten für die einzelnen Divisionen erfassen. Auf Gruppenebene werden die Daten konsolidiert und analysiert. Im Zuge der umfassenden Professionalisierung der Betriebsökologie hat sich Swiss Life zum Ziel gesetzt, die Datenqualität kontinuierlich zu verbessern. So wurden 2020 zusätzliche Standorte in die Datenerhebung mitaufgenommen und der Anteil an Hochrechnungen und Schätzungen konnte weiter begrenzt werden.


Absolute Umweltkennzahlen1

2020201920182017
GESAMTENERGIEVERBRAUCH (IN MWH)40 75551 69449 50047 819
Strom (in MWh)22 64532 57032 01131 557
Wärme (in MWh)12 66613 93715 93314 759
Fernwärme/-kälte (in MWh)5 4445 1871 5561 503
ERNEUERBARER STROM (IN MWH)20 16723 08015 89017 868
Anteil erneuerbarer Strom (in %)89715057
GESCHÄFTSVERKEHR (IN MIO. KM)26.861.968.863.1
PAPIERVERBRAUCH (IN T)1 0521 2289341 031
Anteil Papier mit FSC-Label (in %)87686663
WASSERVERBRAUCH (IN M3)71 870104 380100 94084 361
ABFALLMENGE (IN T)6271 1181 0091 132
ABFALLRECYCLING (IN T)314507542655
Abfallrecycling (in %)50455458
TOTAL TREIBHAUSGASEMISSIONEN (IN T)13 61123 65724 43622 788
Treibhausgasemissionen Scope 1 (CO2-Äquivalente in t)5 4236 5969 3418 667
Treibhausgasemissionen Scope 2 (CO2-Äquivalente in t)1 2714 8083 4392 935
Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 (CO2-Äquivalente in t)6 69511 40412 78011 601
Treibhausgasemissionen Scope 3 (CO2-Äquivalente in t)6 91612 25411 65611 186

Relative Umweltkennzahlen pro Vollzeitäquivalent (FTE)1

2020201920182017
GESAMTENERGIEVERBRAUCH (IN KWH/FTE)4 1495 5405 6145 823
Strom (in KWh/FTE)2 3063 4913 6313 843
Wärme (in KWh/FTE)1 2901 4941 8071 797
Fernwärme/-kälte (in KWh/FTE)554556176183
ERNEUERBARER STROM (IN KWH/FTE)2 0532 4741 8022 176
GESCHÄFTSVERKEHR (IN KM/FTE)2 7296 6347 8047 686
PAPIERVERBRAUCH (IN KG/FTE)107132106126
WASSERVERBRAUCH (IN M3/FTE)7111110
ABFALLMENGE (IN KG/FTE)64120114138
ABFALLRECYCLING (IN KG/FTE)32546180
TOTAL TREIBHAUSGASEMISSIONEN (IN KG/FTE)1 3862 5362 7712 775
Treibhausgasemissionen Scope 1 (CO2-Äquivalente in kg/FTE)5527071 0591 055
Treibhausgasemissionen Scope 2 (CO2-Äquivalente in kg/FTE)129515390357
Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 (CO2-Äquivalente in kg/FTE)6821 2221 4491 413
Treibhausgasemissionen Scope 3 (CO2-Äquivalente in kg/FTE)7041 3131 3221 362

Entwicklung der Umweltkennzahlen pro FTE

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben 2020 teilweise zu erheblichen Veränderungen der Umweltkennzahlen geführt. So sanken die totalen Treibhausgasemissionen pro FTE im Vergleich zum Vorjahr deutlich (–45%). Dies ist hauptsächlich auf den stark reduzierten Geschäftsverkehr (–59%) zurückzuführen. Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien konnte derweil weiter erhöht werden und beträgt nun bereits 89%. Sowohl der Papier- und Wasserverbrauch als auch die angefallenen Abfallmengen in den Bürogebäuden konnten 2020 aufgrund des überdurchschnittlichen Anteils von Home-Office-Arbeit deutlich gesenkt werden. Swiss Life ist in Bezug auf die bis Ende 2021 gesteckten gruppenweiten Ziele gut unterwegs und wird 2021 neue Nachfolgeziele für die weitere Senkung der Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb ausarbeiten.

Massnahmen innerhalb der Swiss Life-Gruppe

Swiss Life-Gruppe
  • Der starke Rückgang der Reisetätigkeit aufgrund der umfassenden Reisebeschränkungen und die Zunahme der virtuellen Zusammenarbeit aufgrund der Covid-19-Pandemie haben 2020 zu einer starken Reduktion der Treibhausgasemissionen geführt. Swiss Life hat im Berichtsjahr ein Projekt initiiert, um die positiven Erfahrungen im Umgang mit den digitalen Hilfsmitteln langfristig in den Prozessen und der Unternehmenskultur zu verankern und dadurch die Treibhausgasemissionen durch Geschäftsreisen nachhaltig zu reduzieren.
Schweiz
  • In der Schweiz ist Swiss Life Mitglied des Energie-Modells Zürich und bezieht in den Betriebsgebäuden seit über zehn Jahren den Strom vollumfänglich aus erneuerbaren Energiequellen. Das Energie-Modell Zürich wurde 1987 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die sich gemeinsam und freiwillig Ziele für Energieeffizienz setzen. In der 2020 erneuerten Zielvereinbarung verpflichtet sich Swiss Life weiterhin, die Energieeffizienz am Standort Zürich bis 2030 um jährlich 1,5% zu steigern.
  • Ihre Liegenschaft am Hauptsitz in Zürich betreibt Swiss Life praktisch CO2-neutral. Seit Beginn der 90er-Jahre wird das Gebäude mit Seewasser gekühlt und geheizt. In den Betriebsliegenschaften Zürich wird Regenwasser für sanitäre Anlagen verwendet. In der Liegenschaft Binz Center bezieht Swiss Life für die Heizung zu 30% Biogas aus der Schweiz.
  • Swiss Life will über ihre Betriebsökologie hinaus einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deshalb gründete Swiss Life zusammen mit weiteren Schweizer Unternehmen 2008 die Klimastiftung Schweiz. Die Stiftung unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Energieeffizienz zu steigern und die CO2-Emissionen zu verringern.
Frankreich
  • Swiss Life Frankreich hat 2020 mit gezielten Massnahmen das Bewusstsein der Mitarbeitenden für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit weiter geschärft. Mit Hilfe eines unternehmensweiten digitalen Schulungsprogramms wurden die Mitarbeitenden in Umwelt- und Klimafragen weitergebildet. Die Teilnahmequote lag bei 93%. Zusätzlich hat das lokale Nachhaltigkeitsteam eine digitale Veranstaltung zum Thema Abfallreduktion durchgeführt.
Deutschland
  • In Deutschland wurden die zwei grossen Niederlassungen von Swiss Life in Hannover und in Garching bei München bereits mehrfach mit dem Ökoprofit-Siegel für aussergewöhnliches Engagement beim betrieblichen Umweltschutz auszeichnet. Das Siegel würdigt die Anstrengungen in Bezug auf die CO2-Reduktion und die Ressourcenschonung. An allen Standorten bezieht Swiss Life Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
  • Swiss Life Deutschland ist zudem bereits seit über zehn Jahren im Netzwerk der Klima-Allianz der Stadt Hannover vertreten und engagiert sich zusammen mit anderen Unternehmen für die Senkung des CO2-Ausstosses und für mehr Energieeffizienz im Stadtgebiet.
  • 2020 wurde für Swiss Life Deutschland ein Energieaudit gemäss Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durchgeführt. Neben der Mitarbeitersensibilisierung zum Thema Wertstofftrennung wurde am Standort Hannover die Aussenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umgerüstet.
Swiss Life International
  • Die Standorte in Liechtenstein, Luxemburg, Grossbritannien, Österreich, Tschechien, Singapur und der Slowakei arbeiten in modernen, energieeffizienten Bürogebäuden. Mit fortlaufenden Digitalisierungsmassnahmen und optimierten Arbeitsplatznutzungen wird die Umweltbelastung in allen Bereichen stetig reduziert. Zu den wichtigsten Massnahmen gehören die Reduktion des Papierverbrauchs und der Abfallerzeugung wie auch die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel.

Carbon Disclosure Project (CDP)

Seit 2011 beteiligt sich die Swiss Life-Gruppe an der Umfrage des CDP (Carbon Disclosure Project). Das CDP ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation mit der weltweit grössten Erhebung von Unternehmensinformationen bezüglich Klimawandel. 2020 konnte Swiss Life die Bewertung auf B verbessern. 2019 hat sie noch die Bewertung B– erhalten.