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Nachhaltigkeit in der Geschäftstätigkeit

Swiss Life stellt hohe Ansprüche an ihre Beratungs-, Dienstleistungs- und Produktangebote. Sorgfalt und verantwortungsvolles Handeln sind Basis für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit wie auch für langfristige und nachhaltige Kunden- und Geschäftsbeziehungen.

Profitabilität und Wachstum

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die nachhaltige Profitabilität von Swiss Life sind Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche und langfristige Unternehmensführung. Dank der konsequenten Umsetzung ihrer Pläne hat Swiss Life seit 2009 ihre letzten drei Unternehmensprogramme mit Erfolg ins Ziel geführt.


Das Geschäftsmodell von Swiss Life ist auf Langfristigkeit ausgerichtet. Die Versprechen gegenüber Kundinnen und Kunden müssen über Jahrzehnte Bestand haben. Im Lebensversicherungsgeschäft spielt deshalb eine langfristige Anlagepolitik eine zentrale Rolle. Swiss Life hat die Anlagestrategie so ausgerichtet, dass die Zinsmarge auch bei tief bleibenden Zinsen mehr als drei Jahrzehnte positiv ist. Zudem hat Swiss Life in den letzten Jahren das Geschäft fortlaufend weiterentwickelt. Mit dem erfolgreichen Ausbau der Vermögensverwaltung für Drittkunden, den unabhängigen Beraterkanälen, modernen Produkten wie auch Zukäufen hat Swiss Life in den letzten Jahren den Beitrag aus dem sogenannten Fee-Geschäft deutlich erhöht und damit die Abhängigkeit vom Anlageergebnis reduziert. Neben dem Fokus auf Profitabilität bleibt die Kapitaleffizienz eine relevante Steuerungsgrösse im Neugeschäft im Versicherungsbereich.

Im Rahmen des Investorentages im November 2018 legte Swiss Life ihr Unternehmensprogramm mit finanziellen Zielsetzungen bis ins Jahr 2021 vor. Mit «Swiss Life 2021» setzt das Unternehmen auf eine kontinuierliche und zugleich ambitionierte Weiterentwicklung der Ertragsquellen, der Effizienz sowie der Ausschüttung an die Aktionäre.

Weitere Informationen zum Unternehmensprogramm und zur Strategie der Swiss Life-Gruppe finden sich im Geschäftsbericht im Kapitel Strategie & Marke.

People Centricity

Swiss Life stellt Menschen ins Zentrum ihrer Arbeit und begegnet ihnen auf Augenhöhe – in der Kundenberatung, in den Prozessen, Produkten und Dienstleistungen, im Umgang mit den Mitarbeitenden, beim Einsatz von Technologie sowie in der Rolle als gesellschaftlicher Akteur.


Seit 2014 misst Swiss Life die Kundenzufriedenheit an den wichtigsten Kontaktpunkten kontinuierlich. Kunden werden direkt nach einer Interaktion an ausgewählten Kontaktpunkten zu ihrer Erfahrung, Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft befragt. Wer eine negative Beurteilung abgegeben hat, wird innerhalb von 48 Stunden kontaktiert. So kann Swiss Life sicherstellen, dass die Beweggründe für die negative Beurteilung verstanden werden und dem Kunden eine Lösung angeboten wird. Die Erhebung der Kundenzufriedenheit erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Marktforschungsinstitut.

Aus den Kundenfeedbacks will Swiss Life systemische Probleme erkennen, entsprechende Prozessoptimierungen anstossen und die Wertschätzung des Kunden zum Ausdruck bringen. Die Erkenntnisse und Lehren fliessen in die Schulung und das Coaching von Mitarbeitenden ein und werden auf Gruppenstufe untereinander geteilt.

Swiss Life hat ihr Direct-Customer-Feedback-Programm in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Seit der Lancierung 2014 hat Swiss Life insgesamt rund 226 000 Kundenfeedbacks erhalten und analysiert, davon über 66 000 im Jahr 2019.



Bei der quantitativen Messung der Kundenzufriedenheit stützt sich Swiss Life auf den Net Promoter Score (NPS). Dieser hält die Bereitschaft eines Kunden fest, einen Anbieter Familie und Freunden weiterzuempfehlen. Der NPS wird konstant erhoben und quartalsweise intern rapportiert. Zudem ist der NPS Teil der Zielvereinbarung und Leistungsbewertung von Mitarbeitenden mit Kundenkontakt.

In den letzten vier Jahren hat sich der NPS bei Swiss Life an den wichtigsten Kontaktpunkten Beratung und Service Center weitestgehend positiv entwickelt, dies dank regelmässiger Analyse der Kundenfeedbacks und den daraus abgeleiteten Verbesserungen.


Die Entwicklung des NPS am Kontaktpunkt Beratung

2019201820172016
Schweiz Einzelleben+59+51+52+43
Schweiz Swiss Life Select+48+41+39+29
Frankreich+57+52+46n. a.
Deutschland Swiss Life Select+64+62+53+45
Österreich Swiss Life Select+58+49+44+34
UK Chase de Vere+56+52+56+52

Auch der NPS am Kontaktpunkt Service Center entwickelte sich positiv oder blieb stabil. 2020 will Swiss Life mithilfe von digitalen Tools weitere Verbesserungen vornehmen.


Die Entwicklung des NPS am Kontaktpunkt Service Center

2019201820172016
Schweiz Einzelleben+37+33+23+13
Frankreich–13–13–17–28
Deutschland Einzelleben+16+10+4+3
Deutschland Swiss Life Select+9+11+10–7

Kundenorientierte Arbeitskultur fördern und verankern

Neben der Messung der Kundenzufriedenheit erhebt Swiss Life auch die interne Wahrnehmung ihrer Kundenorientierung. Bis 2019 wurde intern der sogenannte Employees’ Customer Centricity Index (ECCI) angewandt, der die Ergebnisse zusammenfasste. Der Index steigerte sich in der letzten Messung 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Indexpunkte auf 81. Die interne Wahrnehmung der Kundenorientierung verbesserte sich 2017 in allen abgefragten Punkten.

2019 wurde die interne Wahrnehmung der Kundenorientierung in einer gruppenweiten Umfrage zum Mitarbeiterengagement abgefragt. Die Umfrage findet alle zwei Jahre statt und wird in Zusammenarbeit mit einer unabhängigen Beratungsagentur durchgeführt.


Überdurchschnittliche Kundenorientierung bei Swiss Life

2019
Swiss Life-Gruppe86%
Gegenüber den weltweit erfolgreichsten Unternehmen+4 Ppkt.
Gegenüber dem weltweiten Durchschnitt von Unternehmen aus der Finanzindustrie+10 Ppkt.

Die Befragung 2019 hat gezeigt, dass 86% aller Mitarbeitenden Swiss Life als kundenorientiertes Unternehmen wahrnehmen. Die Ergebnisse lagen 4 Prozentpunkte über den Ergebnissen der erfolgreichsten Unternehmen weltweit und 10 Prozentpunkte über dem globalen Durchschnitt von Unternehmen aus der Finanzindustrie.

Produkte, Dienstleistungen und Beratung

Eine Kundenbeziehung dauert bei Swiss Life oft mehrere Jahrzehnte. Mit individueller Vorsorge- und Finanzberatung für Privatund Unternehmenskunden und mit ausgewiesener Anlagekompetenz für institutionelle Investoren unterstützt Swiss Life Menschen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.


Die Beratungs- und Produktstrategie von Swiss Life kombiniert einen bestmöglichen Kundennutzen mit einer profitablen Geschäftstätigkeit. Über eigene Finanzberaterinnen und -berater, Agenten sowie Vertriebspartner bietet das Unternehmen Privat- und Firmenkunden eine umfassende und individuelle Beratung sowie eine breite Auswahl an eigenen und Partnerprodukten an. Swiss Life Select, das auf Finanzplanung privater Haushalte und Vermittlung von Finanzprodukten spezialisierte Tochterunternehmen, sowie die Beraterinnen und Berater von Tecis, Horbach, Proventus, Chase de Vere und Fincentrum lassen ihre Kunden anhand des Best-Select- Ansatzes das für sie passende Produkt auswählen. Kundinnen und Kunden erhalten somit Zugriff auf eine umfassende Produktpalette einer Vielzahl von Anbietern.

In Frankreich hat Swiss Life 2019 eine nachhaltige Investmentlösung entwickelt. So besteht mit «Swiss Life Choix Responsable» neu die Möglichkeit, in ein Produkt zu investieren, bei dem der Fokus auf verantwortungsvollem Management sowie Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) liegt. Zudem hat Swiss Life im Berichtsjahr im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsorganisation auch die Erarbeitung eines gruppenweiten Ansatzes für ESG im Versicherungsbereich initiiert.


Transparente Produktinformation und Förderung des Finanzwissens

Swiss Life legt neben ihrem kundenorientierten Beratungsansatz ein grosses Augenmerk auf verständliche und umfassende Dokumentationen. So stehen neben den Produktdokumentationen zu verschiedenen Versicherungs- und Vorsorgethemen auf den lokalen Internetseiten oder Kundenportalen auch unterstützende Videosequenzen zur Verfügung und Publikationen zum Download bereit.

Swiss Life will Menschen dabei unterstützen, Finanzwissen zu erwerben, damit sie bessere Entscheidungen treffen können. Darum unterstützt Swiss Life seit Jahren die Schweizer Finanzwissensplattform fintool.ch. In Deutschland setzt sich Swiss Life über die Swiss Life Stiftung für Chancenreichtum und Zukunft ebenfalls für Projekte ein, die den Aufbau von Finanzwissen fördern.


Kundenorientierung und gruppenweite Standards für Leistungsversprechen

Langfristige Leistungszusagen sowie Verpflichtungen aus Vorsorge- und Finanzprodukten erfordern im Vorfeld eine genaue Analyse des rechtlichen und regulatorischen Umfelds und des damit zusammenhängenden Risikos. Dies ist auch die Basis für eine kundenorientierte Beratung und trägt wesentlich dazu bei, Fehlberatungen oder Verstösse sowie mögliche daraus resultierende Konsequenzen zu vermeiden.

Mit gruppenweit verbindlichen Regelungen, die lokal in entsprechenden Weisungen umgesetzt werden, stellt Swiss Life sicher, dass die Leistungsversprechen eingehalten werden können:

  • Die konkrete Ausgestaltung von Produkten und Dienstleistungen erfolgt nach gruppenweiten Standards und nach strenger Massgabe des lokalen regulatorischen Umfelds sowie der lokalen Gesetzgebung. Es ist sichergestellt, dass die lokalen Compliance-Teams auch bei bestehenden Produkten und Dienstleistungen Anpassungen vornehmen können. Ebenso werden die gruppenweiten Standards zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen bei Bedarf den Rahmenbedingungen angepasst.
  • Das Produktmanagement wird über verschiedene Weisungen auf Gruppenstufe geregelt. Swiss Life hat dafür einen einheitlichen, auditierbaren Produktentwicklungsprozess etabliert. Er definiert zum einen Mindestanforderungen an die lokale Produktentwicklung und zum anderen den Genehmigungs- und Eskalationsprozess für Initiativen auf Gruppenstufe. Selbstverständlich sind die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, der konkrete Kundennutzen sowie die Qualität der Kundendokumentation wesentliche Kriterien im Rahmen der Beurteilung.

Digitalisierung

Swiss Life verfolgt die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Fokus stehen Initiativen, die für die Kundinnen und Kunden wie auch für die Mitarbeitenden einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.


Als Vorsorge- und Finanzdienstleistungsunternehmen stellt Swiss Life den Menschen ins Zentrum ihres Tuns. Das gilt auch für die Digitalisierung: Die rund 14 000 Beraterinnen und Berater, die für Swiss Life im Dialog mit Kunden stehen, können jederzeit auf digitale Lösungen zurückgreifen, die sie im Beratungsprozess unterstützen. Der persönliche Kontakt ist jedoch nach wie vor ein entscheidender Faktor. Dank der Unterstützung durch digitale Hilfsmittel bleibt den Beraterinnen und Beratern mehr Zeit für den persönlichen Kontakt und die Bedürfnisabklärung mit ihren Kundinnen und Kunden. Aus dieser gezielten Kombination von persönlicher Beratung und digitaler Unterstützung leitet Swiss Life ihren «Phygital-Ansatz» ab.

Damit kommt Swiss Life einem Kundenbedürfnis nach, wie eine repräsentative Umfrage des Unternehmens aus dem Jahr 2019 in der Schweiz, Frankreich und Deutschland deutlich gezeigt hat. Bei der Befragung gaben rund 80% an, dass der Austausch mit einem Berater für sie für den Vertragsabschluss zwingend ist. Die Menschen schätzen die Flexibilität und die Selbständigkeit, die sie durch digitale Tools gewinnen. Gleichzeitig vertrauen rund 70% eher einem Berater als einem Algorithmus. Die Menschen wünschen sich, dass die digitalen Hilfsmittel den Berater bei der Identifikation der besten Lösung unterstützen und dem Berater dadurch mehr Zeit für die persönliche Beratung zur Verfügung steht.


Digitale Kundenportale und neue Formen der Zusammenarbeit

Swiss Life setzt für ihre Kundinnen und Kunden unter anderem auf Onlineportale, auf welchen sie zeit- und ortsunabhängig auf ihre Unterlagen zugreifen, Beratungstermine vereinbaren, Angebote anfordern und auch Änderungen schnell und unbürokratisch durchführen können. Mit Onlinerechnern können Kundinnen und Kunden selbständig Szenarien simulieren. Dabei bestimmen die Kundinnen und Kunden, in welcher Form sie mit Swiss Life interagieren, und wählen ihren Zugangsweg selbst. Swiss Life setzt auf Industriestandards und digitale Lösungen, um Medienbrüche zu vermeiden und eine hohe Qualität zu gewährleisten.

Auch bei der Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens setzt Swiss Life vermehrt auf digitale Plattformen. So wurde 2019 konzernweit eine Kollaborationssoftware eingeführt, die es den Mitarbeitenden erlaubt, Besprechungen in virtuellen Räumen abzuhalten und Dateien gemeinsam zu bearbeiten oder zu teilen.

Verantwortungsbewusste Anlagetätigkeit

Swiss Life integriert ökologische und soziale Faktoren sowie Fragen einer guten Unternehmensführung systematisch in den Anlageprozess und das Risikomanagement sämtlicher Anlageklassen. Dabei orientiert sich Swiss Life an den von den Vereinten Nationen unterstützten Principles of Responsible Investment (PRI).


Im Zentrum der Aufgabe als Vermögensverwalterin für die eigenen Versicherungsgesellschaften wie auch für Drittkunden – zum Beispiel Pensionskassen, andere Versicherungsgesellschaften sowie Privatinvestoren über Kollektivanlagen – stehen für Swiss Life der langfristige Schutz der Kundengelder und der optimale Einsatz des Risikokapitals. Die Anlage der Vermögen soll sicher, rentabel und in der Gesamtheit liquide sein. Aufgrund der Langfristigkeit der Verpflichtungen investiert Swiss Life vor allem in festverzinsliche Wertschriften, zum Beispiel Staats- und Unternehmensanleihen, in Immobilien sowie in Aktien- und Infrastrukturanlagen. Dabei beruhen die Anlageentscheidungen auf einer weitgehenden Beurteilung von Risiken und Renditen.

Als bedeutende Anlegerin hat Swiss Life den Anspruch, dass direkte Investitionen in ihrem Portfolio mit den grundlegenden Normen und Werten von Swiss Life im Einklang stehen. Als Unterzeichnerin des «UN Global Compact» der Vereinten Nationen bekennt sich Swiss Life somit unter anderem zu den grundlegenden Prinzipien zur Wahrung der Menschenrechte.

1 Total verwaltete Vermögen Versicherungsgeschäft und Drittkunden

 

Systematische Integration von ESG-Kriterien

Swiss Life integriert systematisch ökologische und soziale Faktoren sowie Fragen einer guten Unternehmensführung – «Environment», «Social» und «Governance», die sogenannten ESGFaktoren – in den Anlageprozess und das Risikomanagement sämtlicher Anlageklassen. Dadurch werden eine breitere Informationsbasis sowie eine ausgewogenere Risikoabdeckung erreicht.

Die Berücksichtigung von ESG-Faktoren kommt bei fast 90% des gesamten verwalteten Vermögens von Swiss Life zum Einsatz. Bei den übrigen 10% handelt es sich um Anlageprodukte, wie replizierende Aktien-Indizes oder Hypotheken, auf die aufgrund der Produktstruktur der Nachhaltigkeitsansatz aktuell noch nicht anwendbar ist. Der Nachhaltigkeitsansatz umfasst nicht nur die proprietären Vermögenswerte, sondern auch die Drittkundengelder.

Swiss Life hat ihre Prinzipien für verantwortungsbewusstes Anlegen in einem Grundsatzpapier, der Responsible Investment Policy, festgehalten.


Nachhaltigkeit bei Wertschriftenanlagen

Im Anlageprozess für Wertschriften – dazu gehören beispielsweise Aktien oder Unternehmensund Staatsanleihen – setzt Swiss Life unter anderem auf Analysen des internationalen, unabhängigen ESG-Forschungs- und Bewertungsdienstleisters «MSCI ESG Research». Die ESGInformationen von weltweit über 17 000 Aktien- und Anleihenemittenten unterstützen Swiss Life dabei, Risiken bei Umwelt- und Sozialthemen wie auch Unternehmensführungsaspekten frühzeitig zu identifizieren und entsprechend zu antizipieren. In diesem Zusammenhang sollten auch Risiken aus ESG-Kontroversen zum Beispiel durch Arbeitsrechtsverletzungen, Mängel in der Unternehmensführung sowie Anzeichen für Korruption oder Umweltrisiken in Bezug auf den Klimawandel frühzeitig erkannt werden.


Selektive Ausschlüsse und Ausstieg aus Kraftwerkskohle

Für alle Vermögenswerte hat Swiss Life konkrete Investmentbeschränkungen für Investitionen in die Rüstungsindustrie definiert. Swiss Life erkennt das Recht souveräner Staaten zur Selbstverteidigung an, verzichtet aber auf Investitionen in Unternehmen, die wesentlich an der Produktion international geächteter Waffen wie Antipersonenminen, Streumunition, chemischer, biologischer und nuklearer Waffen beteiligt sind. Swiss Life verwendet dazu MSCI-ESGResearch- Daten sowie die Ausschlusslisten zu kontroversen Waffen von PAX, einer internationalen gemeinnützigen und nicht regierungsbezogenen Friedensorganisation, und von SVVK-ASIR, dem Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen.

Der Klimawandel gehört zu den grössten Herausforderungen unserer Zeit. Swiss Life unterstützt die Ziele des Pariser Klimaabkommens und hat für die Anlagen aus dem Versicherungsgeschäft eine Strategie zum Ausstieg aus dem CO2-intensiven Kohlesektor definiert. Insbesondere bei Investitionen in Kraftwerkskohle besteht die Gefahr von sogenannten «Stranded Assets», d. h., dass Vermögenswerte vorzeitige Verluste bzw. Wertberichtigungen aufgrund von umweltbzw. klimabezogenen Faktoren erfahren. Swiss Life sieht deshalb von Investitionen in Anleihen von Unternehmen ab, die mehr als 10% der Einnahmen aus dem Abbau, der Extraktion und dem Verkauf von Kraftwerkskohle erzielen. Ein entsprechender Schwellenwert gilt auch für Infrastrukturanlagen: Swiss Life verzichtet auf Investitionen in Projekte oder Unternehmen, bei welchen mehr als 10% der Unternehmens- oder Projektbewertung auf Beiträge aus dem Geschäft mit Kraftwerkskohle zurückzuführen sind.

Bei den Drittkunden setzt sich Swiss Life dafür ein, dass auch diese sich für ihre Vermögenswerte an einer entsprechenden Ausstiegsstrategie orientieren.


Stimmrechtsausübung

Swiss Life vertritt ihre Interessen auch bei der Stimmrechtsausübung und nimmt ihre Verantwortung in Form von aktivem Aktionärstum («Active Ownership») zur Förderung verantwortungsbewussten Anlegens wahr. Dabei strebt Swiss Life die Verbesserung des langfristigen Unternehmenswerts an. ESG-Faktoren dienen einer ausgewogenen Beurteilung zwischen dem Zweck eines Antrags und dem Gesamtnutzen für die Aktionäre des jeweiligen Unternehmens. Im vergangenen Geschäftsjahr votierte Swiss Life zum Beispiel für Transparenz der Unternehmen hinsichtlich sozialer und ökologischer Aspekte und für verbesserte Governance. Swiss Life stützt sich bei der Stimmrechtswahrnehmung auf die Analysen und Dienstleistungen des externen Stimmrechtsberaters «Institutional Shareholder Services» (ISS) sowie weitere Quellen. 2019 stimmte Swiss Life bei 361 Generalversammlungen 4749 Mal ab. Dabei wich Swiss Life in 1% der Fälle von den Empfehlungen von ISS ab und stimmte in 9% der Fälle nicht im Sinne des Verwaltungsrats.


Reporting und Networking

Swiss Life ist unter anderem Unterzeichnerin der von den Vereinten Nationen unterstützten Prinzipien für verantwortliches Investieren («Principles for Responsible Investment» – PRI). Die entsprechenden «PRI Transparency Reports» werden jährlich von Swiss Life aktualisiert und sind auf der Website von PRI abrufbar. Im Berichtsjahr wurde Swiss Life Mitglied bei «Swiss Sustainable Finance» (SSF). Damit baut Swiss Life ihr Netzwerk weiter aus und setzt auf aktiven Austausch rund um verantwortungsbewusstes Anlegen (siehe auch Mitgliedschaften ).


Verantwortungsvolles Immobilienmanagement

Swiss Life gehört zu den führenden Immobilieninvestoren in Europa und ist Eigentümerin des grössten privaten Immobilienportfolios der Schweiz. Die langfristige Werterhaltung und -steigerung wie auch die Sicherung der nachhaltigen Erträge ist für Swiss Life von zentraler Bedeutung. Alle Entscheidungen orientieren sich deshalb an einem langfristigen Immobilienlebenszyklus.

  • Damit Nachhaltigkeitskriterien systematisch in den gesamten Wertschöpfungsprozess von Immobilieninvestitionen integriert werden können, hat Swiss Life ein eigenes Nachhaltigkeitsrahmenwerk für Immobilieninvestitionen, das sogenannte «Responsible Property Investment Framework», entwickelt. Diese Richtlinien gelten für das gesamte Immobilienmanagement und führen zu einer Optimierung des Immobilienbestandes in Bezug auf Umwelt- und Gesellschaftsaspekte.
  • Im Transaktionsprozess werden in einer Due-Diligence-Checkliste Nachhaltigkeitschancen identifiziert und damit Wertsteigerungspotenziale aufgezeigt. Gleichzeitig dient die Prüfung auch dazu, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um Werte langfristig erhalten zu können.
  • In der Immobilienentwicklung spielen Nachhaltigkeitsaspekte von der Machbarkeitsstudie bis hin zum Bauentscheid eine zentrale Rolle und werden in die Planung integriert. Dabei werden unter anderem Energie-Mindeststandards definiert, ökologische Risikoprofile geprüft, die sozioökonomischen Auswirkungen von Immobilienentwicklungsprojekten analysiert und es wird über die Zertifizierung von Gebäuden mit nachhaltigen Gütesiegeln wie zum Beispiel «Minergie», «DGNB», «SGNI», «LEED», «BREEAM» oder «HQE» entschieden. Mittels dieser Nachhaltigkeitsgütesiegel kann die Nachhaltigkeitsqualität der Liegenschaft durch externe Fachstellen bestätigt werden.
  • Die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmassnahmen im Betrieb wie umfassenden Sanierungen, gezielten Betriebsoptimierungen, effizienten Haustechnikanlagen oder Instandsetzungsmassnahmen unterstützt die Reduktion des Energieverbrauchs der Portfolios. Die damit einhergehende steigende Energieeffizienz der Liegenschaften führt wiederum zu einer Reduktion der CO2-Emissionen. Somit können energetische Instandsetzungsmassnahmen (zum Beispiel Erneuerung der Wärmeerzeugung oder Sanierung der Gebäudehülle) zu Energie- und CO2- Einsparungen auf den jeweiligen Liegenschaften von bis zu 50% führen. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern kann somit zugunsten erneuerbarer Energiequellen (zum Beispiel Photovoltaik, Geothermie, Fluss- und Seewassernutzung oder Pellets) weiter reduziert werden.
  • Zudem können mit energiesparenden Einstellungen an den technischen Anlagen sowie kleineren Sanierungsmassnahmen mit kürzerer Amortisationsdauer (beispielsweise Beleuchtungssysteme oder Wasserleitungsisolation) Verbesserungen ausserhalb der grossen Sanierungszyklen vorgenommen werden. Erfahrungen zeigen, dass durch diese Optimierungsmassnahmen Energie- und CO2-Einsparungen von rund 10% erzielt werden können.

38% der proprietären Immobilienanlagen entfallen auf die Schweiz. In einer Überprüfung des Immobilienportfolios in Bezug auf Energieverbrauch und CO2-Emissionen wurden im Berichtsjahr Immobilien identifiziert, die heute einen überdurchschnittlich hohen Energieverbrauch ausweisen und in den kommenden Jahren in einen Erneuerungszyklus fallen. Für diese Liegenschaften werden in den kommenden drei bis vier Jahren energetische Instandsetzungsmassnahmen wie beispielsweise ein Austausch der Wärmeerzeugung oder eine Sanierung der Gebäudehülle durchgeführt. Dank diesen gezielten Betriebsoptimierungen und Massnahmen zur Instandsetzung sollen der Energieverbrauch sowie entsprechend CO2-Emissionen reduziert werden können. Um das Bewusstsein bei den Mietern in Bezug auf Energieeffizienz zu schärfen, wurde die Mieterbefragung ausgeweitet und wurden Informationsflyer zum Thema «Energie sparen» versandt.


GRESB – Global Real Estate Sustainability Benchmark

Seit 2018 nimmt Swiss Life mit sechs ihrer Anlagegefässe (ca. 50% des gesamten verwalteten Immobilienvermögens) am jährlichen Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) teil. Diese Nachhaltigkeits-Benchmarking-Analyse ermöglicht es Swiss Life, Nachhaltigkeitsaspekte in den bewerteten Immobilienportfolios konsequent zu messen und in die Bewirtschaftung zu integrieren. Sämtliche geprüften Portfolios qualifizieren sich für den «Green Star»-Bereich und liegen somit im obersten Quadranten bezüglich Nachhaltigkeitsperformance im Vergleich zum Benchmark.


Nachhaltigkeit in Infrastrukturanlagen und Clean Energy Investments

ESG-Kriterien sind ein zentraler Bestandteil der Evaluierung von alternativen Anlagen wie Infrastrukturprojekten, die finanziell umfangreiche Kapitalbeteiligungen, einen langfristigen Zeithorizont sowie nachhaltigkeitsförderndes Potenzial vereinen können. Swiss Life verwaltete per Ende 2019 Anlagevermögen in Infrastrukturanlagen im Wert von über CHF 3,3 Milliarden. Bei den klassischen Infrastrukturanlagen stellt ein internes ESG-Bewertungsschema sicher, dass die Investitionen einen ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwehrt bieten. Die ESG-Massstäbe der Europäischen Investitionsbank bilden dabei die Grundlage für das interne Bewertungsschema.

Im Oktober 2019 hat Swiss Life die Fontavis AG, einen führenden Investment Manager von Clean Energy und Infrastrukturfonds in der Schweiz, erworben. Fontavis verwaltet und berät Infrastrukturfonds mit einem Vermögen von insgesamt CHF 1,25 Milliarden. Die Portfolios sind breit diversifiziert mit besonderem Fokus auf Wärme, Wasser-, Solar- und Windkraft. Diese Anlagen produzieren jährlich 2,6 Milliarden kWh Strom aus erneuerbaren Quellen. Heruntergebrochen auf die jeweiligen Aktienanteile an den Gesellschaften entspricht dies rund 500 Millionen kWh. Zudem genieren die Gesellschaften in den Portfolios 200 Millionen kWh ökologische Wärme (68 Millionen kWh bezogen auf den Anteil an den jeweiligen Gesellschaften). Diese ökologische Wärmeproduktion vermeidet den Ausstoss von 44 500 Tonnen CO2, welche beispielsweise aus Ölheizungen entstehen.

Compliance bei Swiss Life

Swiss Life legt grossen Wert darauf, alle Rechtsvorschriften und regulatorischen Vorgaben einzuhalten. Korrektes und integres Verhalten der Mitarbeitenden ist eine unverzichtbare Anforderung.


Code of Conduct

Swiss Life stellt hohe Ansprüche an die Beratungs- und Dienstleistungsangebote. Dazu gehören auch Werte und Haltungen, welche eine vertrauensvolle Beziehung zu Kunden und Partnern ermöglichen. Der Code of Conduct umfasst die gruppenweit gültigen Werte und Grundsätze von Swiss Life sowie verpflichtende Verhaltensregeln für alle Mitarbeitenden.


Der Code of Conduct gilt gruppenweit. Die aktuelle Version wurde 2018 überarbeitet und im Januar 2019 publiziert. Zeitgleich mit der Publikation wurden alle Mitarbeitenden der Swiss Life- Gruppe über die Neuerungen informiert.

Weisungswesen

Damit die Umsetzung des Code of Conduct im Alltag greift, unterhält Swiss Life ein umfassendes Weisungswesen. In den Weisungen sind konzernweit verbindliche Mindeststandards definiert, die in allen Geschäftseinheiten in entsprechenden lokalen Regelungen umgesetzt sind. Die Weisungen werden periodisch auf Aktualität und Richtigkeit überprüft und wenn nötig neuen regulatorischen und geschäftsspezifischen Anforderungen angepasst.

Regelmässige Trainings stellen sicher, dass die Mitarbeitenden über die relevanten Compliance- Themen und -Weisungen informiert sind. Alle Mitarbeitenden, die neu in das Unternehmen eintreten, werden gruppenweit innerhalb von sechs Monaten nach Stellenantritt zum Code of Conduct und zu wesentlichen Verhaltensregeln sowie zu den Vorgaben im Datenschutz und zur Datensicherheit geschult. Ebenfalls finden für alle neu für das Unternehmen tätigen Mitarbeitenden innerhalb derselben Zeitspanne Trainings zu Geldwäschereiprävention, Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung und Sanktionen und Embargos statt, sofern dies für ihre Tätigkeit relevant ist. Alle zwei Jahre absolvieren sämtliche Mitarbeitenden zudem ein Refresher-Training zu diesen Themen. Die Teilnahme an den Schulungen ist obligatorisch und wird überprüft. Es wird eine 100-prozentige Teilnahme- und Erfolgsquote angestrebt. Divisionen, welchen vom Regulator häufigere Trainings vorgeschrieben werden, absolvieren diese in höherer Frequenz. Zudem werden teilweise auch externe Berater oder andere Auftragnehmer zu Compliance- Themen geschult oder vertraglich verpflichtet, den Verhaltenskodex einzuhalten. Für 2020 ist die Ausarbeitung einer gruppenweit einheitlichen Regelung geplant.

Swiss Life verfügt über etablierte Prozesse, welche die angemessene Identifikation, Steuerung und Kontrolle der Compliance- und Datenschutzrisiken sicherstellen. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen von Compliance werden innerhalb des Governance-Frameworks von Swiss Life geregelt und dokumentiert.


Datenschutz

Datenschutz hat bei Swiss Life absolute Priorität. Alle rechtlichen, regulatorischen und internen Anforderungen werden gruppenweit umgesetzt. Im Bereich Datenschutz sind unternehmensweite Standards definiert, die mittels divisionsspezifischer Weisungen und Datenschutzerklärungen konkretisiert und implementiert werden und sämtliche Geschäftsbereiche abdecken. Sie regeln die Verarbeitung, die Speicherung, die Löschung, die Archivierung und den Transfer von Daten und Dokumenten, eine einheitliche Datenklassifikation, den Umgang mit personenbezogenen und besonders schützenswerten Daten und Geschäftsgeheimnissen sowie die Rechte betroffener Personen wie das Recht auf Auskunft oder auf Löschung. Bei der Bearbeitung von personenbezogenen Daten hält sich Swiss Life konsequent an die jeweiligen anwendbaren Bestimmungen der Schweiz, der EU und andere lokale Gesetze.

Datenschutzverletzungen müssen umgehend an Compliance gemeldet werden und Informationssicherheitsvorfälle werden im Rahmen des operationellen Risikomanagements gruppenweit konsistent gehandhabt. Bei Datenschutzverletzungen bestehen im Rahmen des Compliance- Frameworks definierte Prozesse, die unter anderem die Information der betroffenen Personen und der Aufsichtsbehörden regeln.

Im Berichtsjahr gab es innerhalb der Swiss Life-Gruppe keine wesentlichen Datenschutzverletzungen.

Die einzelnen Divisionen verfügen über einen Datenschutzbeauftragten und stellen für alle Mitarbeitenden die obligatorischen, regelmässigen Schulungen zu diesem Thema sicher. Die Linie setzt diese Vorgaben um und deren Einhaltung wird im Zusammenwirken mit den jeweiligen divisionalen Compliance-Teams sowie auf Gruppenstufe beurteilt. Die Umsetzung und Einhaltung der geltenden Vorgaben wird regelmässig von Compliance evaluiert. Der Revisionsausschuss des Verwaltungsrats und der Risikoausschuss der Konzernleitung werden im Rahmen des Compliance- Reportings laufend über Datenschutzthemen informiert. Corporate Internal Audit überprüft den Bereich Datenschutz regelmässig im Rahmen seiner Revisionstätigkeiten und allfällige Schwachstellen werden mit geeigneten Massnahmen adressiert.

Die Sicherung und der Schutz der Daten werden mit geeigneten organisatorischen und technischen Schutzmassnahmen umgesetzt und sind Teil des Risikomanagements. Mehr Informationen zum Thema Risikomanagement finden sich im Geschäftsbericht im Kapitel Risikomanagement.


Gesetzeskonforme Geschäftstätigkeit

Compliance überwacht und beurteilt das rechtliche sowie das regulatorische Umfeld und berücksichtigt dabei die jeweiligen lokalen Gesetzgebungen. Ziel ist es, Verstösse gegen rechtliche bzw. regulatorische Vorgaben zu vermeiden, inklusive der Verhinderung sämtlicher Formen von Korruption und Bestechung. Swiss Life legt auch grossen Wert darauf, Sanktionen und Embargos zu beachten. Regelmässige Risikobeurteilungen sowie ein permanentes und umfassendes Compliance- Reporting an die obersten Leitungsgremien unterstützen die Umsetzung aller erforderlichen Massnahmen auf Konzernstufe und auf Stufe der Geschäftseinheiten. Das Compliance-Framework wird regelmässig überprüft, bei Bedarf überarbeitet und neuen Voraussetzungen angepasst.

Gegen Swiss Life wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen Geldstrafen oder Bussgelder verhängt und das Unternehmen hat auch keine Vergleiche im Hinblick auf Korruptionsverfahren oder wettbewerbswidriges Verhalten geschlossen.

Nachhaltige Beschaffung

Bei der Zusammenarbeit mit externen Servicedienstleistern und Lieferanten fordert Swiss Life, dass auch diese hohe Nachhaltigkeitsstandards erfüllen und ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitenden, der Gesellschaft und der Umwelt wahrnehmen.


Gruppenweite Grundsätze für die nachhaltige Beschaffung


Swiss Life bezieht im Versicherungsgeschäft hauptsächlich Produkte und Dienstleistungen aus folgenden Kategorien:

  • Professional Services (wie beispielsweise Beratungsdienstleistungen)
  • Marketing und Public Relations
  • Human Resources
  • IT-Services und Telecom
  • IT-Software und IT-Hardware
  • Facility-Management-Dienste (u. a. Sicherheitspersonal, Gebäudeunterhalt, Reinigung) und General Services (Verpflegung, Strom, Gas etc.)
  • Reisen und Events

Swiss Life gehört zu den führenden Immobilieninvestoren in Europa und ist Eigentümerin des grössten privaten Immobilienportfolios der Schweiz. Im Rahmen dieser Tätigkeit bezieht Swiss Life hauptsächlich externe Dienstleistungen im Bereich von Architektur- und Fachplanerdienstleistungen sowie allgemeine Bauhandwerksdienstleistungen.

In der Schweiz handelt es sich bei den meisten Lieferanten und Servicedienstleistern um Anbieter aus dem Inland. Rund 20% stammen aus dem EU-Raum.

In ihren weiteren Kernmärkten Frankreich und Deutschland arbeitet Swiss Life ebenfalls weitgehend mit nationalen Lieferanten zusammen. In beiden Ländern machen ausländische Lieferanten weniger als 5% aus.

Bei der Zusammenarbeit mit grossen internationalen Unternehmen im IT-Bereich setzt Swiss Life an allen Standorten nach Möglichkeit auf deren Ländergesellschaften.


Vorgaben für Lieferanten und Servicedienstleister

Standortübergreifend müssen alle Unternehmen, die mit Swiss Life zusammenarbeiten möchten, gewährleisten, dass die Einhaltung der massgebenden gesetzlichen Vorschriften sichergestellt ist. Die Beurteilung wesentlicher Lieferanten und Servicedienstleister ist im Risikomanagementframework der Swiss Life-Gruppe integriert.

Bei Verstössen gegen vereinbarte Standards fordert Swiss Life entsprechende Korrekturen. Bei schwerwiegenden oder sich wiederholenden Verfehlungen wird die Zusammenarbeit beendet. Swiss Life bedingt sich vertraglich aus, dass sie bei Lieferanten und Servicedienstleistern Audits durchführen kann. In diesem Zusammenhang werden u. a. Bestätigungen zu ISO-Zertifizierungen eingefordert und auf ihre Gültigkeit hin geprüft sowie die Berichte zu den Zertifizierungen analysiert.

In der Schweiz und in Frankreich hält Swiss Life in Verträgen mit Lieferanten und Servicedienstleistern fest, dass diese grundsätzlich folgende Standards gewährleisten müssen:

  • Einhaltung von geltenden Umwelt- und Klimaschutzstandards
  • Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Arbeitszeit und Sicherstellung von Bedingungen, die weder die Gesundheit noch die Sicherheit der Arbeitnehmer tangieren
  • Erfüllung der geltenden gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Löhne, Vergütung von Überstunden und Auszahlungen
  • Sicherstellung, dass ihre Mitarbeitenden in einem Arbeitsumfeld frei von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht, Religion, Herkunft, Invalidität, Alter, sexueller Orientierung, Behinderung oder anderer Merkmale arbeiten können
  • Respektierung des Rechts der Angestellten auf Versammlungsfreiheit und Tarifverhandlungen
  • Verzicht auf Kinder- und Zwangsarbeit

In der Schweiz bezieht Swiss Life grundsätzlich bevorzugt Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen, die über ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem (ISO 14001 oder EMAS) verfügen und eine generelle Qualitätszertifizierung (zum Beispiel ISO 9001 oder ISAE 3402) nachweisen können.

In Frankreich setzt Swiss Life zur Überwachung von umweltbezogenen, sozialen und ethischen Risiken ihrer strategischen Lieferanten auf die EcoVadis-Methodologie. Diese basiert auf einem Rahmenwerk von 21 Corporate-Social-Responsibility-Kriterien. Die Methodologie lehnt sich an führende und anerkannte Standards wie Global Reporting Initiative (GRI), «UN Global Compact» und ISO 26000 an und wird von einem internationalen wissenschaftlichen Komitee überwacht. Bei Ausschreibungen werden zudem standardmässig Fragen zu allfällig vorhandenen Ratingergebnissen im Bereich Nachhaltigkeit sowie zu ISO-Zertifizierungen gestellt und es wird je nach Fall entschieden, ob für die Zusammenarbeit eine Zertifizierung ein entscheidendes Kriterium ist.

Swiss Life Deutschland hält in den Verträgen mit ihren Partnern unter anderem fest, dass in deren Betrieben sämtliche Arbeitsschutzbestimmungen sowie die Auszahlung des Mindestlohns gewährleistet sein müssen. Bei Produkten, die eingekauft werden, prüft Swiss Life Deutschland zudem deren Umweltverträglichkeit und Rezyklierbarkeit.