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Nachhaltigkeit bei Swiss Life

Swiss Life leistet über ihr Kerngeschäft, die finanzielle Vorsorge und Beratung, einen direkten Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Gesellschaft und der Volkswirtschaft. Darüber hinaus nimmt das Unternehmen auch Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden wie auch der Umwelt wahr.

Ihre Grundsätze zur unternehmerischen Nachhaltigkeit hat Swiss Life in einem gruppenweit gültigen Nachhaltigkeitskonzept zusammengefasst und in vier Bereiche unterteilt: Nachhaltigkeit im Geschäftsalltag, als Arbeitgeberin, in der Gesellschaft und gegenüber der Umwelt. An dieser Struktur orientiert sich auch die Berichterstattung des Nachhaltigkeitsberichts.

Wie wir Nachhaltigkeit verstehen


Organisatorische Verankerung

Swiss Life hat im Berichtsjahr die Organisationsstruktur und Governance rund um das Thema Nachhaltigkeit weiterentwickelt. Die erweiterte Konzernleitung bildet das oberste Steuerungsgremium für Nachhaltigkeit. Vorsitz hat der Group CEO. Für die Koordination, Steuerung und Umsetzung der Massnahmen wurde im Berichtsjahr eine neue Organisation auf Gruppenstufe entwickelt, die per 1. Januar 2020 unter der Leitung des Group Head Nachhaltigkeit implementiert wird. Neben der operativen Umsetzung ist die neue Organisation auch für den regelmässigen Austausch aller Fachspezialisten verantwortlich, stellt das Controlling und das Reporting sicher und bereitet Entscheidungsgrundlagen für die erweiterte Konzernleitung als Steuerungsorgan vor.



Die Nachhaltigkeitsorganisation orientiert sich an der multidivisionalen Organisation von Swiss Life und setzt sich aus Nachhaltigkeitsdelegierten aller Divisionen sowie Fachdelegierten zusammen. Für die fachliche Führung wurden zehn Themen definiert.

Die neue Organisation stellt sicher, dass die operative Umsetzung der auf Gruppenstufe beschlossenen Massnahmen direkt in den entsprechenden Divisionen erfolgt und es einen übergreifenden fachlichen Austausch zu den definierten Schwerpunktthemen gibt.

Wesentlichkeitsmatrix

Die Wesentlichkeitsmatrix von Swiss Life zeigt auf, welche Themen für Swiss Life und ihre Stakeholder relevant sind. Sämtliche genannten Themen bilden die Grundlage für die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung.


Swiss Life berichtet seit 2016 nach den Standards der Global Reporting Initiative und hat 2015 in einem mehrstufigen Wesentlichkeitsprozess mit internen und externen Stakeholdern die erste Version der Wesentlichkeitsmatrix erarbeitet. Die Matrix wurde seither kontinuierlich weiterentwickelt. 2019 hat Swiss Life eine umfassende Neuevaluierung der wesentlichen Themen durchgeführt.

Mit der angepassten Wesentlichkeitsmatrix will Swiss Life den sich ändernden Erwartungen der verschiedenen Interessengruppen, den Entwicklungen im Geschäftsumfeld und den weiterentwickelten Standards Rechnung tragen.

Die Neuevaluierung hat Swiss Life unter Einbezug folgender interner und externer Anspruchsgruppen durchgeführt:

  • Interne Fachspezialisten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Asset Management, Kommunikation, Human Resources, Investor Relations, Finance und Risikomanagement
  • Erweiterte Konzernleitung
  • Vertreter des Verwaltungsrats
  • Vertreter von Finanzinstituten und Ratingagenturen
  • Vertreter von Nachhaltigkeitsorganisationen und einer Hochschule

Vorgehen bei der Neuevaluierung der Wesentlichkeitsmatrix (GRI 102-49)

Zunächst erstellten Fachspezialisten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Kommunikation, Group Human Resources, Investor Relations, Asset Management und Group Finance & Risk eine Longlist von potenziellen Themen. An diesem Schritt waren über ein Dutzend Fachspezialisten aus der gesamten Swiss Life-Gruppe beteiligt.

Die «Stakeholder-Relevanz» wurde durch eine Online-Umfrage und einen Workshop mit internen Fachspezialisten aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Asset Management, Kommunikation, Group Human Resources, Investor Relations und Group Finance & Risk ermittelt. Durch den Einbezug der verschiedenen Fachdisziplinen sowie von Vertretern aus der gesamten Gruppe wurde sichergestellt, dass die Erhebung ein möglichst breites Spektrum von Anspruchsgruppen abdeckt.

Die «Relevanz für Swiss Life» wurde mittels Interviews mit der gesamten erweiterten Konzernleitung sowie zwei Mitgliedern des Verwaltungsrats ermittelt.

Wesentlichkeitsmatrix der Swiss Life-Gruppe

 

  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Risikomanagement
  • Profitabilität und Wachstum
  • Produkte, Dienstleistungen und Beratung
  • People Centricity
  • Verantwortungsbewusste Anlagetätigkeit
  • Verantwortungsvolles Immobilienmanagement
  • Datenschutz und Informationssicherheit
  • Digitalisierung
  • Corporate Governance
  • Korruptionsbekämpfung und lauterer Wettbewerb
  • Corporate Citizenship
  • Menschenrechte
  • Nachhaltige Beschaffung
  • Vielfalt, Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit
  • Mitarbeiterentwicklung und -bindung
  • Volkswirtschaftliche Verantwortung
  • Selbstbestimmtes Leben in Zeiten von demografischem Wandel
(GRI 102-47)
Die Dimension «Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung» wird aus Gründen der Lesbarkeit nicht direkt in der Wesentlichkeitsmatrix dargestellt.

Befragung von externen Nachhaltigkeitsspezialisten

Die Dimension «Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung» wurde in Form von strukturierten Interviews mit fünf externen Nachhaltigkeitsexperten und -analysten abgefragt. Dazu gehörten Vertreter von Finanzinstituten, Ratingagenturen, Nachhaltigkeitsorganisationen und einer Schweizer Hochschule.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird die Dimension «Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung » nicht in die bestehende Wesentlichkeitsmatrix integriert. Die vier Themen, welchen von externen Stakeholdern die stärkste Auswirkung auf die nachhaltige Entwicklung attestiert wurde, sind:

  • Verantwortungsbewusste Anlagetätigkeit
  • Verantwortungsvolles Immobilienmanagement
  • Risikomanagement
  • Datenschutz und Informationssicherheit

Bewertungsverfahren und Ergebnisse

Die Relevanz resp. die Auswirkungen potenziell wichtiger Themen wurden von allen befragten Personen auf einer Vier-Punkte-Skala bewertet und zugeordnet. Dabei wurde zwischen «hoher Relevanz», «signifikanter Relevanz», «moderater Relevanz» und «tiefer Relevanz» unterschieden.

Die im Fragebogen enthaltenen Themen «Innovation» und «Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz» wurden in der Wesentlichkeitsanalyse vom Grossteil der befragten Personen – sowohl intern wie auch extern – als weniger relevant angesehen und sind daher nicht Teil der neuen Wesentlichkeitsmatrix.

Im Vergleich zur bisherigen Matrix gab es zudem einige Umbenennungen und es wurden neue Themen eingeführt:

Anpassungen der Themen im Vergleich zur bisherigen Matrix

UnverändertNeue BezeichnungNeues Thema
Volkswirtschaftliche VerantwortungRisikomanagement (bisher: Risikomanagement und Compliance)Verantwortungsvolles Immobilienmanagement
Umwelt- und KlimaschutzProfitabilität und Wachstum (bisher: Nachhaltige Profitabilität)Datenschutz und Informationssicherheit
MenschenrechteProdukte, Dienstleistungen und Beratung (bisher: Produkte und Dienstleistungen)Digitalisierung
Nachhaltige BeschaffungPeople Centricity (bisher: Kundenorientierung)Corporate Governance
Verantwortungsbewusste Anlagetätigkeit (bisher: Anlagestrategie)Korruptionsbekämpfung und lauterer Wettbewerb
Vielfalt, Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit (bisher: Gleichbehandlung und Diskriminierungsfreiheit sowie Vielfalt und Chancengleichheit)Corporate Citizenship
Mitarbeiterentwicklung und -bindung (bisher: Commitment und Förderung der Mitarbeitenden)
Selbstbestimmtes Leben in Zeiten von demografischem Wandel (bisher: Demografischer Wandel)

Die Konzernleitung hat im November 2019 die erarbeitete Wesentlichkeitsmatrix validiert und verabschiedet (GRI 102-46).