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Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung

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1 Allgemeine Informationen

Die Swiss Life-Gruppe ist ein führender europäischer Anbieter von umfassenden Vorsorge- und Finanzlösungen. In den Kernmärkten Schweiz, Frankreich und Deutschland bietet Swiss Life über eigene Agenten sowie Vertriebspartner wie Makler und Banken ihren Privat- und Firmenkunden eine umfassende und individuelle Beratung sowie eine breite Auswahl an eigenen und Partnerprodukten an.

Die Beraterinnen und Berater von Swiss Life Select, tecis, Horbach, Proventus und Chase de Vere wählen anhand des Best-Select-Ansatzes die für ihre Kunden passenden Produkte am Markt aus. Swiss Life Asset Managers öffnet institutionellen und privaten Anlegern den Zugang zu Anlageund Vermögensverwaltungslösungen. Multinationale Unternehmen unterstützt Swiss Life mit Personalvorsorgelösungen und vermögende Privatkunden mit strukturierten Vorsorgeprodukten.

Ausschüttung aus der Reserve aus Kapitaleinlagen

Für das Geschäftsjahr 2015 wurden im Jahr 2016 anstelle einer Gewinnverteilung CHF 271 Millionen (CHF 8.50 je Namenaktie) aus der Reserve aus Kapitaleinlagen an die Aktionäre der Swiss Life Holding AG (im Folgenden Swiss Life Holding) ausgeschüttet.

Genehmigung der Jahresrechnung

Mit Beschluss vom 13. März 2017 hat der Verwaltungsrat die Jahresrechnung und den Finanzbericht verabschiedet und zur Veröffentlichung freigegeben. Deshalb spiegelt der Finanzbericht nur Ereignisse wider, welche bis zu jenem Zeitpunkt eingetreten sind.

2 Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze

Nachfolgend sind die wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze aufgeführt; sofern nicht anders vermerkt, wurden sie auf alle hier dargestellten Berichtsperioden angewendet.

2.1 Grundlage der Berichterstattung

Die konsolidierte Jahresrechnung von Swiss Life wurde in Übereinstimmung mit den «International Financial Reporting Standards» (IFRS) erstellt. Sie basiert auf dem Anschaffungswertprinzip mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum Fair Value bilanziert wurden: Derivate, erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, als jederzeit verkäuflich klassifizierte finanzielle Vermögenswerte sowie Investitionsliegenschaften.

Die Erstellung des Abschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert einige wichtige Schätzungen. Ferner werden vom Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze Beurteilungen verlangt. Bereiche mit einem höheren Beurteilungsbedarf bzw. höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen für die konsolidierte Jahresrechnung massgebend sind, sind in Anhang 3 aufgeführt.

Rundungen können dazu führen, dass Beträge nicht genau aufgehen.

2.2 Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze

Im Jahr 2016 wurden keine neuen oder überarbeiteten Rechnungslegungsgrundsätze oder Interpretationen angewandt.

2.3 Umgliederungen in der konsolidierten Bilanz

Um die Konsistenz bei der Darstellung von Posten der konsolidierten Bilanz zu verbessern, wurden folgende Umgliederungen vorgenommen:

Per 1. Januar 2015 wurden zedierte Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung und zedierte Überschussbeteiligungen in Höhe von CHF 101 Millionen aus Darlehen und Forderungen in Guthaben aus Rückversicherung umgegliedert (31.12.2015: CHF 102 Millionen).

Per 1. Januar 2015 wurden erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 24 325 Millionen im Zusammenhang mit anteilgebundenen Lebensversicherungsverträgen in Kapitalanlageverträge und anteilgebundene Lebensversicherungsverträge umgegliedert (31.12.2015: CHF 22 615 Millionen). Im Zusammenhang mit nicht beherrschenden Anteilen an Anlagefonds wurden erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 1090 Millionen in übrige finanzielle Verbindlichkeiten umgegliedert (31.12.2015: CHF 2496 Millionen).

2.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die konsolidierte Jahresrechnung der Swiss Life-Gruppe beinhaltet Aktiven, Passiven, Ertrag und Aufwand der Swiss Life Holding und ihrer Tochterunternehmen. Ein Tochterunternehmen ist ein Unternehmen, das von der Swiss Life Holding kontrolliert wird. Von Kontrolle wird gesprochen, wenn die Swiss Life Holding über Bestimmungsmacht über das Tochterunternehmen verfügt, Risiken im Zusammenhang mit variablen wirtschaftlichen Erfolgen aus dem Engagement beim Tochterunternehmen ausgesetzt ist oder über damit verbundene Rechte verfügt oder die Möglichkeit besitzt, durch Ausübung ihrer Bestimmungsmacht die wirtschaftlichen Erfolge des Tochterunternehmens zu beeinflussen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt des Übergangs der entsprechenden Kontrolle. Alle konzerninternen Bilanzposten und Transaktionen sowie nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert. Nicht realisierte Verluste wurden eliminiert, soweit keine Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts vorlagen. Eine Auflistung der Tochterunternehmen der Gruppe ist in Anhang 35 zu finden. Die finanziellen Auswirkungen des Erwerbs und der Veräusserung von Tochterunternehmen auf die Rechnungslegung sind in Anhang 28 dargestellt. Veränderungen der Eigentumsanteile der Gruppe an Tochterunternehmen, die bei der Gruppe nicht zu einem Verlust der Kontrolle über die Tochterunternehmen führen, gelten als Eigenkapitaltransaktionen.

Die Swiss Life-Gruppe verwaltet als Fondsmanagerin verschiedene Anlagefonds. Zur Bestimmung, ob die Gruppe einen Anlagefonds kontrolliert, werden sämtliche wirtschaftlichen Interessen (inkl. Performancegebühren, falls relevant) berücksichtigt sowie Rechte von Drittpersonen, den Fondsmanager ohne Angabe eines Grundes abzuberufen («Kick-out»-Rechte).

Assoziierte Unternehmen, auf die die Gruppe massgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Massgeblicher Einfluss ist das Recht auf Mitwirkung an den finanzund geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens, nicht aber die Kontrolle oder die gemeinschaftliche Führung desselben. Die Beteiligung wird zunächst zu Anschaffungskosten erfasst und in der Folge angepasst, um den Anteil der Gruppe am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens in der Erfolgsrechnung und den Anteil der Gruppe an den Veränderungen des übrigen Gesamterfolgs des Beteiligungsunternehmens im übrigen Gesamterfolg zu erfassen. Der Anteil der Gruppe am Jahresgewinn wird vom Beginn des massgeblichen Einflusses bis zu dessen Ende einbezogen. Nicht realisierte Gewinne aus Geschäften mit assoziierten Unternehmen werden in Höhe der Beteiligung der Gruppe eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden eliminiert, soweit keine Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts vorliegen. Der Buchwert schliesst den Goodwill aus Akquisitionen ein.

Die Gruppe hat beschlossen, im Einklang mit IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen» bestimmte assoziierte Unternehmen, die von Wagniskapitalunternehmen und fondsgebundenen Versicherungen gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten. Veränderungen des Fair Value solcher Beteiligungen sind in den Gewinnen/ Verlusten auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto) enthalten.

Eine Auflistung der wichtigsten assoziierten Unternehmen der Gruppe ist in Anhang 15 zu finden.

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen jenen Teil des Ergebnisses und des Nettovermögens eines Tochterunternehmens, der auf Anteile entfällt, die nicht direkt oder indirekt über andere Tochterunternehmen vom Mutterunternehmen kontrolliert werden. Sie umfassen den Anteil am Net Fair Value der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen, der weder direkt noch indirekt zum Zeitpunkt des ursprünglichen Erwerbs auf das Mutterunternehmen entfällt, gegebenenfalls den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Goodwill sowie den Anteil an der Veränderung des Eigenkapitals, der seit der Übernahme weder direkt noch indirekt auf das Mutterunternehmen entfällt. Die Finanzdaten zu Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sind in Anhang 26 zusammengefasst.

2.5 Fremdwährungsumrechnung und Transaktionen

Funktionale und Darstellungswährung

Die Positionen der Jahresrechnung werden in der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds gemessen, in dem die Konzerngesellschaften tätig sind («funktionale Währung»). Die Darstellungswährung der Gruppe ist der Schweizer Franken (CHF). Der Konzernabschluss ist in Millionen Franken dargestellt.

Umrechnungskurse Fremdwährungen

31.12.201631.12.2015Durchschnitt 2016Durchschnitt 2015
1 britisches Pfund (GBP)1.25571.47291.33531.4718
1 tschechische Krone (CZK)0.03970.04020.04030.0392
1 Euro (EUR)1.07281.08631.09041.0689
100 polnische Zloty (PLN)25.447025.5327
1 Singapur-Dollar (SGD)0.70310.70550.71350.7004
1 US-Dollar (USD)1.01720.99970.98520.9630
Fremdwährungsumrechnung

Aktiven und Verbindlichkeiten aus Jahresrechnungen von Gruppengesellschaften, die nicht in Schweizer Franken erstellt wurden, werden bei der Konsolidierung zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die Umrechnung der entsprechenden Posten der Erfolgsrechnung erfolgt zu Durchschnittskursen für das betreffende Jahr. Goodwill, der vor dem 1. Januar 2005 ausgewiesen wurde, wird zu den entsprechenden historischen Kursen umgerechnet. Goodwill, bei dem der Erwerbszeitpunkt auf den 1. Januar 2005 oder später fällt, wird in der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbereichs ausgewiesen und zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im übrigen Gesamterfolg verbucht. Bei Veräusserung von ausländischen Unternehmen fliessen die entsprechenden Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Verkauf direkt in die Erfolgsrechnung.

Fremdwährungstransaktionen

Die Fremdwährungstransaktionen der einzelnen Gruppengesellschaften werden zu Kursen des Transaktionsdatums umgerechnet. Ausstehende Beträge in Fremdwährungen werden bei monetären Posten zu Jahresendkursen bewertet, während nicht monetäre Posten zu historischen Kursen bewertet werden. Zum Fair Value bilanzierte nicht monetäre Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunkts umgerechnet.

2.6 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bargeld, Sichteinlagen sowie kurzfristigen, sehr liquiden Anlagen zusammen, deren Laufzeit höchstens 90 Tage beträgt. Der Posten enthält flüssige Mittel auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe.

2.7 Derivate

Die Gruppe schliesst Terminkontrakte, Futures, Forward Rate Agreements, Währungs- und Zinsswaps, Optionen sowie andere Derivate zur Sicherung von Risikopositionen oder zu Handelszwecken ab. Die Nennbeträge oder Kontraktvolumina von Derivaten, welche zur Darstellung des Volumens von ausstehenden Finanzinstrumenten und als Basis für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten dienen, entsprechen, mit Ausnahme bestimmter Devisenkontrakte, nicht den Beträgen, die effektiv zwischen den Parteien ausgetauscht werden. Sie liefern demzufolge keine Angaben über das Ausfallrisiko, dem die Gruppe ausgesetzt ist. Die ausgetauschten Beträge werden auf Basis der Nennbeträge bzw. der Kontraktvolumina und anderer Konditionen der Derivate berechnet, die ihrerseits auf Zinssätzen, Wechselkursen, Wertpapierkursen und der Volatilität dieser Kurse bzw. Preise beruhen.

Sämtliche Derivate werden am Tag des Vertragsabschlusses zuerst zum Fair Value erfasst und in der Folge neu zum Fair Value bewertet. Dabei werden für die Gruppe vorteilhafte Positionen als Vermögenswerte aufgeführt, nachteilige Positionen als Verbindlichkeiten. Gewinne und Verluste, die sich bei der Neubewertung zum Fair Value ergeben, werden sogleich erfolgswirksam verbucht. Ausgenommen hiervon sind Derivate, welche als Cashflow-Hedges oder zur Absicherung von Nettoinvestitionen eingesetzt werden.

In anderen Finanzinstrumenten oder in Versicherungsverträgen eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet, ausser es handelt sich um Rückkaufsoptionen zu einem festen Ausübungspreis, die in Basisversicherungsverträgen und -kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung eingebettet sind. Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. In Versicherungsverträge eingebettete Derivate, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt. Optionen, Garantien und andere Derivate, die in einen Versicherungsvertrag eingebettet sind und kein Versicherungsrisiko beinhalten, werden als Derivate ausgewiesen.

Derivative und andere Finanzinstrumente werden ebenfalls eingesetzt, um Zinsänderungs-, Währungs- und andere Risiken abzusichern bzw. anders zu gestalten, falls bestimmte Kriterien zutreffen. Solche Finanzinstrumente dienen der Kompensation von Änderungen im Fair Value eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit und nicht erfasster fester Verpflichtungen (Fair-Value-Hedge) bzw. von Änderungen bei künftigen Mittelflüssen eines Vermögenswerts, einer Verbindlichkeit oder einer sehr wahrscheinlichen vorgesehenen Transaktion (Cashflow- Hedge) oder zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Betriebseinheiten. Bei einem qualifizierten Fair-Value-Hedge wird die Änderung des Fair Value eines derivativen Sicherungsinstruments erfolgswirksam erfasst. Die einem gesicherten Risiko zurechenbare Änderung des Fair Value eines gesicherten Grundgeschäfts bewirkt eine Anpassung von dessen Buchwert und wird ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Bei einem qualifizierten Cashflow-Hedge wird der sicherungswirksame Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus einem derivativen Sicherungsinstrument im übrigen Gesamterfolg erfasst. Sämtliche nicht wirksamen Teile des Gewinns bzw. Verlusts werden sogleich erfolgswirksam erfasst. Falls eine gesicherte vorgesehene Transaktion zur Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit führt, wird der entsprechende im übrigen Gesamterfolg erfasste Gewinn oder Verlust während des Zeitraums, in dem das gesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam ist, in die Erfolgsrechnung übertragen. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft oder verkauft wird oder wenn ein Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllt, verbleibt der zu jenem Zeitpunkt kumulierte Gewinn oder Verlust aus Sicherungsgeschäften im übrigen Gesamterfolg und wird erst dann verbucht, wenn die vorgesehene Transaktion definitiv erfolgswirksam erfasst wird. Wenn der Eintritt der Transaktion nicht mehr zu erwarten ist, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust aus Sicherungsgeschäften sofort aus dem übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung übertragen.

Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Betriebseinheiten werden ähnlich wie Cashflow-Hedges verbucht. Dabei wird der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument im übrigen Gesamterfolg erfasst, während der nicht wirksame Teil unmittelbar in der Erfolgsrechnung erfasst wird. Die im übrigen Gesamterfolg erfassten Gewinne oder Verluste werden bei der Veräusserung von ausländischen Betriebseinheiten in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Ist eine Sicherungsbeziehung nicht mehr wirksam, bzw. sie läuft aus oder wird beendet, wird das betreffende Geschäft von diesem Zeitpunkt an nicht mehr als Sicherungsbeziehung bilanziert.

2.8 Finanzielle Vermögenswerte

«Übliche» Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Die Amortisation bzw. die Zuschreibung der Differenz zwischen Anschaffungspreis und Rückzahlungsbetrag erfolgt unter Verwendung der Effektivzinsmethode und wird über die Laufzeit des Vermögenswerts im Zinsertrag erfasst. Dividenden auf Aktien werden per Ausschüttungsdatum als Ertrag verbucht. Zinserträge werden zeitlich abgegrenzt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Ansprüche auf die Mittelflüsse aus ihm erloschen sind oder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen wurden oder die Risiken und Chancen weder übertragen noch behalten wurden, die Kontrolle des Vermögenswerts jedoch übertragen wurde.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte

Zu den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten zählen als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestufte finanzielle Vermögenswerte. Diese finanziellen Vermögenswerte werden in folgenden Fällen bei der Ersterfassung unwiderruflich als solche eingestuft:

  • Finanzielle Vermögenswerte, mit denen Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und Verbindlichkeiten aus Kapitalanlageverträgen auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe (anteilgebundene Verträge, Separate Accounts und Private Placement Life Insurance) unterlegt sind, um inkonsistente Bewertungen der entsprechenden Verbindlichkeiten zu verringern oder zu beseitigen.
  • Bestimmte Eigenkapitalinstrumente, deren Kurs in einem aktiven Markt gestellt wird und die auf Fair-Value-Basis verwaltet werden.
  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit eingebetteten Derivaten, die anderenfalls gesondert erfasst werden müssten.
  • Bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bei denen Inkongruenzen bei der Bewertung oder der Erfassung («Rechnungslegungsanomalie») vermieden werden können, die sonst entstehen würden, wenn ihre Bewertung oder die Erfassung von daraus resultierenden Gewinnen und Verlusten auf unterschiedlicher Grundlage erfolgt.

Zinsen, Dividendenerträge sowie realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste sind unter «Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value (FVPL) bewerteten Finanzinstrumenten (netto)» erfasst.

Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, die als jederzeit verkäuflich eingestuft sind, werden zum Fair Value ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte werden als jederzeit verkäuflich eingestuft, wenn sie nicht die Voraussetzungen für eine Einstufung als bis zum Verfall gehalten, als Kredite und Forderungen erfüllen und nicht als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft sind. Gewinne und Verluste aus Änderungen des Fair Value von jederzeit verkäuflichen Kapitalanlagen, also die Differenz zwischen Fair Value und (fortgeführten) Anschaffungskosten, werden im übrigen Gesamterfolg ausgewiesen. Bei der Veräusserung einer jederzeit verkäuflichen Kapitalanlage wird der kumulative Gewinn oder Verlust vom übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung der betreffenden Rechnungsperiode umgebucht. Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden anhand der Durchschnittskostenmethode ermittelt.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixierten oder abschätzbaren Zahlungen. Zu den Krediten gehören von der Gruppe gewährte Darlehen und Kapitalanlagen in Schuldinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt kotiert sind und deren Verkauf kurzfristig nicht beabsichtigt ist. Kredite werden zum Fair Value abzüglich Transaktionsoder direkter Gestehungskosten erfasst. Danach erfolgt die Bewertung mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte, die aufgrund eines nicht mehr vorhandenen aktiven Markts von «jederzeit verkäuflich» in Darlehen umgegliedert wurden, werden nicht wieder in «jederzeit verkäuflich » umgegliedert, sollte der Markt wieder aktiv werden.

Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte

Übertragungen von Wertschriften im Rahmen von Repurchase- oder Leihvereinbarungen werden weiterhin erfasst, wenn im Wesentlichen sämtliche mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei Swiss Life liegen. Diese Übertragungen werden als besicherte Kredite verbucht, das heisst, es werden der erhaltene Betrag sowie eine entsprechende Rückzahlungsverpflichtung erfasst, welche unter übrigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen wird.

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden und bei denen der Empfänger das Recht hat, die als Sicherheit gegebenen Wertschriften zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, werden zu als Sicherheit verpfändeten finanziellen Vermögenswerten umgegliedert.

Die Bewertung erfolgt nach denselben Regeln wie bei entsprechenden uneingeschränkten finanziellen Vermögenswerten.

2.9 Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Die Gruppe überprüft den Buchwert von finanziellen Vermögenswerten zum Bilanzstichtag auf Anzeichen einer Wertminderung.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die Gruppe prüft an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Sie stellt fest, ob bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf individuelle Wertminderung und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen nicht bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf kollektive Wertminderung vorliegt.

Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten ist nur dann im Wert gemindert und Wertminderungen sind nur dann entstanden, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach der Ersterfassung des Vermögenswerts eintraten (ein «Verlustereignis »), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und dieses Verlustereignis (oder -ereignisse) eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Mittelflüsse des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Bis zum Verfall gehaltene Vermögenswerte sowie Darlehen und Forderungen werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Darlehen und Forderungen oder bei bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Mittelflüsse (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle), diskontiert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Verlustbetrag ist erfolgswirksam zu erfassen. Bei Krediten oder bis zum Verfall gehaltenen Kapitalanlagen mit variabler Verzinsung ist der zur Bestimmung der Wertberichtigung verwendete Diskontsatz der im Vertrag vereinbarte aktuelle effektive Zinssatz.

Zur kollektiven Beurteilung von Wertminderungen werden die finanziellen Vermögenswerte anhand ähnlicher Ausfallrisikoprofile in Gruppen zusammengefasst. Diese Profile sind wichtig für die Schätzung künftiger Mittelflüsse aus Gruppen solcher Vermögenswerte, weil sie Aufschluss über die Fähigkeit der Schuldner geben, alle fälligen Beträge gemäss den Vertragsbedingungen der zu beurteilenden Vermögenswerte zu bezahlen.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden (beispielsweise die Verbesserung des Bonitätsratings eines Schuldners), wird die früher erfasste Wertminderung durch Anpassung des Wertberichtigungskontos um die Differenz zwischen dem Buchwert und den neuen fortgeführten Anschaffungskosten rückgängig gemacht. Der Betrag der Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Zum Fair Value erfasste finanzielle Vermögenswerte (jederzeit verkäuflich)

Zu jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Fall eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Beteiligungsinstruments wird die Tatsache, dass der Fair Value der Wertschrift in bedeutendem Mass oder während längerer Zeit unter den Anschaffungskosten liegt, als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung eingestuft. Als bedeutend gilt in dieser Hinsicht ein Rückgang des Fair Value um mehr als 30%, und als längere Zeit wird ein Zeitraum von zwölf Monaten oder mehr erachtet. In solch einem Fall wird die Wertminderung – also die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen Fair Value – aus dem übrigen Gesamterfolg ausgebucht und in der Erfolgsrechnung erfasst. Nach der Erfassung einer Wertminderung wird jede weitere Minderung des Fair Value in der Erfolgsrechnung erfasst, und darauf folgende Wertsteigerungen des Fair Value werden im übrigen Gesamterfolg erfasst.

Jederzeit verkäufliche Schuldinstrumente werden auf Wertminderungen überprüft, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating) oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist. Steigt der Fair Value eines als jederzeit verkäuflich eingestuften Schuldinstruments in einer späteren Rechnungsperiode und ist der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückzuführen, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird diese über die Erfolgsrechnung zurückgebucht.

Wertminderungen werden in der Erfolgsrechnung als Teil der Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto) dargestellt.

2.10 Investitionsliegenschaften

Investitionsliegenschaften sind Immobilien (Grundstücke, Gebäude oder beides), die von der Gruppe zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder von Wertsteigerung und nicht zu Verwaltungszwecken gehalten werden.

Sie umfassen fertiggestellte und im Bau befindliche Investitionsliegenschaften. Fertiggestellte Investitionsliegenschaften bestehen aus Kapitalanlagen in Wohngebäuden, Geschäftsliegenschaften und gemischt genutzten Liegenschaften, die grösstenteils in der Schweiz liegen.

Einige Liegenschaften werden teilweise zur Erzielung von Mieteinnahmen oder einem Kapitalzuwachs gehalten und teilweise zur Selbstnutzung. Wenn diese Teile separat verkauft werden können, werden sie auch separat bilanziert. In den übrigen Fällen gilt die Liegenschaft nur dann als Investitionsliegenschaft, wenn lediglich ein unbedeutender Teil zur Selbstnutzung gehalten wird.

Investitionsliegenschaften werden zum Fair Value ausgewiesen, und Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. Der Fair Value wird entweder anhand regelmässiger unabhängiger Bewertungen oder anhand diskontierter zukünftiger Mittelflüsse ermittelt. Die Bewertung aller Investitionsliegenschaften wird mindestens alle drei Jahre von einem unabhängigen anerkannten Bewerter überprüft. Mieteinnahmen werden linear über die Dauer des Mietverhältnisses erfasst. Der Fair Value einer Investitionsliegenschaft wird anhand ihrer höchst- und bestmöglichen Nutzung ermittelt. Sie berücksichtigt die Nutzung des Vermögenswerts, die physisch möglich, rechtlich zulässig und finanziell sinnvoll ist.

Im Bau befindliche Investitionsliegenschaften werden ebenfalls zum Fair Value bewertet; Änderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst. Lässt sich der Fair Value jedoch nicht zuverlässig bestimmen, werden die Investitionsliegenschaften entweder bis zum Bauabschluss oder bis zum Zeitpunkt, an dem sich der Fair Value zuverlässig bestimmen lässt, zu Anschaffungskosten bewertet.

Investitionsliegenschaften, die für die weitere Nutzung als Investitionsliegenschaften saniert werden oder für die der Markt weniger aktiv geworden ist, werden weiterhin zum Fair Value bewertet.

Wird eine Betriebsliegenschaft aufgrund einer Nutzungsänderung zur Investitionsliegenschaft, so wird die positive Differenz zwischen ihrem Buchwert und ihrem Fair Value zum Zeitpunkt der Übertragung im übrigen Gesamterfolg erfasst. Macht ein Anstieg des Fair Value jedoch eine vorherige Wertminderung rückgängig, so wird dieser Anstieg in der Erfolgsrechnung erfasst. Ein resultierender Rückgang des Buchwerts der Liegenschaft wird im Nettoergebnis der betreffenden Rechnungsperiode erfasst. Bei der Veräusserung einer solchen Investitionsliegenschaft wird ein zuvor im übrigen Gesamterfolg enthaltener Bewertungsgewinn in die Gewinnreserven umgebucht; die Umbuchung erfolgt nicht über die Erfolgsrechnung.

Wird eine Investitionsliegenschaft selbst genutzt, wird sie zu den Sachanlagen umgegliedert, und zu Bewertungszwecken wird ihr Fair Value zum Zeitpunkt der Umgliederung künftig als Anschaffungskosten angesetzt.

2.11 Versicherungsgeschäft

Definition von Versicherungsverträgen

Versicherungsverträge sind Verträge, nach denen eine Partei ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbart, dem Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein bestimmtes ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Ein signifikantes Versicherungsrisiko besteht, wenn ein versichertes Ereignis bewirken könnte, dass ein Versicherer unter irgendwelchen Umständen bedeutende zusätzliche Leistungen zu erbringen hat. Davon ausgenommen sind die Umstände, denen es an kommerzieller Bedeutung fehlt, das heisst, die keine wahrnehmbare Wirkung auf die wirtschaftliche Sicht des Geschäfts haben. Bei der Klassifizierung von Verträgen werden sowohl von der Gruppe ausgestellte Versicherungsverträge als auch von der Gruppe gehaltene Rückversicherungsverträge identifiziert. Als Versicherungsverträge betrachtet die Swiss Life- Gruppe grundsätzlich alle Verträge, welche die Erbringung zusätzlicher Leistungen in Höhe von mehr als 10% der Leistungen erfordern, die zu erbringen wären, wenn das versicherte Ereignis nicht eingetreten wäre, ausgenommen die sogenannten kommerziell unbedeutenden Umstände.

Die Gruppe hat bei allen Verträgen den Umfang des Versicherungsrisikos eingeschätzt. Verträge, bei denen zunächst kein Versicherungsrisiko übertragen wird, wohl aber später, werden von Anfang an als Versicherungsverträge eingestuft, es sei denn, der Gruppe steht es frei, die Versicherungsprämie später festzulegen. In diesem Fall wird der Vertrag erst dann als Versicherungsvertrag eingestuft. Ein Vertrag, der die Kriterien für einen Versicherungsvertrag erfüllt, gilt so lange als Versicherungsvertrag, bis alle Rechte und Pflichten abgelöst oder erloschen sind.

Verträge, bei denen keine signifikante Übertragung eines Versicherungsrisikos vom Versicherungsnehmer auf die Gruppe stattfindet, werden als Kapitalanlageverträge eingestuft.

Kapitalverträge mit und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung

Für Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (siehe unten) gelten dieselben Ansatz- und Bewertungsgrundsätze wie für Versicherungsverträge. Bei Kapitalanlageverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung kommen die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente zur Anwendung.

Ansatz- und Bewertungsgrundsätze

Vorbehaltlich bestimmter Einschränkungen verwendet die Gruppe für den Ansatz und die Bewertung der von ihr ausgegebenen Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (einschliesslich der jeweiligen aktivierten Abschlusskosten und immateriellen Vermögenswerte) sowie der von ihr gehaltenen Rückversicherungsverträge ihre bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze. Die bestehenden Rechnungslegungsgrundsätze für Ansatz und Bewertung orientieren sich in erster Linie an den Anforderungen der allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätze in den USA (Stand US GAAP per Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 4 Phase I).

Die Rechnungslegungsgrundsätze für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung wurden angepasst, so dass sie die IFRS-Anforderungen erfüllen. Hinweise zu ähnlichen und verwandten Themen, Definitionen, Ansatz- und Bewertungskriterien für Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen gemäss IASB-Rahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen wurden berücksichtigt.

Ermessensabhängige Überschussbeteiligung

Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung ist in IFRS 4 «Versicherungsverträge» als ein vertragliches Recht definiert, als Ergänzung zu garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen zu erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen und deren Betrag oder Fälligkeit vertraglich im Ermessen des Verpflichteten liegt. Die ermessensabhängige Überschussbeteiligung beruht vertraglich auf dem Ergebnis eines bestimmten Bestands an Verträgen oder eines bestimmten Typs von Verträgen, auf den realisierten und nicht realisierten Kapitalerträgen eines bestimmten Portfolios von Vermögenswerten, die vom Verpflichteten gehalten werden, oder auf dem Gewinn oder Verlust der Gesellschaft. Die nicht realisierten Kapitalerträge umfassen Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden.

Die Überschussanteile, die den Versicherungsnehmern im überschussberechtigten Versicherungsgeschäft (Versicherungs- und Kapitalanlageverträge) in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und Liechtenstein zugewiesen werden, entsprechen im Allgemeinen der Definition der ermessensabhängigen Überschussbeteiligung in IFRS 4 «Versicherungsverträge».

IFRS 4 «Versicherungsverträge» enthält keine Angaben zur Bewertung der als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge. Dieses Thema wird in Phase II des Projekts Versicherungsverträge des International Accounting Standards Board geklärt.

Die als ermessensabhängige Überschussbeteiligung identifizierten Beträge wurden wie folgt bilanziert:

In Rechtsordnungen, die keine gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») vorsehen, kann das Management die Überschusszuteilung vertraglich festlegen. Dadurch können die Versicherungsnehmer ergänzend zu den garantierten Leistungen zusätzliche Leistungen erhalten, die wahrscheinlich einen signifikanten Anteil an den gesamten vertraglichen Leistungen ausmachen; eine entsprechende Verbindlichkeit wird gebildet. Soweit Höhe und/oder Zeitpunkt ermessensabhängig sind, werden die Beträge unter den Verbindlichkeiten für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen ausgewiesen. Die im gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss für Überschussanteile der Versicherungsnehmer gebildete Rückstellung gilt somit als ermessensabhängig. Bei diesen Verträgen wird die gesamte ermessensabhängige Überschussbeteiligung als Verbindlichkeit eingestuft.

In anderen Rechtsordnungen besteht für bestimmte Geschäftsarten eine gesetzliche Mindestausschüttungsquote. Dies gilt für folgende Länder, in denen die Swiss Life-Gruppe tätig ist: Schweiz (nur für Kollektivgeschäft), Frankreich (Lebensversicherungsgeschäft) und Deutschland. Bei diesen Verträgen setzt sich die ermessensabhängige Überschussbeteiligung folgendermassen zusammen: einerseits aus den Rückstellungen für die Überschussanteile der Versicherungsnehmer gemäss dem gesetzlich vorgeschriebenen Abschluss. Andererseits aus den gemäss der gesetzlichen Mindestausschüttungsquote («Legal Quote») bemessenen temporären Bewertungsdifferenzen, die sich zwischen den auf IFRS-Basis und den auf statutarischer Basis ermittelten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des jeweiligen Versicherungsportefeuilles ergeben. Die Swiss Life- Gruppe stuft eine so definierte ermessensabhängige Überschussbeteiligung grundsätzlich vollständig als Verbindlichkeit ein.

Fallen solche temporären Bewertungsdifferenzen weg, beispielsweise wenn das Management entscheidet, bestimmte nicht realisierte Gewinne und Verluste zu realisieren, werden die zusätzlichen Leistungen, die aus der Anwendung der gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten resultieren, den Versicherungsnehmern als Teil ihrer garantierten Leistungen zugeteilt. Diese Beträge werden immer als Verbindlichkeiten erfasst.

Die Realisierung von Gewinnen oder Verlusten auf Vermögenswerten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Bewertung von Verbindlichkeiten aus ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Folglich werden Änderungen dieser Verbindlichkeiten nur dann im übrigen Gesamterfolg erfasst, wenn die Bewertungsdifferenzen auf den Vermögenswerten aus im übrigen Gesamterfolg erfassten Gewinnen oder Verlusten resultieren («Schattenbilanzierung»).

Da die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern aus dem Versicherungsgeschäft vollumfänglich verbucht werden, wurden keine weiteren Verbindlichkeiten aus ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen gebildet.

Für die Geschäftsbereiche der Swiss Life-Gruppe gelten folgende gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten:

Schweiz

Kollektivgeschäft mit gesetzlicher Mindestquote: Mindestens 90% der Bruttoerträge aus den Spar-, Risiko- und Kostenkomponenten abzüglich der entsprechenden Aufwendungen müssen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden. Übriges Geschäft: keine gesetzliche Mindestquote.

Frankreich

Im Lebensversicherungsgeschäft werden mindestens 85% der Nettoanlageerträge abzüglich 100% des garantierten Mindestzinses auf Einlagen der Versicherungsnehmer und 90% der übrigen Ergebnisse den Versicherungsnehmern zugewiesen.

Deutschland

Mindestens 90% der Nettoanlageerträge abzüglich 100% des garantierten Mindestzinses auf Einlagen der Versicherungsnehmer (Zinsergebnis), mindestens 90% des Risikoergebnisses und mindestens 50% des positiven Kostenergebnisses werden den Versicherungsnehmern zugewiesen. Ein negatives Anlageergebnis kann mit anderen positiven Ertragsquellen kompensiert werden.

Luxemburg/Liechtenstein

Keine gesetzlichen Mindestausschüttungsquoten.

Nicht ermessensabhängige Überschussbeteiligungen

Bestimmte Überschussbeteiligungssysteme erfüllen die Kriterien für ermessensabhängige Überschussbeteiligungen nicht. Bei diesen Überschussbeteiligungen kann es sich um garantierte Elemente handeln. Einige Überschussanteile beruhen auf Benchmark-Zinssätzen, die den Versicherungsnehmern gutgeschrieben werden. Bei bestimmten Produkten richten sich die Überschussanteile nach der Entwicklung biometrischer Parameter wie Sterblichkeit und Morbidität. Diese Überschussanteile werden in Abhängigkeit vom Risikoergebnis der beteiligten Verträge zugewiesen. Die Höhe und der Zeitpunkt dieser Überschussanteile liegen nicht im Ermessen des Managements und werden auf Basis der relevanten vertraglichen Bestimmungen als Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern abgegrenzt.

Bei Produkten mit Anlagecharakter werden die Überschussanteile auf den Einlagen der Versicherungsnehmer nur dann abgegrenzt, wenn die Versicherungsnehmer bei einem Rückkauf zum Bilanzstichtag einen Anspruch darauf haben.

Erträge und diesbezügliche Aufwendungen aus Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Prämien aus traditionellen Lebensversicherungsverträgen werden bei Fälligkeit verbucht. Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft werden zur Erfassung von künftigen Versicherungsleistungen und Aufwendungen gebildet. Leistungen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Prämieneingänge aus Verträgen mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life-Verträgen und anteilgebundenen Lebensversicherungsverträgen, werden als Einlagen erfasst. Lediglich die Teile der Prämienbeträge, welche zur Deckung der Versicherungsrisiken und der damit verbundenen Kosten verwendet werden, werden als Prämieneinnahmen verbucht. Diese umfassen Entgelte für die Risikodeckung sowie Verwaltungs- und Rückkaufskosten. Unter Aufwendungen verbuchte Versicherungsleistungen umfassen in der jeweiligen Berichtsperiode angefallene Versicherungsleistungen, welche die entsprechenden Einlagen der Versicherungsnehmer übersteigen, sowie Zinsen, die den Konten der entsprechend berechtigten Versicherungspolicen gutgeschrieben werden.

Prämien für Verträge mit kurzer Laufzeit (z. B. die meisten Verträge im Nichtlebengeschäft) werden zu Beginn der Laufzeit des betreffenden Versicherungsvertrags verbucht. Die verdienten Prämien werden im Allgemeinen auf Pro-rata-Basis über die Laufzeit der entsprechenden vertragsmässigen Deckung verbucht. Die Rückstellungen für noch nicht verdiente Prämien entsprechen dem Anteil an ausgewiesenen Prämien, welcher auf die noch verbleibende Versicherungsdauer entfällt.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Deckungskapital

Die Deckungskapitalien werden anhand der konstanten Nettoprämien-Methode berechnet. Je nach Gewinnbeteiligung basieren die Berechnungen auf unterschiedlichen versicherungsmathematischen Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zinssätzen, Anlagerenditen, Aufwendungen und Stornoraten, einschliesslich einer Marge für negative Abweichungen. Diese Annahmen werden zu Beginn bei der Ausfertigung der Versicherungspolice getroffen und – ausser bei Fehlbeträgen – nicht mehr angepasst.

Einlagen von Versicherungsnehmern

Bei Verträgen mit Anlagecharakter werden die vereinnahmten Sparprämien als Einlagen ausgewiesen (Deposit Accounting). Die Verbindlichkeiten für diese Verträge umfassen sämtliche erhaltenen Einlagen plus gutgeschriebene Zinsen abzüglich Aufwendungen, Versicherungsprämien sowie Rückkäufe.

Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten

Falls die tatsächlichen Ergebnisse erkennen lassen, dass künftige Verpflichtungen und nicht amortisierte aktivierte Abschlusskosten (DAC) durch den Buchwert der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft zusammen mit dem erwarteten künftigen Ertrag (abzüglich diesbezüglicher aktivierter Abschlusskosten (DAC) und immaterieller Vermögenswerte) nicht gedeckt werden können, wird das gesamte Defizit erfolgswirksam erfasst, entweder durch eine Reduktion der nicht amortisierten aktivierten Abschlusskosten (DAC) oder durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Der Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten erfolgt auf Portfolioebene zu jedem Berichtstermin in Übereinstimmung mit dem Test für das Vorliegen einer Verlustsituation und berücksichtigt aktuelle Schätzungen künftiger Mittelflüsse einschliesslich solcher, die sich aus eingebetteten Optionen und Garantien ergeben.

Schadenrückstellungen

Schadenrückstellungen werden für künftige Zahlungsverpflichtungen bezüglich Versicherungsschäden gebildet, für die im Allgemeinen entweder die Höhe der auszurichtenden Leistungen oder der Auszahlungstermin noch nicht feststeht. Sie umfassen Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Schäden, eingetretene, jedoch noch nicht gemeldete Schäden und Aufwendungen für Schadenregulierungen. Die Rückstellungen werden mittels versicherungsmathematischer Methoden berechnet und basieren auf Schätzungen der künftig effektiv für die vollständige Begleichung dieser Schäden zu leistenden Zahlungen. Die verwendeten Methoden werden regelmässig überprüft und aktualisiert. Die Schadenrückstellungen werden nicht diskontiert, mit Ausnahme der Rückstellungen für Schadenfälle, bei denen die Zahlungsmodalitäten abschätzbar bzw. fixiert sind.

Eingebettete Optionen und Garantien in Versicherungsverträgen

Versicherungsverträge enthalten oft eingebettete Derivate. Eingebettete Derivate, die nicht eng mit dem Basisversicherungsvertrag verbunden sind, werden gesondert erfasst und zum Fair Value bewertet. Eingebettete Optionen und Garantien, die eng mit Versicherungsverträgen verbunden sind oder selbst Versicherungsverträge sind, zum Beispiel garantierte Rentenoptionen oder garantierte Zinssätze, werden bei der Bewertung der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft berücksichtigt.

Rückversicherung

Die Gruppe übernimmt und/oder zediert Rückversicherungsrisiken im normalen Geschäftsverlauf. Guthaben aus Rückversicherung umfassen namentlich Forderungen gegenüber Erst- und Rückversicherungsgesellschaften für zedierte Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsverträgen werden in Übereinstimmung mit den rückversicherten Risiken und gemäss den Bestimmungen des betreffenden Rückversicherungsvertrags angesetzt. In der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung wird das Rückversicherungsgeschäft brutto verbucht, es sei denn, eine Nettodarstellung sei explizit erlaubt und beabsichtigt.

Verträge aus Rückversicherungen, welche keinen Transfer von Versicherungsrisiken bewirken, werden als finanzielle Rückversicherung erfasst und sind in den finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbuchung von Depotforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt aufgrund der bezahlten oder erhaltenen Gegenleistungen, abzüglich eindeutig bestimmter Prämien oder Gebühren, die von den Rückversicherten zurückbehalten werden. Diese Verträge werden im Allgemeinen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der effektive Zinssatz wird aufgrund der geschätzten künftigen Mittelflüsse berechnet.

Liegt bei einem Guthaben aus Rückversicherung eine Wertminderung vor, wird diese in der Erfolgsrechnung erfasst und der Buchwert wird entsprechend reduziert.

Verträge auf Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern (Separate-Account- bzw. anteilgebundene Verträge) / Private Placement Life Insurance

Bei Separate-Account-Verträgen handelt es sich in der Regel um Lebensversicherungsverträge mit einem ausgesonderten Teil, der in Vermögenswerte investiert wird, die auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe gemäss deren spezifischen Anlagezielen verwaltet werden. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen sind in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten. Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen umfassen das Recht des Versicherungsnehmers auf Beteiligung am Ergebnis der zugrunde liegenden Vermögenswerte.

Bei anteilgebundenen Verträgen handelt es sich um Versicherungs- oder Kapitalanlageverträge, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind. Bestimmte anteilgebundene Verträge enthalten garantierte Mindestversicherungsleistungen. Die Einlagekomponenten von Verbindlichkeiten aus anteilgebundenen Verträgen sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten («Entflechtung von Einlagekomponenten»). Sofern Komponenten der Verbindlichkeiten aus anteilgebundenen Verträgen der Deckung von Versicherungsrisiken dienen, werden diese unter den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft erfasst.

Verbindlichkeiten im Bereich Private Placement Life Insurance sind in den erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.

Anlagen aus Verträgen auf Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern sowie aus dem Bereich Private Placement Life Insurance sind in erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Derivaten und flüssigen Mitteln enthalten. Die entsprechenden Erträge, Gewinne oder Verluste sind in der Erfolgsrechnung unter den jeweiligen Posten erfasst. Die Gruppe hat die anfallenden Anschaffungskosten im Zusammenhang mit den Einlage- und den Versicherungskomponenten nach objektiven Kriterien deren Verhältnis entsprechend zugewiesen. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten (DAC) gilt für jenen Teil der Anschaffungskosten, der mit der Versicherungskomponente zusammenhängt. Der Rechnungslegungsgrundsatz betreffend die aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC) gilt für den verbleibenden Teil (siehe 2.17 Immaterielle Vermögenswerte).

Verwaltungs- und Rückkaufskosten werden als Policengebührenertrag erfasst.

2.12 Sachanlagen

Selbst genutzte Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Grundeigentum wird zu Anschaffungskosten bewertet und nicht abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen in der Regel linear über die geschätzte Nutzungsdauer: bei Gebäuden über 25 bis 50 Jahre, bei Einrichtungen über fünf bis zehn Jahre und bei Computer-Hardware über drei bis fünf Jahre.

Restwert und Nutzungsdauer der Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und bei Bedarf angepasst.

Spätere Kosten werden erst dann in den Buchwert der Vermögenswerte einbezogen bzw. als gesonderter Vermögenswert ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Vermögenswert verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen voraussichtlich der Gruppe zufliessen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Der übrige Reparatur- und Instandhaltungsaufwand wird in der Rechnungsperiode, in der er anfällt, erfolgswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten, welche direkt dem Bau oder Erwerb eines qualifizierten Vermögenswerts zugeschrieben werden können, werden als Teil der Kosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert. Realisierte Gewinne und Verluste aus Veräusserung werden durch Vergleich des Erlöses mit dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht erzielbar ist. Der Buchwert eines Vermögenswerts wird sofort auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben, wenn der Buchwert höher ist als der geschätzte erzielbare Betrag. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus Fair Value des Vermögenswerts abzüglich Veräusserungskosten und Nutzungswert.

2.13 Vorratsimmobilien

Vorratsimmobilien umfassen Land und Gebäude, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden oder sich in der Herstellung oder Entwicklung für einen solchen Verkauf befinden. Es handelt sich in erster Linie um Immobilien, die erworben werden, um sie in naher Zukunft zu veräussern, zu entwickeln oder weiterzuverkaufen. Sie sind in den übrigen Aktiven enthalten.

Vorratsimmobilien werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräusserungswert bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Erwerbspreis und weitere Kosten, die mit dem Erwerb der Immobilie direkt in Zusammenhang stehen (Notargebühren usw.). Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus Kosten, die sich direkt auf den Bauprozess einer Immobilie beziehen, und sind zusammen mit anderen verbundenen Kosten bis zum Verkauf in den Vorratsimmobilien enthalten.

Der geschätzte Nettoveräusserungswert entspricht dem erwarteten Erlös aus dem Verkauf im normalen Geschäftsgang abzüglich geschätzter Renovierungs-, Sanierungs- und Veräusserungskosten.

Der Erlös aus dem Verkauf wird erfasst, sobald der Bau abgeschlossen und das Eigentum an der Immobilie auf den Käufer übergegangen ist. Der Erlös aus dem Verkauf und damit verbundene Kosten sind im übrigen Ertrag als Nettoertrag aus Liegenschaftsentwicklung dargestellt.

2.14 Leasingverhältnisse

Betriebsleasingverhältnisse

Die Gruppe geht Betriebsleasingverhältnisse in erster Linie zur Miete von Sachanlagen ein. Die gesamten Zahlungen im Rahmen von Betriebsleasingverhältnissen werden in der Erfolgsrechnung linear über die Vertragsdauer erfasst.

Wenn ein Betriebsleasingverhältnis vor Ablauf der Vertragsdauer beendet wird, werden alle Zahlungen, die als Entschädigung an den Leasinggeber zu leisten sind, in der Rechnungsperiode als Aufwand verbucht, in welcher das Leasingverhältnis belastend wird.

Finanzierungsleasing

Wenn eine Leasingvereinbarung Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, so wird sie als Finanzierungsleasing erfasst; der betreffende Vermögenswert wird entsprechend aktiviert. Zu Beginn wird der Vermögenswert mit den abgezinsten künftigen Mindestleasingraten, höchstens aber mit dem Fair Value des Leasingguts bilanziert und über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entsprechenden Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden als Verbindlichkeit geführt.

2.15 Vermögensverwaltung

Die Erträge aus der Vermögensverwaltung setzen sich vorwiegend aus Honoraren für die Vermögensverwaltung sowie Provisionseinnahmen aus dem Vertrieb und Verkauf von Anteilen an Anlagefonds zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, also zum Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung erfasst.

Zusatzkosten, die der Erlangung eines Kapitalanlagevertrags direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswert erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und zuverlässig bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie gedeckt werden. Diese aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden als immaterielle Vermögenswerte erfasst. Abgegrenzte Vermögensverwaltungsgebühren werden unter den übrigen Verbindlichkeiten erfasst.

2.16 Kommissionsertrag und -aufwand

Die Erträge setzen sich vorwiegend aus laufenden Provisionen, wiederkehrenden Gebühren für bestehendes Geschäft und übrigen Gebühren zusammen. Diese Erträge werden periodengerecht abgegrenzt, folglich zum Zeitpunkt der jeweiligen Leistungserbringung erfasst. Vertragsauflösungen werden von den Kommissionserträgen in Abzug gebracht.

Der Aufwand umfasst hauptsächlich Kommissionen für unabhängige Finanzberater sowie Gebühren für die Vermögensverwaltung und andere (Beratungs-)Dienstleistungen.

2.17 Immaterielle Vermögenswerte

Barwert künftiger Gewinne (PVP) aus erworbenen Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Beim Erwerb eines Versicherungsportefeuilles oder eines Portefeuilles von Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, sei es direkt von einem anderen Versicherer oder durch die Übernahme eines Tochterunternehmens, weist die Gruppe einen immateriellen Vermögenswert aus, der den eingebetteten Barwert künftiger Gewinne (PVP) in den erworbenen Verträgen repräsentiert. Der PVP entspricht der Differenz zwischen dem Fair Value der erworbenen vertraglichen Rechte und übernommenen Versicherungsverpflichtungen und einer Verbindlichkeit, die gemäss den Rechnungslegungsgrundsätzen für Versicherungsverträge und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung ermittelt wird. Der PVP wird durch Schätzung des Nettobarwerts der künftigen Mittelflüsse aus den zum Zeitpunkt des Erwerbs bestehenden Verträgen ermittelt. Bei erworbenen Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung umfassen künftige positive Mittelflüsse im Allgemeinen Nettoprämien, während künftige negative Mittelflüsse Versicherungsleistungen und bestimmte Verwaltungskosten umfassen.

Der PVP wird im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen über die effektive Laufzeit der erworbenen Verträge abgeschrieben. Diese liegt im Allgemeinen zwischen 20 und 30 Jahren. Realisierte Gewinne bzw. Verluste werden daher berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Würden diese Gewinne bzw. Verluste realisiert, hätte dies Auswirkungen auf die für die Abschreibung des PVP verwendeten Bruttogewinne oder -margen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im übrigen Gesamterfolg erfasst und auch bei der Höhe des PVP in der Bilanz berücksichtigt («Schattenbilanzierung »).

Der PVP wird Wertminderungsprüfungen unterzogen. Die Auswirkung von Änderungen der geschätzten Bruttogewinne oder -margen auf den nicht abgeschriebenen PVP wird in der Rechnungsperiode als Aufwand berücksichtigt, in der die Schätzungen der erwarteten künftigen Gewinne oder Margen geändert werden.

Aktivierte Abschlusskosten (DAC)

Kosten, die direkt mit dem Neuabschluss bzw. der Erneuerung von Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung zusammenhängen und dementsprechend schwanken – einschliesslich Provisionen, Zeichnungskosten sowie Kosten für Vermittlung und Ausstellung der Versicherungspolicen –, werden aktiviert. Die aktivierten Abschlusskosten werden periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft, um sicherzustellen, dass sie durch zukünftige Erträge wiedereingebracht werden können.

Bei den überschussberechtigten Lebensversicherungsverträgen, bei denen die Zuteilung der Überschüsse an die Versicherungsnehmer gemäss Beitragsmethode erfolgt, werden die aktivierten Abschlusskosten über die erwartete Laufzeit dieser Verträge auf Grundlage des Barwerts der geschätzten und voraussichtlich zu realisierenden Bruttomargen amortisiert. Die geschätzte Bruttomarge umfasst dabei die zu erwartenden Prämien und Anlageerträge, abzüglich der erwarteten Versicherungsansprüche und Verwaltungskosten, der erwarteten Änderungen des Deckungskapitals und der zu erwartenden jährlichen Überschussanteile der Versicherungsnehmer.

Die aktivierten Abschlusskosten für sonstige traditionelle Lebensversicherungsverträge und Rentenversicherungen mit Todesfallrisiko werden proportional zu den erwarteten Prämien abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Versicherungsverträge mit Anlagecharakter, z. B. Universal-Life- Verträge, werden über die Vertragsdauer auf Grundlage des Barwerts der geschätzten, voraussichtlich realisierten Bruttogewinne oder Bruttomargen abgeschrieben. Die geschätzten Bruttogewinne bestehen aus Margen auf dem Risikoteil und Vertragsverwaltungskosten, Anlagegewinndifferenzen, Rückkaufskosten und sonstigen zu erwartenden Einnahmen und Gutschriften.

Wenn aktivierte Abschlusskosten im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Bruttomargen auf die erworbenen Verträge abgeschrieben werden, werden realisierte Gewinne bzw. Verluste berücksichtigt, ebenso wie Gewinne bzw. Verluste, die im übrigen Gesamterfolg erfasst werden (nicht realisierte Gewinne/Verluste). Würden diese Gewinne bzw. Verluste realisiert, hätte dies Auswirkungen auf die für die Abschreibung der aktivierten Abschlusskosten verwendeten Bruttogewinne oder Bruttomargen. Daher wird eine Anpassung für diese nicht realisierten Gewinne bzw. Verluste im übrigen Gesamterfolg erfasst und auch bei der Höhe der aktivierten Abschlusskosten in der Bilanz berücksichtigt («Schattenbilanzierung »).

Annahmen, welche zur Schätzung des künftigen Werts von zu erwartenden Bruttomargen und -gewinnen dienen, werden regelmässig evaluiert und angepasst, falls sich die Schätzungen ändern. Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Erfahrungswerten werden in der Erfolgsrechnung erfasst.

Bei Versicherungsverträgen mit kurzer Laufzeit werden die Abschlusskosten über den Zeitraum, in welchem die entsprechenden verbuchten Prämien verdient werden, proportional zu den Prämieneinnahmen abgeschrieben.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)

Zusatzkosten, die einem Anspruch auf Kommissionen für die Vermögensverwaltung im Rahmen von Kapitalanlageverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung direkt zugeordnet werden können, werden als Vermögenswerte erfasst, wenn sie einzeln identifiziert und verlässlich bestimmt werden können und wenn es wahrscheinlich ist, dass sie wiedereingebracht werden. Diese Zusatzkosten wären nicht angefallen, wenn die Gruppe die Kapitalanlageverträge nicht erworben hätte. Alle übrigen Abschlusskosten werden zum Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge werden linear über die jeweilige Vertragsdauer abgeschrieben.

Goodwill

Unternehmensübernahmen werden nach der Erwerbsmethode erfasst. Goodwill stellt den Überschuss des Fair Value der übertragenen Gegenleistung und, sofern relevant, den Betrag erfasster nicht beherrschender Anteile über dem Fair Value der erfassten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt dar. Die Gruppe hat die Möglichkeit, in Unternehmenszusammenschlüssen, bei denen die Kontrolle ohne Erwerb sämtlicher Eigenkapitalanteile erlangt wird, den Goodwill in seiner Gesamtheit zu erfassen, das heisst inklusive des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Teils (Full-Goodwill-Methode). Goodwill aus Akquisitionen von Tochterunternehmen wird bei den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Bei der Übernahme anfallende Kosten werden als Aufwand erfasst. Goodwill von assoziierten Unternehmen wird im Buchwert der Beteiligung erfasst.

Zur Überprüfung auf Wertminderungen wird der Goodwill zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen. Er wird jährlich auf Wertminderungen überprüft oder wenn Anzeichen für eine Wertminderung bestehen. Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen ausgewiesen; Wertminderungen werden in Folgeperioden nicht zurückgebucht.

Gewinne und Verluste aus der Veräusserung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills des verkauften Unternehmens.

Negativer Goodwill wird direkt in der Erfolgsrechnung erfasst.

Kundenbeziehungen

Zu den Kundenbeziehungen zählen durch Vertrag entstandene Kundenbeziehungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, und nicht vertragliche Kundenbeziehungen, welche die Anforderung für einen gesonderten Ausweis erfüllen. Ihre Nutzungsdauer liegt im Allgemeinen zwischen 5 und 20 Jahren. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer.

Computersoftware

Erworbene Computersoftware-Lizenzen werden auf der Basis der Kosten aktiviert, die beim Erwerb und der Inbetriebnahme der spezifischen Software entstehen. Diese Kosten werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung oder Wartung von Computersoftware-Programmen werden direkt als Aufwand verbucht. Entwicklungskosten, die unmittelbar mit identifizierbaren Softwareprodukten zusammenhängen, welche durch die Gruppe kontrolliert werden und voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzeugen, werden aktiviert. Zu den direkten Kosten zählen die Personalkosten von Software-Entwicklungsteams. Aktivierte Entwicklungskosten für Computersoftware werden linear über die Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren abgeschrieben.

Marken und Übrige

Marken und übrige immaterielle Vermögenswerte mit einer festen Nutzungsdauer von allgemein 5 bis 20 Jahren werden linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

2.18 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

Als erzielbarer Betrag wird bei nicht finanziellen Vermögenswerten der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten oder der Nutzungswert angesetzt, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Der Fair Value abzüglich Veräusserungskosten entspricht dem Preis, der in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts nach Abzug der Veräusserungskosten erzielt werden würde. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Mittelflüsse, der voraussichtlich aus einem Vermögenswert bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Wertminderungen und Wertaufholungen auf nicht finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst.

2.19 Ertragssteuern

Laufende und latente Ertragssteuern werden erfolgswirksam verbucht, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden. Ertragssteuern werden mit Hilfe der zum Bilanzstichtag gültigen bzw. angekündigten Steuersätze berechnet.

Latente Ertragssteuern werden mittels der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der konsolidierten Bilanz einerseits und den Steuerwerten dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten andererseits verbucht. Laufende und latente Ertragssteuern werden direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben, wenn sie sich auf Positionen beziehen, die in derselben oder in einer anderen Rechnungsperiode ebenfalls direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuerguthaben werden nur in dem Umfang erfasst, in dem wahrscheinlich künftige zu versteuernde Ergebnisse verfügbar sind, mit denen diese Guthaben verrechnet werden können. Für noch nicht genutzte Steuerverluste wird ein latentes Steuerguthaben nur in dem Umfang erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass diese Verluste mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechnet werden können. Latente Steuerverbindlichkeiten stellen Ertragssteuern dar, die in der Zukunft für zu versteuernde temporäre Differenzen zu entrichten sind.

Eine latente Steuerverbindlichkeit wird für zu versteuernde temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Investitionen in Tochterunternehmen, Niederlassungen und assoziierten Unternehmen erfasst, es sei denn, die Gruppe ist in der Lage, den Zeitpunkt der Elimination der temporären Differenz zu steuern, und wenn es zudem wahrscheinlich ist, dass die betreffende temporäre Differenz in absehbarer Zukunft nicht eliminiert wird.

Wenn das Unternehmen ein durchsetzbares Recht hat, laufende Steuerguthaben mit laufenden Steuerverbindlichkeiten zu verrechnen, und sich die latenten Steuerguthaben und latenten Steuerverbindlichkeiten auf Ertragssteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden, so werden die entsprechenden Guthaben und Verbindlichkeiten netto ausgewiesen.

2.20 Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeitens

Eine Veräusserungsgruppe besteht aus einer Gruppe von Vermögenswerten, die gemeinsam in einer einzigen Transaktion durch Verkauf oder auf andere Weise veräussert werden sollen, sowie den mit ihnen direkt in Verbindung stehenden Verbindlichkeiten. Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräusserung gehalten werden, sowie Veräusserungsgruppen werden zum Buchwert ausgewiesen, höchstens jedoch zum Fair Value abzüglich Veräusserungskosten. Der Buchwert wird nicht durch die fortgesetzte Nutzung erzielt, sondern durch eine Verkaufstransaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit. Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und entsprechende Verbindlichkeiten werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

2.21 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Swiss Life-Gruppe Partei der vertraglichen Bestimmungen des Instruments wird. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die im Vertrag genannte Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wird oder erlischt.

Anleihen und Darlehensverpflichtungen

Anleihen und Darlehensverpflichtungen werden zunächst zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten erfasst. Danach werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe bzw. Darlehensverpflichtung erfasst.

Je nach Vertragsbedingungen, z. B. Rückzahlungs- oder Zinsbedingungen, werden hybride Instrumente als finanzielle Verbindlichkeiten betrachtet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in eine vorgegebene Anzahl Aktien der Gruppe enthalten, werden eine Schuld- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Schuldkomponente zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value der Schuldkomponente zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Die Gruppe verbucht keine Wertveränderungen dieser Optionen in nachfolgenden Berichtsperioden.

Die Fremdkapitalkosten in der konsolidierten Erfolgsrechnung beziehen sich auf den Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die als Anleihen und Darlehensverpflichtungen eingestuft werden. Der Zinsaufwand in der konsolidierten Erfolgsrechnung hingegen ergibt sich aus dem Zinsaufwand für Einlagen für Versicherungs- und Kapitalanlageverträge sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten.

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

Einlagen mit fixen und garantierten Bedingungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Ersterfassung erfolgt zum erhaltenen Erlös abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Differenzen zwischen dem Erlös (nach Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Einlage erfasst. Bei Repurchase-Vereinbarungen erfolgt die Ersterfassung zum erhaltenen Betrag abzüglich der angefallenen Transaktionskosten. Danach wird die Differenz zwischen dem ursprünglich erhaltenen Betrag und dem bei Endfälligkeit getauschten Betrag mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Vereinbarung aufgelöst.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Ersterfassung unwiderruflich als «zum Fair Value zu bewerten» eingestuft. In folgenden Fällen werden finanzielle Verbindlichkeiten als «erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten» eingestuft:

  • finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen die Versicherungsleistungen an die Anteilswerte von Investmentfonds gebunden sind bzw. im Bereich Private Placement Life Insurance anfallen;
  • finanzielle Verbindlichkeiten in Verbindung mit zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten, um eine Inkonsistenz in Bewertung oder Ansatz zu verringern oder zu beseitigen;
  • finanzielle Verbindlichkeiten mit eingebetteten Derivaten.

Finanzielle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit nicht beherrschenden Anteilen an Anlagefonds werden zum Fair Value bewertet und Veränderungen des Fair Value werden erfolgswirksam erfasst.

2.22 Leistungen an Mitarbeitende

Vorsorgeleistungen

Die Swiss Life-Gruppe sieht grundsätzlich zwei Arten von Vorsorgeleistungen für ihre Mitarbeitenden vor: leistungsorientierte Pläne sowie beitragsorientierte Pläne.

Die Vermögenswerte dieser Pläne werden im Allgemeinen getrennt vom Vermögen der Gruppe in treuhänderisch verwalteten Fonds gehalten. Beiträge für leistungsorientierte Pläne werden gemäss aufsichtsrechtlichen Vorschriften und/oder Bestimmungen des entsprechenden Vorsorgeplans berechnet. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen der Gruppe und die damit verbundenen Kosten werden zu jedem Bilanzstichtag durch einen qualifizierten Aktuar mit Hilfe der Methode der laufenden Einmalprämien festgelegt.

Der in der konsolidierten Bilanz verbuchte Betrag stellt den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen dar, abzüglich des Fair Value des Planvermögens. Aus dieser Berechnung entstehende Überdeckungen sind auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens in Form der Verfügbarkeit von Rückerstattungen aus den Plänen oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an die Pläne begrenzt.

Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, der Auswirkung von Veränderungen der Vermögenswerthöchstgrenze sowie Erträgen aus dem Planvermögen (ohne Zinsen), werden unmittelbar in der Periode, in der sie anfallen, in der konsolidierten Bilanz und im übrigen Gesamterfolg erfasst. Im übrigen Gesamterfolg erfasste Neubewertungen werden anschliessend nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird in der Erfolgsrechnung in der Periode erfasst, in der eine Planänderung stattgefunden hat. Bei der Berechnung der Nettozinsen wird der Abzinsungssatz zu Beginn der Periode auf die Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen angewandt. Die Kosten aus leistungsorientierten Plänen umfassen den Dienstzeitaufwand sowie den Zinsaufwand (netto) und sind in der Erfolgsrechnung in den Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende enthalten.

Versicherungsverträge, die für einen leistungsorientierten Plan für eigene Mitarbeitende ausgestellt sind, wurden im Allgemeinen eliminiert. Bestimmte mit solchen Plänen verbundene Vermögenswerte erfüllen jedoch die Voraussetzung für Planvermögen und werden deshalb nicht eliminiert.

Die Gruppe verbucht den Beitrag, der für die während der Rechnungsperiode geleisteten Dienste der Mitarbeitenden in einen beitragsorientierten Plan zu zahlen ist, als Aufwand.

Leistungen im Gesundheitsbereich

Einige Gesellschaften der Gruppe sehen Leistungen im Gesundheitsbereich für ihre Rentner vor. Der Anspruch auf diese Leistungen ist normalerweise vom Erreichen des Rentenalters im Dienst sowie von einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren abhängig. Die hieraus entstehenden Kosten werden gleich behandelt wie die entsprechenden Kosten aus leistungsorientierten Plänen.

Aktienbeteiligungspläne

Die Gruppe betreibt anteilsbasierte Pläne, bei denen eine Vergütung in Form von Aktien gezahlt wird. Der Fair Value der Dienste der Mitarbeitenden, welche die Gruppe als Gegenleistung für die Gewährung der Aktien erhält, wird erfolgswirksam verbucht, wobei das Eigenkapital entsprechend erhöht wird. Da der Fair Value der erhaltenen Dienste nicht zuverlässig bewertet werden kann, wird auf den Fair Value der gewährten Eigenkapitalinstrumente und den Preis, den die Mitarbeitenden zahlen müssen, zurückgegriffen.

2.23 Rückstellungen und Eventualverpflichtungen

Rückstellungen beinhalten Verbindlichkeiten, bei denen Unsicherheiten bezüglich Höhe oder Zeitpunkt der Zahlungen bestehen. Rückstellungen werden erfasst, wenn am Bilanzstichtag aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, die wahrscheinlich den Abfluss von Ressourcen erfordert und deren Umfang zuverlässig sowie auf Basis der bestmöglichen Schätzungen festgelegt werden kann. Eventualverpflichtungen werden im Anhang ausgewiesen, wenn eine mögliche oder gegenwärtige Verpflichtung besteht, die den Abfluss von Ressourcen erfordern kann, wahrscheinlich aber nicht erfordern wird, oder wenn die Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.

2.24 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden in der konsolidierten Bilanz zum Anschaffungswert ausgewiesen und als Negativposten mit dem Eigenkapital verrechnet. Differenzen zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufserlös eigener Aktien werden als Veränderung des Agios ausgewiesen.

2.25 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das den Aktionären zustehende Nettoergebnis durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien geteilt wird, unter Ausschluss der durchschnittlichen Anzahl Aktien, die von der Gruppe erworben wurden und als eigene Aktien gehalten werden.

Für das verwässerte Ergebnis je Aktie werden der Gewinn und der gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien angepasst, wobei alle verwässernden potenziellen Umwandlungen in Aktien aus Wandelanleihen oder ausgegebenen Optionen berücksichtigt werden. Mögliche oder bedingte Ausgaben von Aktien gelten nur dann als verwässernd, wenn die Aktienumwandlung das Ergebnis je Aktie reduzieren würde.

2.26 Verrechnung

In der Bilanz werden Verrechnungen zwischen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit dem entsprechenden Ausweis des Nettobetrags nur dann vorgenommen, wenn ein durchsetzbares Recht zur Verrechnung der erfassten Beträge vorliegt und zudem die Absicht besteht, für die entsprechenden Positionen im gleichen Zeitpunkt einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts gleichzeitig die dazugehörende Schuld abzulösen.

2.27 Bevorstehende Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen

Im Dezember 2016 wurden die jährlichen Verbesserungen der IFRS, Zyklus 2014–2016, veröffentlicht. Mit den Änderungen von IFRS 12 «Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen» wird klargestellt, dass ein Unternehmen nicht verpflichtet ist, eine Übersicht über die Finanzdaten zu Beteiligungen offenzulegen, die als zur Veräusserung gehalten klassifiziert sind. Die übrigen Angabevorschriften von IFRS 12 gelten jedoch für Beteiligungen an Unternehmen gemäss IFRS 5 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche». Die Swiss Life-Gruppe hält derzeit keine als zur Veräusserung gehalten klassifizierte Beteiligungen. Die Änderungen treten rückwirkend für die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Des Weiteren wurden Änderungen von IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen» veröffentlicht, die einer Wagniskapitalgesellschaft, einem Investmentfonds, einer Investmentgesellschaft oder einem ähnlichen Unternehmen das Wahlrecht geben, Beteiligungen an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung einzeln für jedes assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten. Die Änderungen treten rückwirkend für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft.

Im Dezember 2016 wurde die Interpretation IFRIC 22 «Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen» veröffentlicht. Die Interpretation bestimmt den Transaktionszeitpunkt für die Bestimmung des Wechselkurses bei der erstmaligen Erfassung des entsprechenden Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags (oder von Teilen davon) bei der Ausbuchung eines nicht monetären Vermögenswerts oder einer nicht monetären Verbindlichkeit, der oder die aus der im Voraus erfolgten Zahlung oder dem im Voraus erfolgten Erhalt einer Gegenleistung in einer Fremdwährung entsteht. Der Transaktionszeitpunkt für die Bestimmung des Wechselkurses bei der erstmaligen Erfassung des entsprechenden Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags (oder von Teilen davon) ist der Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung des nicht monetären Vermögenswerts oder der nicht monetären Verbindlichkeit, der oder die aus der im Voraus erfolgten Zahlung oder dem im Voraus erfolgten Erhalt einer Gegenleistung entsteht. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe ist derzeit von solchen Transaktionen nicht betroffen.

Im Dezember 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 40 «Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien», die klarstellen, dass ein Unternehmen eine Liegenschaft nur dann in den oder aus dem Bestand der Investitionsliegenschaften übertragen kann, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt. Eine Nutzungsänderung liegt vor, wenn die Liegenschaft die Definition einer Investitionsliegenschaft erfüllt oder nicht mehr erfüllt und es Belege für die Nutzungsänderung gibt. Isoliert betrachtet stellen veränderte Absichten des Managements bezüglich des Verwendungszwecks der Liegenschaft keinen Beleg für eine Nutzungsänderung dar. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe wird die neuen Anforderungen umsetzen.

Im September 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 4 «Versicherungsverträge». Die Änderungen unter dem Titel «Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ gemeinsam mit IFRS 4 „Versicherungsverträge“» adressieren die Bedenken hinsichtlich der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 «Finanzinstrumente» und des neuen Standards für Versicherungsverträge. Es wird ein Überlagerungsansatz eingeführt, nach dem Unternehmen, die Versicherungsverträge ausstellen, die Möglichkeit haben, Unterschiede in den Beträgen, die aus den unterschiedlichen Anwendungszeitpunkten von IFRS 9 und des neuen Standards für Versicherungsverträge entstehen, im übrigen Gesamterfolg auszuweisen. Die Änderungen sehen zudem einen Aufschubansatz vor. Hier können Unternehmen, deren vorherrschende Tätigkeit im Ausstellen von Versicherungsverträgen liegt, die Anwendung von IFRS 9 so lange aufschieben, bis der neue Standard für Versicherungsverträge in Kraft tritt, jedoch bis spätestens am 1. Januar 2021. Die Swiss Life-Gruppe ist zum Schluss gekommen, dass ihre vorherrschende Tätigkeit per 31. Dezember 2015 (von den Änderungen vorgeschriebenes Datum) im Ausstellen von Versicherungsverträgen lag, und wird somit die Anwendung von IFRS 9 aufschieben und weiterhin IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung» anwenden.

Im Juni 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 2 «Anteilsbasierte Vergütung», die der Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von bestimmten Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung gelten. Die Änderungen beziehen sich auf Ausübungs- und Nichtausübungsbedingungen im Rahmen von bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen, anteilsbasierte Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, und Änderungen der Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen von «erfüllt in bar» zu «erfüllt in Eigenkapitaltiteln». Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life- Gruppe erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im April 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 15 «Erlöse aus Verträgen mit Kunden». Die Änderungen regeln, wie die Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag identifiziert werden, wie festgestellt wird, ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent ist, und wie bestimmt wird, ob Erträge aus der Ausstellung von Lizenzen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über die Zeit hinweg erfasst werden. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life- Gruppe erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 7 «Kapitalflussrechnungen», die darauf abzielen, die Informationen zu verbessern, die Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden. Die Änderungen treten für die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe wird die Informationen gemäss neuen Anforderungen offenlegen.

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board IFRS 16 «Leasingverhältnisse ». Der neue Standard hebt für Leasingnehmer die Klassifizierung von Leasingverhältnissen entweder als Betriebsleasing oder als Finanzierungsleasing auf. Stattdessen werden sämtliche Leasingverhältnisse ähnlich wie Finanzierungsleasings gemäss der aktuellen Ausgabe von IAS 17 «Leasingverhältnisse» behandelt. Der neue Standard schreibt Leasingnehmern vor, Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen, was einen Anstieg der ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zur Folge hat. IFRS 16 «Leasingverhältnisse » ersetzt die linearen Betriebsleasingaufwendungen mit einem Wertminderungsaufwand auf dem Leasingvermögenswert und einem Zinsaufwand auf der Leasingverbindlichkeit. Diese Änderung vereinheitlicht die Behandlung von Leasingaufwendungen für alle Leasingverhältnisse. Aus praktischen Gründen sind kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse von dieser Regelung ausgenommen. Die Ausnahme ermöglicht es Leasingnehmern, qualifizierte Leasingverhältnisse gleich zu erfassen wie bestehende Betriebsleasingverhältnisse (IAS 17 «Leasingverhältnisse»). Leasinggeber wenden grundsätzlich weiterhin das Bilanzierungsmodell nach IAS 17 «Leasingverhältnisse» an. Der neue Standard tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe untersucht derzeit die Auswirkung von IFRS 16 auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im Januar 2016 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IAS 12 «Ertragsteuern». Die Änderungen «Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste» regeln die Erfassung von latenten Steuerguthaben im Zusammenhang mit zum Fair Value bewerteten Schuldinstrumenten. Sie treten für die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartetet keine wesentlichen Auswirkungen auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Im September 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board Änderungen von IFRS 10 «Konzernabschlüsse» und IAS 28 «Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen». Die Änderungen beziehen sich auf die Veräusserung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Gewinne oder Verluste werden vollständig erfasst, wenn eine Transaktion einen Geschäftsbetrieb einschliesst (unabhängig davon, ob der Geschäftsbetrieb zu einem Tochterunternehmen gehört oder nicht). Gewinne oder Verluste werden teilweise erfasst, wenn eine Transaktion mit Vermögenswerten erfolgt, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen, selbst wenn die Vermögenswerte zu einem Tochterunternehmen gehören. Die Änderungen treten prospektiv für das an einem durch das International Accounting Standards Board festzulegenden Datum beginnende Geschäftsjahr in Kraft.

Im Juli 2014 stellte das International Accounting Standards Board IFRS 9 «Finanzinstrumente» fertig. Der neue Standard ersetzt IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung». Er regelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Mit der Klassifizierung wird festgelegt, wie finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Abschlüssen bilanziert und laufend bewertet werden. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt auf Basis des Geschäftsmodells, in das sie eingebunden sind, und ihrer vertraglichen Cashflow- Eigenschaften. Ein Wertminderungsmodell für erwartete Verluste wurde eingeführt, bei dem ein Kreditereignis nicht mehr eingetreten sein muss, bevor eine Wertminderung erfasst wird. Das neue Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen verbindet die Rechnungslegung stärker mit dem Risikomanagement. IFRS 9 tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Wie oben erwähnt, wird die Swiss Life-Gruppe die Anwendung von IFRS 9 aufschieben und weiterhin IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung» anwenden, da ihre vorherrschende Tätigkeit per 31. Dezember 2015 im Ausstellen von Versicherungsverträgen lag.

Im Mai 2014 wurde IFRS 15 «Erlöse aus Verträgen mit Kunden» herausgegeben. Im Zentrum des Standards steht das Prinzip, dass ein Unternehmen Erlöse so erfasst, dass die Übertragung von zugesagten Gütern und Dienstleistungen an Kunden in ihrer Höhe der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen für diese Güter und Dienstleistungen erwartet. Des Weiteren führt IFRS 15 Offenlegungsvorschriften ein, die umfassende Angaben machen zu Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Cashflows aus Kundenverträgen des Unternehmens. Der Standard tritt für die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Die Swiss Life-Gruppe erwartet keine wesentlichen Auswirkungen des neuen Standards auf die konsolidierte Jahresrechnung.

Folgende geänderte Standards und Interpretationen sind für die Swiss Life-Gruppe nicht von Bedeutung:

  • Änderungen von IFRS 1 «Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards » (jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014–2016: Streichung befristeter Ausnahmen für Erstanwender).

3 Kritische Schätzungen und Beurteilungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen

Bestimmte ausgewiesene Beträge für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beruhen auf Schätzungen und Annahmen. Schätzungen und Beurteilungen des Managements werden laufend überprüft und beruhen auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren, zum Beispiel auf Erwartungen künftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.

Die Sensitivitätsanalyse betreffend Versicherungs- und Marktrisiken wird in Anhang 5 erläutert.

Schätzungen und Beurteilungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Fair-Value-Bewertung auf Finanzinstrumente und Investitionsliegenschaften sind in Anhang 30 beschrieben.

Wertminderung von bis zum Verfall gehaltenen und jederzeit verkäuflichen Schuldpapieren sowie Darlehen und Forderungen

Gruppenweit gilt, dass bis zum Verfall gehaltene und jederzeit verkäufliche Schuldpapiere sowie Darlehen und Forderungen auf Wertminderungen überprüft werden, wenn der Marktwert aufgrund von Ausfallrisiken deutlich sinkt, insbesondere nachdem das Rating eines Schuldners nach der Ersterfassung unter B– herabgestuft wurde (also CCC oder tiefer nach Standard & Poor’s oder gleichwertigem Rating), oder wenn die Zahlung des Nominalbetrags und/oder der Zinsen seit mehr als 90 Tagen überfällig ist.

Wertminderung von jederzeit verkäuflichen Beteiligungsinstrumenten

An jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob objektive Nachweise für eine Wertminderung von jederzeit verkäuflichen Beteiligungsinstrumenten vorliegen. Ein erheblicher oder anhaltender Rückgang des Fair Value eines Wertpapiers unter seine Anschaffungskosten gilt als objektiver Nachweis für eine Wertminderung. Ein Rückgang von mindestens 30% gilt als erheblich, eine Periode von mindestens zwölf Monaten als anhaltend.

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Frühere Erfahrungen, die unter Berücksichtigung der Auswirkungen aktueller Entwicklungen und wahrscheinlicher Trends angepasst werden, gelten als angemessene Grundlage für die Prognose künftiger Ereignisse. Versicherungsmathematische Schätzungen hinsichtlich eingetretener, jedoch noch nicht gemeldeter Schäden werden laufend überprüft und aktualisiert; Anpassungen, die sich aus diesen Überprüfungen ergeben, werden erfolgswirksam erfasst.

Bei Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung zu festen und garantierten Bedingungen erfolgt die Schätzung in zwei Stufen. Bei Vertragsbeginn werden Schätzungen der künftigen Todesfälle und Rückkäufe, der Ausübung von Optionsrechten durch die Versicherungsnehmer sowie der Anlagerenditen und Verwaltungskosten vorgenommen. Sie bilden die Annahmen, die der Berechnung der Verbindlichkeiten während der Vertragslaufzeit zugrunde gelegt werden. Ergänzt werden sie mit einer Sicherheitsmarge für Risiken und Unsicherheiten (negative Abweichung). Die Annahmen werden für die Laufzeit des Vertrags fixiert. Anhand neuer Schätzungen wird dann zu jedem Bilanzstichtag geprüft, ob die so ermittelten Verbindlichkeiten wertmässig noch angemessen sind (Angemessenheitstest für Verbindlichkeiten). Werden die Verbindlichkeiten weiterhin als angemessen betrachtet, bleiben die Annahmen unverändert. Im gegenteiligen Fall jedoch werden die der Bewertung der Verbindlichkeiten zugrunde gelegten Annahmen so verändert, dass sie den neuesten Schätzungen Rechnung tragen (die Fixierung wird aufgehoben); in diesem Fall wird den Annahmen keine Sicherheitsmarge hinzugefügt.

Bei Versicherungsverträgen und Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung ohne feste und garantierte Bedingungen können die künftigen Prämien erfahrungsabhängig erhöht werden. Die Annahmen, die zur Bestimmung der Verbindlichkeiten verwendet werden, enthalten keine Margen und werden nicht fixiert, sondern zu jedem Berichtstermin aktualisiert, um den neuesten Schätzungen Rechnung zu tragen.

Sterblichkeit und Langlebigkeit

Die Tarifierungs- und Bewertungsannahmen für Sterblichkeit und Langlebigkeit beruhen im Allgemeinen auf Statistiken nationaler Versicherungsverbände. Diese werden durch die interne Schadenerfahrung ergänzt, die sich aus den unternehmenseigenen Unterlagen der Versicherungsverträge ergibt.

In der Schweiz werden Sterbetafeln üblicherweise alle fünf Jahre überprüft, wenn neue Statistiken des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) verfügbar sind. Bei bedeutenden Änderungen werden die Tafeln aktualisiert.

In Frankreich werden laufende Leibrenten anhand der regulatorischen Tafeln TGH05/TGF05 reserviert, Renten aus Nichtlebengeschäft anhand der regulatorischen Tafel TD 88/90.

In Deutschland werden Sterbetafeln angewandt, die von der Deutschen Aktuarvereinigung bereitgestellt werden. Diese werden von der Vereinigung periodisch überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Aus diesen allgemein anerkannten Tafeln werden bestmögliche Schätzwerte abgeleitet.

In Luxemburg werden die Sterbetafeln bei bedeutenden Veränderungen aktualisiert.

Morbidität und Invalidität

Für das Einzel- und das Kollektiv-Lebensversicherungsgeschäft in der Schweiz werden interne Tafeln verwendet. Im Einzellebengeschäft basieren die internen Invaliditätsraten auf den Statistiken des SVV und spiegeln den durchschnittlichen historischen Verlauf im Schweizer Markt wider. Des Weiteren werden im Einzellebengeschäft nur Reaktivierungen berücksichtigt, während im Kollektivlebengeschäft auch eine erhöhte Sterblichkeit einbezogen wird. Im Einzellebengeschäft werden Invaliditätstafeln üblicherweise alle fünf Jahre überprüft, wenn der SVV neue Statistiken veröffentlicht.

Im Kollektivlebengeschäft können Tarifanpassungen aufgrund des Schadenverlaufs im Bereich Invalidität jährlich erfolgen. In diesem Geschäft basieren die Tafeln auf unternehmenseigenen Unterlagen zum Schadenverlauf. Gerade im Kollektivlebengeschäft können Veränderungen am Arbeitsmarkt erhebliche Auswirkungen auf die Invaliditätsfälle haben. Bei bedeutenden Veränderungen werden die Tafeln aktualisiert.

In Frankreich werden Einzel- und Kollektiverwerbsunfähigkeitsrenten anhand von Tafeln reserviert, die von einem unabhängigen Aktuar beglaubigt werden.

In Deutschland basieren Berufsunfähigkeitsprodukte im Kollektivlebengeschäft auf Tafeln der Deutschen Aktuarvereinigung, die periodisch überprüft werden. Neue Berufsunfähigkeitsprodukte im Einzellebengeschäft werden in enger Zusammenarbeit mit Rückversicherungsgesellschaften entwickelt, welche die Tarifierungs- und Bewertungsannahmen für Invalidität und Morbidität anhand von Statistiken aus Rückversicherungspools beurteilen. Ausserdem werden unternehmenseigene Unterlagen und Berufsklassen beigezogen. Die Tarifierungs- und Bewertungsannahmen für Pflegeversicherungsprodukte werden ähnlich wie bei Berufsunfähigkeitsprodukten im Einzellebengeschäft in Zusammenarbeit mit Rückversicherungsgesellschaften erstellt. Beim Schadenverlauf werden insbesondere bestmögliche Schätzungen berücksichtigt.

In Luxemburg beruht die Tarifierung auf Branchentafeln und unternehmenseigenen Unterlagen.

Optionen der Versicherungsnehmer

Dem Versicherungsnehmer werden in der Regel Produkte angeboten, die Optionen enthalten wie beispielsweise das Recht auf vorzeitige Auflösung des Vertrags oder die Möglichkeit, das eingezahlte Kapital bei Vertragsablauf in eine Lebensrente umzuwandeln. Bei vorzeitiger Vertragsauflösung erhält der Versicherungsnehmer einen festgelegten Rückkaufsbetrag oder einen Betrag, der infolge der Änderung von finanziellen Variablen wie einem Aktienkurs oder -index variiert. Bei einer Umwandlung hat der Versicherungsnehmer das Recht, die Versicherungssumme in eine konstante Lebensrente umzuwandeln. Der Wert dieser Optionen hängt in der Regel von biometrischen Annahmen und marktspezifischen Variablen wie Zinssätzen oder den Vermögenswerten zur Unterlegung der Verbindlichkeiten ab. In bestimmten Ländern und Märkten stützen sich die Annahmen zum Verhalten von Versicherungsnehmern auf unternehmenseigene Unterlagen. Die Annahmen variieren je nach Produkttyp und Vertragslaufzeit.

Aufwendungen und Inflation

In der Schweiz werden Aufwendungen auf der Basis interner Statistiken bei der Prämienberechnung berücksichtigt. Die so berechneten Beträge werden den verschiedenen Sparten zugewiesen. Bei diesen Berechnungen wird auch die Inflation berücksichtigt.

In Frankreich richtet sich die Aufteilung der Aufwendungen nach den Aktivitäten. Wiederkehrende Kosten werden in folgende Hauptkategorien aufgeteilt: Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Vermögensverwaltungskosten.

In Deutschland werden Aufwendungen gemäss deutscher Verordnung in folgende Kategorien aufgeteilt: Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Regulierungskosten und Vermögensverwaltungskosten. Diese werden weiter untereilt in wiederkehrende und in einmalige Kosten. Alle wiederkehrenden Kosten, abgesehen von den Vermögensverwaltungskosten, werden den verschiedenen Sparten zugewiesen und in Kostenparameter umgewandelt. Auf sämtliche Kostenparameter in Euro wird eine Inflationsannahme angewandt.

In Luxemburg richtet sich die Aufteilung der Aufwendungen nach den Aktivitäten. Wiederkehrende Kosten werden in folgende Hauptkategorien aufgeteilt: Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Vermögensverwaltungskosten. Diese werden den verschiedenen Sparten zugewiesen.

Erträge aus Kapitalanlagen

Annahmen zu Erträgen aus Kapitalanlagen beruhen auf der strategischen Asset Allocation. Vom Bruttoertrag aus Kapitalanlagen werden die prognostizierten Vermögensverwaltungsgebühren abgezogen, so dass sich der Nettoertrag aus Kapitalanlagen ergibt.

Die Zinssätze in versicherungsmathematischen Formeln zur Bestimmung des Barwerts anwartschaftlicher Leistungen und Beiträge von Versicherungsverträgen werden technische Zinssätze genannt. Sie müssen von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden. In bestimmten Ländern beruhen die Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft auf den technischen Zinssätzen.

Wertminderung des Goodwill

Der Goodwill wird jährlich (im Herbst) auf Wertminderung überprüft oder häufiger, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass eine Wertminderung vorliegen könnte. Die wiedereinbringbaren Beträge aus dem Geschäft, auf das sich der Goodwill bezieht, werden anhand von Berechnungen des Nutzungswerts (Value in Use) ermittelt. Diese Berechnungen erfordern den Einsatz von Schätzungen, die in Anhang 17 erläutert sind.

Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen

Die Swiss Life-Gruppe verwendet zur Berechnung der Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen bestimmte Annahmen. Diese Annahmen umfassen künftige Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie Rentenerhöhungen, die aus Schätzungen auf der Basis früherer Erfahrungen abgeleitet wurden. Des Weiteren werden Annahmen zur Sterblichkeit, zur Mitarbeiterfluktuation und zu Abzinsungssätzen gemacht. Bei der Bestimmung des Abzinsungssatzes zieht die Swiss Life- Gruppe von renommierten externen Anbietern veröffentlichte Sätze heran. Die Abzinsungssätze reflektieren den erwarteten Zeitpunkt der Leistungszahlungen aus den Plänen und beruhen auf einem Renditekurvenansatz.

Die Annahmen sind in Anhang 23 erläutert.

Ertragssteuern

Latente Steuerguthaben werden im Hinblick auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und noch nicht genutzte Steuerguthaben insoweit erfasst, als eine Realisierung des entsprechenden Steuervorteils wahrscheinlich ist. Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit einer Realisierung des Steuervorteils erfordert Annahmen, die auf der Geschichte der jeweiligen Gesellschaft und auf budgetierten Daten für die Zukunft beruhen.

Rückstellungen

Der Ausweis der Rückstellungen erfordert Annahmen über die Wahrscheinlichkeit, die Höhe und den Zeitpunkt eines Abflusses von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen. Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn ein Abfluss von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung möglich ist.

4 Informationen zu den Geschäftssegmenten

Unter Geschäftssegmenten versteht man Teile eines Unternehmens, zu denen separate Finanzinformationen verfügbar sind, die von der Konzernleitung regelmässig ausgewertet werden und als Entscheidungsgrundlage für die Ressourcenverteilung und die Erfolgskontrolle dienen.

Die in den einzelnen Segmenten angewandten Rechnungslegungsgrundsätze sind bereits in der Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Dienstleistungen und die Übertragung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zwischen den Geschäftssegmenten werden analog den Geschäften mit Dritten bewertet, das heisst zu den zum Zeitpunkt der Transaktion gültigen Marktpreisen.

Zinserträge aus konzerninternen Darlehen und erhobenen und erhaltenen konzerninternen Garantiegebühren wurden im Segmentergebnis nicht berücksichtigt. Die Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015 wurde entsprechend angepasst.

Die Kosten für Gruppenmanagement wurden nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet, da sie die allgemeinen Verwaltungskosten und den Aufwand für den Hauptsitz umfassen und damit die Swiss Life-Gruppe als Ganzes betreffen.

Die berichtspflichtigen Segmente widerspiegeln jene Informationen aus den Unternehmensteilen, die der Konzernleitung als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung dienen. Die Darstellung der Geschäftstätigkeit erfolgt auf IFRS-Basis.

Der Fokus liegt auf produkt- und dienstleistungsspezifischen Informationen. Im Versicherungsgeschäft basiert die Organisations- und Führungsstruktur auf geografischen Aspekten. Die berichtspflichtigen Segmente wurden folgendermassen definiert:

  • Schweiz
  • Frankreich
  • Deutschland
  • International
  • Asset Managers
  • Übrige

Die Segmente «Schweiz», «Frankreich», «Deutschland» und «International» bestehen hauptsächlich aus dem Lebengeschäft und Vertriebseinheiten. Im Lebengeschäft wird Privatpersonen und Unternehmen eine breite Produktpalette angeboten: Lebens- und Rentenversicherung, Krankenversicherung, Vorsorgeprodukte, inklusive solcher mit reinem Anlagecharakter, zudem Versicherungsdeckung bei Erwerbsunfähigkeit. In strategischer Hinsicht liegt der Fokus der Gruppe hauptsächlich auf dem Leben- und Vorsorgegeschäft in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland sowie auf dem grenzüberschreitenden Geschäft, das von Liechtenstein, Luxemburg und Singapur aus betrieben wird. Ausserdem umfassen diese Segmente jene Gesellschaften, die hauptsächlich Kapitalanlagen im Zusammenhang mit dem Lebensversicherungsgeschäft halten.

Das Segment «International» umfasst das grenzüberschreitende Versicherungsgeschäft in Liechtenstein, Luxemburg und Singapur sowie die Einheiten von Swiss Life Select in Österreich und der Tschechischen Republik und Chase de Vere in Grossbritannien.

Das Nichtlebengeschäft wird in Frankreich betrieben und umfasst hauptsächlich die Schaden-, Haftpflicht-, Motorfahrzeug-, Unfall- und Krankenversicherung sowie die Restschuldversicherung.

Das Segment «Asset Managers» umfasst die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden und für das Versicherungsgeschäft der Gruppe sowie deren Beratung in speziellen Belangen der Vermögensverwaltung.

Die Kategorie «Übrige» bezieht sich vorwiegend auf verschiedene Finanz- und Dienstleistungsunternehmen sowie auf die Restschuldversicherung.

Die Erfolgsrechnung und die Bilanz für die Geschäftssegmente präsentieren sich wie folgt:

Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016

Mio. CHFSchweizFrankreichDeutsch- landInter-nationalAsset ManagersÜbrigeTotal vor Elimina- tionenElimina- tionenTotal
ERTRAG        
Verdiente Prämien aus Versicherungsverträgen8 6072 6011 16849012 425–2312 402
Verdiente Prämien aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung985985985
An Rückversicherer zedierte Prämien–8–124–39–100–18123–159
Verdiente Nettoprämien9 5842 4771 12840013 229013 228
Verdiente Policengebühren aus Versicherungsverträgen68501919
Verdiente Policengebühren aus Kapitalanlageverträgen und anteilgebundenen Verträgen361405792610261
Verdiente Policengebühren (netto)4314810792800280
Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen1908436813459161 373–3021 071
Ertrag aus Kapitalanlagen2 984628609321344 288–34 285
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)18023222000425425
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)–3743–2320–28–420–420
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)55712186–1763763
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen14499
Übriger Ertrag4214224375–966
TOTAL ERTRAG13 2063 4892 4052886191420 021–31419 707
davon zwischen den Geschäftssegmenten38–1–9–52838314–314 
          
AUFWAND         
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen–10 002–1 836–1 298–260–13 16314–13 149
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung–1 009–1 009–1 009
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle4772070108–1494
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)–11 007–1 759–1 278–200–14 0640–14 064
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer–463–493–366–12–1 3349–1 325
Zinsaufwand–39–97–13–15–20–1666–160
Aufwand für Gebühren, Kommissionen und Provisionen–397–328–267–97–490–1 138296–842
Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende–270–184–130–55–215–9–8621–861
Aufwendungen für Abschreibungen–94–242–151–5–11–1–503–503
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten–4–3–7–7
Übriger Aufwand–125–142–75–36–98–11–4882–486
TOTAL AUFWAND–12 394–3 245–2 280–244–375–24–18 562314–18 248
davon zwischen den Geschäftssegmenten–217–7–43–5–33–9–314314 
       
SEGMENTERGEBNIS81224412545243–101 4591 459
davon zwischen den Geschäftssegmenten–179–7–52–11250–1 
         
Nicht zugeordnete Kosten für Gruppenmanagement        –66
BETRIEBSGEWINN        1 393
Fremdkapitalkosten        –178
Ertragssteueraufwand        –289
REINGEWINN        926
        
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten1 24919013911341 6241 624

Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2015

Mio. CHFSchweizFrankreichDeutsch- landInter-nationalAsset ManagersÜbrigeTotal vor Elimina- tionenElimina- tionenTotal
ERTRAG
Verdiente Prämien aus Versicherungsverträgen9 2182 5021 20744912 979–7612 903
Verdiente Prämien aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung1 0091 0091 009
An Rückversicherer zedierte Prämien–10–156–40–100–21776–141
Verdiente Nettoprämien10 2172 3461 16734813 772013 771
Verdiente Policengebühren aus Versicherungsverträgen710101818
Verdiente Policengebühren aus Kapitalanlageverträgen und anteilgebundenen Verträgen331301382259259
Verdiente Policengebühren (netto)401401482276276
Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen1599735014256051 313–2971 016
Ertrag aus Kapitalanlagen2 989645605322244 296–54 290
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)–1366633540–1–57248248
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)385–36–285210398181
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)56567230655655
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen0303077
Übriger Ertrag218–12–18281230–20210
TOTAL ERTRAG14 4373 3272 2112915912020 877–32320 555
davon zwischen den Geschäftssegmenten96–50–4–126714323–323 
          
AUFWAND        
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen–11 203–2 095–1 310–131–14 62062–14 558
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung–1 053–1 053–1 053
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle6125233–1156–6095
Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)–12 251–1 970–1 287–100–15 5182–15 516
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer–455–157–283–180–91415–899
Zinsaufwand–39–102–12–15–10–1708–162
Aufwand für Gebühren, Kommissionen und Provisionen–402–303–238–102–50–2–1 096299–797
Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende–249–178–129–61–204–4–8251–824
Aufwendungen für Abschreibungen–149–246–55–4–12–2–468–468
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten–160–16–16
Übriger Aufwand–114–136–77–40–83–21–472–2–474
TOTAL AUFWAND–13 676–3 093–2 082–250–349–30–19 479323–19 156
davon zwischen den Geschäftssegmenten–27248–40–13–35–11–323323 
         
SEGMENTERGEBNIS76123413042242–101 3981 398
davon zwischen den Geschäftssegmenten–176–1–44–152333 
         
Nicht zugeordnete Kosten für Gruppenmanagement        –70
BETRIEBSGEWINN        1 329
Fremdkapitalkosten        –161
Ertragssteueraufwand        –290
REINGEWINN        878
        
Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten1754664608102 2892 289

Bilanz per 31. Dezember 2016

Mio. CHFSchweizFrankreichDeutsch- landInter-nationalAsset ManagersÜbrigeTotal vor Elimina- tionenElimina- tionenTotal
AKTIVEN    
Flüssige Mittel2 6271 5632522 5811881237 3337 333
Derivate1 6132554271 917–321 885
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte121212
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte5 99011 8731 38915 67834 93134 931
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte72 31817 3327 8491 318491 388100 256100 256
Darlehen und Forderungen14 6902 2837 970852441 71426 986–3 03123 955
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte1 4281 5152 9422 942
Investitionsliegenschaften19 8962 1621 74323 80123 801
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen6810509393
Guthaben aus Rückversicherung33278841120506–6500
Sachanlagen21335129340383383
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft6213721 29223120202 7172 717
Übrige Aktiven64146142842979–135844
AKTIVEN NACH SEGMENTEN120 07637 79620 75020 0119773 246202 855–3 204199 652
Ertragssteuerguthaben        80
TOTAL AKTIVEN        199 731
         
PASSIVEN         
VERBINDLICHKEITEN         
Derivate1 47452105491 680–321 648
Kapitalanlageverträge und anteilgebundene Lebensversicherungsverträge6 49110 61879519 01736 921036 920
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten8 2266 46787618229720616 255–1 05615 200
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft80 22914 93915 6001980110 966–32110 935
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer6 9793 1551 8892112 044012 043
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1 6947119412962 0682 068
Rückstellungen15112020817575
Übrige Verbindlichkeiten17912241763357–3355
VERBINDLICHKEITEN NACH SEGMENTEN105 28635 43619 52119 457407260180 367–1 123179 244
Anleihen und Darlehensverpflichtungen        4 627
Ertragssteuerverbindlichkeiten        2 120
EIGENKAPITAL        13 739
TOTAL PASSIVEN        199 731

Bilanz per 31. Dezember 2015

Mio. CHFSchweizFrankreichDeutsch-
land
InternationalAsset
Managers
ÜbrigeTotal
vor
Elimina-
tionen
Elimina-
tionen
Total
AKTIVEN
Flüssige Mittel1 2626882212 7371662245 297–15 296
Derivate1 75131135462 144–312 113
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte444
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte5 31610 5271 26116 485033 59033 590
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte69 76816 3947 5021 246481 06896 02696 026
Darlehen und Forderungen14 6072 3578 3632072471 65027 431–3 19924 232
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte5081 59552 1092 109
Investitionsliegenschaften18 1221 8841 548321 55721 557
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen8560206767
Guthaben aus Rückversicherung32357731051566–89478
Sachanlagen218351353213407407
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft6154021 40623518212 8402 840
Übrige Aktiven38314122202622–150471
AKTIVEN NACH SEGMENTEN112 59434 62120 54421 0728662 961192 659–3 471189 188
Ertragssteuerguthaben        64
TOTAL AKTIVEN        189 252
          
PASSIVEN         
VERBINDLICHKEITEN         
Derivate8631010411321 020–31989
Kapitalanlageverträge und anteilgebundene Lebensversicherungsverträge5 87910 14585919 84736 73036 730
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten6 9675 45976736822122014 002–1 22212 780
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft77 97714 31815 77419212108 273–116108 157
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer6 0502 3851 60426010 065010 065
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1 63670167139001 9761 976
Rückstellungen16113625104101101
Übrige Verbindlichkeiten15971451072294–2293
VERBINDLICHKEITEN NACH SEGMENTEN99 54732 46919 35720 492328269172 463–1 370171 092
Anleihen und Darlehensverpflichtungen        4 078
Ertragssteuerverbindlichkeiten        1 824
EIGENKAPITAL        12 258
TOTAL PASSIVEN        189 252

Prämien und Policengebühren von externen Kunden

Mio. CHFVerdiente NettoprämienVerdiente
Policengebühren (netto)
2016201520162015
LEBEN
Einzelleben3 3353 469268266
Kollektivleben9 5499 9571110
TOTAL LEBEN12 88313 426280276
NICHTLEBEN
Unfall und Krankheit1111
Sach-, Schadenversicherung und Übrige334334
TOTAL NICHTLEBEN345345
TOTAL13 22813 771280276

Die Swiss Life-Gruppe ist in ausgewählten Ländern tätig. Der Ertrag sowie die langfristigen Vermögenswerte der Gruppe werden im Folgenden nach geografischen Standorten detailliert ausgewiesen:

Mio. CHFTotal ErtragLangfristige Vermögenswerte
2016201531.12.201631.12.2015
Schweiz13 13714 45120 22218 503
Frankreich3 5153 3942 5392 269
Deutschland2 5352 3062 5372 316
Liechtenstein2832151149
Luxemburg3151802146
Übrige Länder17619110378
TOTAL19 70720 55525 57323 361

Langfristige Vermögenswerte bestehen zu diesem Zweck aus Investitionsliegenschaften, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (mit Ausnahme der immateriellen Vermögenswerte aus Versicherungsverträgen).

Informationen über wesentliche Kunden

Es besteht keine Transaktion mit einem einzelnen externen Kunden, deren Erträge sich auf 10% oder mehr des Ertrags der Gruppe belaufen.

5 Grundsätze und Verfahrensweisen im Risikomanagement

Das Kerngeschäft der Gruppe ist das Lebensversicherungs- und Vorsorgegeschäft. Ein Lebensversicherungs- und Vorsorgevertrag stellt eine langfristige Zusage gegenüber dem Versicherungsnehmer dar. Um ihre künftigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern zu erfüllen, müssen die Versicherungsgesellschaften der Gruppe über einen langen Zeitraum hinweg finanziell stabil sein. Ob sie in der Lage sind, finanziell robust und stark zu bleiben, hängt von verschiedenen Risikofaktoren ab. Das Risikospektrum der Gruppe lässt sich in erster Linie in finanzielle, versicherungsbezogene, strategische und operationelle Risiken unterteilen. Jede dieser Risikokategorien kann Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Gruppe haben.

Risiken müssen vor Ort erkannt, beurteilt, bewältigt, überwacht und auf Gruppenebene aggregiert werden. Die lokalen Versicherungseinheiten erstellen monatliche Berichte über das Zinsänderungs-, Aktienkurs- und Immobilienpreis-, Währungs-, Ausfall- und Versicherungsrisiko, die auf Ebene der Swiss Life AG und auf Gruppenebene konsolidiert werden. Strategische und operationelle Risiken werden jährlich beurteilt, und ein Bericht wird erstellt.

Die Risikobereitschaft wird vom Verwaltungsrat als Höchstwert für den SST-Quotienten festgelegt und vom Group Risk Committee der Konzernleitung den grössten Bereichen des Versicherungsgeschäfts zugewiesen. Diese Limiten auf Einheitsebene dienen als Rahmen für das Asset and Liability Management, dessen Ziel darin besteht, eine strategische Asset Allocation festzulegen. Aus dieser strategischen Asset Allocation wird eine auf Szenarien basierende erwartete Rendite berechnet, welche die Grundlage der Mittelfristplanung der Gruppe bildet.

Risikomanagement-Funktionen werden auf mehreren Ebenen von entsprechenden Gremien der Swiss Life-Gruppe wahrgenommen, zum Beispiel durch den Anlage- und Risikoausschuss auf der Ebene des Verwaltungsrats der Swiss Life-Gruppe und das Group Risk Committee auf der Ebene der Konzernleitung der Swiss Life-Gruppe. Die Risikomanagement-Funktionen auf Ebene der einzelnen Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe sind entsprechend organisiert.

Das Group Risk Management ist verantwortlich für die Festlegung einer gruppenweiten Methode zur Risikobewertung und erstellt einen konsolidierten Risikobericht, in dem die wesentlichen quantitativen Elemente des Risikomanagements der Geschäftsfelder der Swiss Life-Gruppe zusammengefasst sind. Ausserdem erstellt dieses Gremium konsolidierte Gutachten zu den operationellen und strategischen Risiken der Swiss Life-Gruppe.

Da das Versicherungsgeschäft das Kerngeschäft der Gruppe darstellt, werden beim Risikomanagement die Anforderungen der zwei wichtigsten regulatorischen Solvabilitätsrahmen eingehalten: der SST in der Schweiz und Solvabilität II in Europa. Neben allgemeinen Governance- Aspekten und umfassenden Berichterstattungsanforderungen enthält das Risikomanagement eine jährliche unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) auf Gruppenebene in Form einer umfassenden Risikobewertung sowie die Integration von Risiko- und Solvabilitätsaspekten im allgemeinen Management der Swiss Life-Gruppe.

Nachstehend wird zunächst der Prozess der Risikobudgetierung und des Asset and Liability Management beschrieben. Anschliessend wird ausführlich auf die wichtigsten Risikokategorien eingegangen, mit denen die Swiss Life-Gruppe konfrontiert ist.

5.1 Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten

Risikofähigkeit und Risikobereitschaft im Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe werden primär anhand wirtschaftlicher Prinzipien festgelegt. Daher werden die Marktwerte oder bestmöglichen Schätzungen sowohl von Vermögenswerten als auch von Verbindlichkeiten ermittelt, indem die von diesen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten generierten Mittelflüsse anhand von direkt beobachtbaren Marktwerten oder mit einem anderen angemessenen Diskontsatz abgezinst werden. Das verfügbare ökonomische Kapital entspricht der Differenz zwischen dem wirtschaftlichen Wert der Vermögenswerte und demjenigen der Verbindlichkeiten. Es dient der Deckung der verschiedenen Risiken, mit denen das Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe konfrontiert ist. Die Entscheidung über die Risikobereitschaft der einzelnen Versicherungsbereiche liegt bei der Konzernleitung.

Zur Steuerung und Begrenzung des Risikoexposure werden Kapital- und Exposurelimiten festgelegt. Diese Limiten betreffen das Gesamtmarktrisikokapital, das Ausfallrisikokapital und insbesondere das Zinsänderungsrisiko- und Kreditspreadrisikokapital sowie die Aktienquote (netto) und das Währungsexposure..

5.2 Asset and Liability Management (ALM)

Der ALM-Prozess soll in erster Linie sicherstellen, dass die Versicherungsbereiche der Swiss Life- Gruppe ihre Zusagen gegenüber Versicherungsnehmern jederzeit erfüllen können und dass gleichzeitig die Aktionäre angemessen für die Bereitstellung von Risikokapital entschädigt werden. Auf der Grundlage der ökonomischen Prinzipien des Risikomanagements sowie der im Rahmen der Risikobudgetierung festgelegten Risikobereitschaft umfasst das ALM folgende Hauptaktivität: Festlegung der strategischen Asset Allocation sowie der Sublimiten für das Risikokapital und das Exposure.

Der ALM-Prozess wird auf Gruppenebene zentral durch lokale Asset and Liability Management Committees koordiniert und gesteuert, die mit Vertretern des lokalen höheren Kaders und der Gruppe besetzt sind. Für die Umsetzung der Entscheidungen sind die Einheiten vor Ort verantwortlich. Der Prozess erfordert die Beteiligung der zuständigen Investment-Management-, Finanz-, Aktuariats- und Risikofunktionen.

Berücksichtigung externer Beschränkungen

Neben der rein ökonomischen Sicht sind im ALM-Prozess auch andere Aspekte zu berücksichtigen, zum Beispiel aufsichtsrechtliche Anforderungen wie die gesetzliche Mindestausschüttungsquote («Legal Quote»), der Finanzierungsgrad, die Solvabilität, lokale Rechnungslegungsvorschriften und International Financial Reporting Standards, Liquiditätsbedarf und angestrebte Ratings. Einige dieser Gesichtspunkte können zu Ergebnissen führen, die mit dem ökonomischen Ansatz nicht in Einklang stehen, aber dennoch zu berücksichtigen sind.

Je nach aufsichtsrechtlichem Rahmen für die Versicherungstätigkeit der Swiss Life-Gruppe sind die Vermögensportfolios gegebenenfalls nach den verschiedenen Kategorien von Versicherungsprodukten aufzuteilen. Die Vermögensportfolios der Versicherungsbereiche in der Schweiz wurden zwischen Einzel- und Kollektivlebensversicherung aufgeteilt. Daher widerspiegelt sich diese Aufteilung auch im ALM-Prozess. Versicherer sind in der Regel dazu verpflichtet, gebundenes Vermögen für Forderungen aus Versicherungsverträgen zu bilden. Für Anlagen in gebundenes Vermögen gelten spezielle Regeln, die die möglichen Anlageklassen und die bei der Anlageorganisation und den diesbezüglichen Prozessen zu erfüllenden Anforderungen festlegen.

Strategische Asset Allocation

Die Festlegung der strategischen Asset Allocation ist die Hauptaufgabe des ALM-Prozesses. Sie dient der effizienten Allokation des Risikokapitals, d. h. dazu, die Erträge aus dem Vermögensportfolio für das im Rahmen der Risikobudgetierung definierte verfügbare Risikokapital zu optimieren, wobei alle bekannten Einschränkungen zu berücksichtigen sind.

Höhe und Zeitpunkt der Zahlungen stehen bei den meisten Verbindlichkeiten weitgehend fest, und die zugrunde liegenden Annahmen werden regelmässig überprüft. Die entsprechenden Vermögensportfolios bestehen überwiegend aus festverzinslichen Instrumenten. Auf diese Weise werden die Auswirkungen von Zinsschwankungen und der Einsatz von Risikokapital strategisch unter dem Gesichtspunkt Risiko/Rendite optimiert, und es ist sichergestellt, dass die Versicherungsnehmer die produktspezifischen Leistungen erhalten. Versicherungsnehmer können von den sich hieraus ergebenden Anlageerträgen in Form einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung profitieren, Aktionäre von einer Wertsteigerung ihrer Investition in die Swiss Life-Gruppe.

Die strategische Asset Allocation wird daher anhand der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und der Risikofähigkeit der Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe festgelegt. Die strategische Asset Allocation wird mindestens einmal jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Ausschüttungspolitik

Die Ausschüttungspolitik strebt nach einem Interessenausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen. Kunden mit traditionellen Lebensversicherungsverträgen bevorzugen eine garantierte Mindestverzinsung in Verbindung mit einer regelmässigen und adäquaten ermessensabhängigen Überschussbeteiligung, während die Aktionäre mehr Wert auf angemessene Erträge im Verhältnis zu dem von ihnen getragenen Risiko legen. Die Swiss Life-Gruppe legt den Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells und den Ausgleich zwischen den Erwartungen von Versicherungsnehmern und Aktionären.

Bei der Festlegung der Ausschüttungspolitik sind externe Beschränkungen zu beachten. Darunter fallen wichtige Elemente wie die garantierte Mindestverzinsung und die gesetzliche Mindestausschüttungsquote, die vom aufsichtsrechtlichen Umfeld abhängen, in dem die Versicherungsbereiche der Swiss Life-Gruppe tätig sind.

Produktgestaltung

Die Ziele des Risikomanagements werden von Produktmanagementgrundsätzen untermauert. Bei der Produktgestaltung wird unter anderem festgelegt, welche Garantien und Leistungen in einem bestimmten Produkt enthalten sein sollen, um den Anforderungen und Erwartungen der Kunden gerecht zu werden. Die hierbei verwendeten versicherungsmathematischen Grundlagen tragen dazu bei, dass jedes einzelne Produkt einen ausreichenden Deckungsbeitrag leistet. Produktmanagement- und Zeichnungsrichtlinien/-weisungen stellen sicher, dass die Vorgaben der Gruppe eingehalten werden. Da die Gruppe in verschiedenen Ländern tätig ist, unterliegt sie den in den einzelnen Ländern geltenden aufsichtsrechtlichen Beschränkungen, die wiederum Auswirkungen auf die Produktpalette der jeweiligen Geschäftseinheit haben können. Diese Beschränkungen müssen stets eingehalten werden.

5.3 Verträge auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Die Vermögenswerte im Zusammenhang mit bestimmten Lebensversicherungs- und Kapitalanlageverträgen werden auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe verwaltet (Separate-Account-Verträge, anteilgebundene Verträge und Private Placement Life Insurance). Sie werden ausgesondert und gemäss den spezifischen Anlagezielen der Versicherungsnehmer verwaltet. Mit diesen Vermögenswerten werden die Verbindlichkeiten unterlegt, die sich aus den genannten Verträgen ergeben. Der Fair Value der Verbindlichkeiten widerspiegelt den Fair Value der Vermögenswerte. Bestimmte Verträge mit Merkmalen einer Fondsbindung enthalten finanzielle Garantien und Versicherungsgarantien. Die Verbindlichkeiten, die mit diesen Garantien im Zusammenhang stehen, sind in den finanziellen Verbindlichkeiten sowie in den Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft enthalten.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Separate-Account-Verträgen bzw. anteilgebundenen Verträgen und im Zusammenhang mit Private Placement Life Insurance werden für das Risikomanagement der Swiss Life-Gruppe nicht einbezogen, soweit die Risiken von den Kunden getragen werden.

Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Mio. CHFAnhang31.12.201631.12.2015
Flüssige Mittel 2 4892 625
Derivate 00
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 
Schuldpapiere105 7385 785
Aktien104 1134 751
Anlagefonds1017 62616 756
Übrige1021
TOTAL VERMÖGENSWERTE AUF RECHNUNG UND RISIKO VON KUNDEN DER SWISS LIFE-GRUPPE 29 96829 918

Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Vermögenswerten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe

Mio. CHFAnhang31.12.201631.12.2015
Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge1921 94822 615
Kapitalanlageverträge194 1923 995
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft223 6923 167
TOTAL VERBINDLICHKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT VERMÖGENSWERTEN AUF RECHNUNG29 83329 777

Das Finanzergebnis für die auf den 31. Dezember abgeschlossenen Geschäftsjahre auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe sowie auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life- Gruppe stellte sich wie folgt dar:

Mio. CHFVermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-GruppeVermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-GruppeTotal
Notes201620152016201520162015
Ertrag aus Kapitalanlagen84 2854 2904 2854 290
Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)8426228–221425248
Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)8–4339513–15–42081
Gewinne/Verluste auf Investitionsliegenschaften (netto)763655763655
Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen9797
FINANZERGEBNIS5 0515 2751165 0625 281

5.4 Ziele und Grundsätze des Managements finanzieller Risiken

Durch ihre finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten (vor allem Kapitalanlageverträge sowie Anleihen und Darlehensverpflichtungen), Guthaben aus Rückversicherung und Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ist die Gruppe finanziellen Risiken ausgesetzt. Das wichtigste finanzielle Risiko besteht darin, dass die Erlöse aus den finanziellen Vermögenswerten nicht ausreichen, um die Verpflichtungen zu finanzieren, die sich aus den Versicherungsund den Kapitalanlageverträgen sowie aus Anleihen und Darlehensverpflichtungen und anderen Verbindlichkeiten ergeben. Die Hauptkomponenten sind Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Immobilienpreis-, Ausfall-, Währungs- und Liquiditätsrisiken.

Durch die oben beschriebene Budgetierung von Risiken und Festlegung von Limiten wird sichergestellt, dass die erwähnten Risiken unter Kontrolle bleiben. Die Limiten für Markt-, Zinsänderungs-, Kreditspread- und Ausfallrisikokapital sowie die Limiten für das Exposure bei Währungen und Aktien (netto) werden für jedes grosse Versicherungsgeschäft auf Grundlage der Risikobereitschaft des jeweiligen Geschäftsbereichs festgelegt.

Zinsänderungsrisiko bei Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen

Die Gruppe ist hauptsächlich zwei Arten von Zinsänderungsrisiken ausgesetzt: einerseits Risiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen und andererseits dem Risiko, dass die Zinsen der finanziellen Vermögenswerte, welche mit dem von den Vertragsnehmern erhaltenen Entgelt gekauft werden, nicht zur Finanzierung der an die Vertragsnehmer auszuzahlenden garantierten Leistungen und der erwarteten ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen ausreichen.

Zinssensitive Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHFCHFEURÜbrigeTotal
BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2016
Garantierter Mindestzinssatz 0 – < 2%42 0196 1591048 187
Garantierter Mindestzinssatz 2 – < 3%8 8515 5762214 449
Garantierter Mindestzinssatz 3 – < 4%20 1125 7512425 887
Garantierter Mindestzinssatz 4 – < 5%675 773245 864
Garantierter Mindestzinssatz 5 – < 6%22
TOTAL ZINSSENSITIVE VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT71 04923 2588294 390
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ohne garantierten Mindestzinssatz12 853
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Vermögenswerten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe3 692
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT110 935
     
     
BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2015
Garantierter Mindestzinssatz 0 – < 2%39 0805 676644 762
Garantierter Mindestzinssatz 2 – < 3%9 1185 4973114 645
Garantierter Mindestzinssatz 3 – < 4%20 9726 1882527 184
Garantierter Mindestzinssatz 4 – < 5%706 054256 149
Garantierter Mindestzinssatz 5 – < 6%22
TOTAL ZINSSENSITIVE VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT69 23923 4148892 742
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ohne garantierten Mindestzinssatz12 249
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Vermögenswerten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe3 167
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT108 157

Einige Lebensversicherungsprodukte mit Sparkomponente und Kapitalanlageverträge unterliegen einer garantierten Mindestverzinsung. Der garantierte Zinssatz richtet sich nach dem Vertragstyp. In der Schweiz beispielsweise lag der garantierte Mindestzinssatz im BVG-Obligatorium im Jahr 2016 bei 1,25% und wird im Jahr 2017 auf 1,00% reduziert (2015: 1,75%).

Neben diesen festen und garantierten Zahlungen, die mit einem Zinsänderungsrisiko behaftet sind, besteht bei bestimmten Verträgen ein vertragliches Recht zum Bezug zusätzlicher Leistungen, deren Höhe und/oder Zeitpunkt vertragsgemäss im Ermessen der Versicherungsgesellschaft liegt.

Die Gruppe handhabt das Zinsänderungs- und das Volatilitätsrisiko, indem sie die Zinssensitivität ihres Anlageportfolios den entsprechenden Sensitivitäten auf der Verpflichtungsseite gegenüberstellt. Auf der Passivseite werden diese Risiken mittels Projektion der erwarteten Mittelflüsse aus den Verträgen anhand bestmöglicher Schätzungen für Sterblichkeit, Invalidität, Kosten, Rückkauf und Ausübung der Optionsrechte durch die Versicherungsnehmer bestimmt. Dabei werden auch Zins- und Volatilitätsszenarien beigezogen. Der ALM-Prozess definiert die strategische Asset Allocation, bei der die Nettozinssensitivität der Anlageportfolios und Versicherungsportefeuilles möglichst optimal ist. Wo dies nicht anwendbar ist, setzt die Gruppe auch Swapkontrakte und andere Instrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken ein. Um sich gegen das Änderungsrisiko des Fair Value von zinssensitiven finanziellen Vermögenswerten abzusichern, werden in bestimmten Märkten Payer Swaptions eingesetzt. Es wird ein minimales Zinsänderungsrisiko akzeptiert, da die absolute Absicherung von Zinsänderungsrisiken entweder nicht erreicht werden kann oder möglicherweise nicht angestrebt wird.

Bei Zinsänderungsrisiken aus Verträgen mit garantierten Leistungen, bei denen das Risiko darin besteht, dass die auf den Vermögenswerten erwirtschafteten Zinsen nicht für die Finanzierung der garantierten Zahlungen ausreichen, werden die Auswirkungen steigender Zinssätze mit Anleihen aufgefangen, die durch den Anleger vorzeitig gekündigt werden können.

In bestimmten Geschäftszweigen wirkt sich ein Grossteil der Zinsänderungen je nach Überschussbeteiligungssystem auf die Rechnung und das Risiko der Versicherungsnehmer aus.

Aktienkursrisiko

Abwärtsbewegungen des Aktienmarkts können zu einer Reduktion der realisierten und nicht realisierten Gewinne/Verluste der Swiss Life-Gruppe führen, was sich wiederum negativ auf das operative Ergebnis und die Finanzlage der Gruppe auswirkt.

Sicherungsbeziehungen in Bezug auf die Aktienanlagen der Swiss Life-Gruppe dienen dazu, die möglichen Folgen einer rückläufigen Wertentwicklung von Aktien zu vermindern, würden aber nicht verhindern, dass beim Vorliegen der Wertminderungskriterien ein Wertminderungsaufwand entsteht.

Ein Teil des Anlageportfolios von Swiss Life besteht aus Anlagen in Fonds, die von nicht öffentlichen Gesellschaften emittierte Wertschriften (Private Equity, Infrastruktur, Hedge Funds) halten. Bei diesen Anlagen besteht die Möglichkeit, dass sie illiquide sind oder nur über längere Zeit oder mit Verlust veräussert werden können und dass sie keine angemessenen Erträge oder Kapitalgewinne erwirtschaften.

Kredit-/Ausfallrisiko

Die Gruppe trägt Kredit- bzw. Ausfallrisiken, die darin bestehen, dass eine Gegenpartei Beträge bei Fälligkeit nicht voll bezahlen kann. Vor allem in folgenden Bereichen ist die Gruppe gegenüber Kredit- bzw. Ausfallrisiken exponiert:

  • Gegenparteirisiko bei gekauften Anleihen;
  • Gegenparteirisiko bei gewährten Darlehen und Hypotheken;
  • Gegenparteirisiko bei Geldmarkt- und Barpositionen;
  • Gegenparteirisiko bei Derivatgeschäften;
  • Rückversicherungsanteil von Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft;
  • Forderungen gegenüber Rückversicherern für bereits ausbezahlte Versicherungsleistungen;
  • Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern;
  • Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern.

Um eingegangene Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Derivaten zu reduzieren, wurde ein Prozess für das Management von Sicherheiten eingerichtet. Vertragsgemäss müssen sämtliche ausstehenden Positionen voll besichert werden, wenn sie den vorab festgelegten Mindestbetrag erreichen. Dieser Betrag wird in der Regel sehr tief gehalten. Die Sicherheit wird täglich eingefordert. Die Liste der Gegenparteien für börsliche und ausserbörsliche Derivatgeschäfte muss sowohl vom Group Chief Risk Officer als auch vom Group Chief Investment Officer genehmigt werden. Für das Versicherungsgeschäft der Swiss Life-Gruppe muss eine Gegenpartei in der Regel mindestens das Rating A– haben (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating). In Zeiten turbulenter Märkte kann nur beschränkt auf die Ratings abgestützt werden. Folglich wurde ein zusätzliches Verfahren zur quantitativen und qualitativen Überwachung der Gegenparteien eingeführt, welches Sofortmassnahmen ermöglicht.

Die Steuerung des Gegenparteirisikos erfolgt in erster Linie über Gegenparteirisikolimiten sowie die Diversifikation in einem breiten Schuldneruniversum. Das spezifische Ausfallrisiko wird mit Credit-Default-Swaps, Credit-Default-Swap-Indizes und Optionen auf solchen Indizes gesteuert. Mit einem Credit-Default-Swap kann sich ein Gläubiger gegen den Ausfall eines Schuldners absichern. Diese Swaps werden ausserbörslich gehandelt und unterliegen dem oben beschriebenen Prozess für das Management von Sicherheiten. Mit einem Credit-Default-Swap-Index wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko einer Gruppe von Gegenparteien abgesichert. Credit-Default-Swap- Indizes werden ausserbörslich gehandelt. Put-Optionen auf Credit-Default-Swap-Indizes schützen vor negativen Kreditspreadbewegungen in der zugrunde liegenden Gruppe von Gegenparteien und werden ebenfalls ausserbörslich gehandelt.

Die Gruppe ist zudem mit Kredit- bzw. Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Forderungen gegenüber Rückversicherern konfrontiert. Die Finanzkraft der Rückversicherer wird daher laufend beobachtet. Die Bonität der Rückversicherer wird jährlich bzw. vor Vertragsunterzeichnung anhand ihrer Finanzkraft überprüft. Grundsätzlich schliesst die Swiss Life-Gruppe Rückversicherungen für ihre Versicherungsrisiken nur mit Gegenparteien mit einem Rating von A– oder höher (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating) ab. In Ausnahmefällen werden auch Rückversicherer mit niedrigerem Rating in Betracht gezogen. Des Weiteren hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften).

Die Gruppe hält weder eine wesentliche Verbindung zu einem einzelnen Rückversicherer noch hängt sie aufgrund ihrer Tätigkeit von einem einzelnen Rückversicherer ab.

Bei festverzinslichen Vermögenswerten wird das jeweilige gesamte Exposure pro Gegenpartei aggregiert und an das Group Risk Committee gemeldet. Ratings und Einzelpositionen oberhalb eines bestimmten Volumens werden bei festverzinslichen Vermögenswerten regelmässig an das Management gemeldet. Das Exposure gegenüber einzelnen Gegenparteien wird darüber hinaus auch mit anderen Mechanismen gesteuert, zum Beispiel durch ein Recht auf Verrechnung, falls eine Gegenpartei sowohl Schuldner als auch Gläubiger der Gruppe ist. Des Weiteren bestehen pro Gegenpartei Limiten für das Exposure. Dabei werden das Rating sowie der Umfang des Exposure im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen berücksichtigt. Zu den Informationen, die an das Management gemeldet werden, gehören auch Beurteilungen notleidender Kredite. In Fällen, in denen aufgrund der Vertragsgrösse ein gewisses Exposure gegenüber einzelnen Versicherungsnehmern oder homogenen Gruppen von Versicherungsnehmern vorliegt, erfolgt – ähnlich wie bei Rückversicherern – eine Finanzanalyse.

Darlehen ohne Rating umfassen in erster Linie Hypotheken und Policendarlehen. Für den Grossteil der Hypotheken wird ein Risikoklassensystem eingesetzt, welches dem Unternehmen zu jeder Zeit die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken auf Ebene der Portfolios, Schuldner und Kredite erlaubt. Das Risikoklassensystem ermöglicht zudem eine risikogerechte Preisbildung bei den Darlehen. Anwendung, Parametrierung und Kontrolle dieses Systems sind in einer vom Group Chief Investment Officer genehmigten internen Weisung geregelt.

In bestimmten Ländern wurden für die Überwachung des Kredit- bzw. Ausfallrisikos zusätzliche Richtlinien und Regeln festgelegt. Diese Richtlinien betreffen Anlagen in festverzinslichen Wertschriften, die hauptsächlich auf dem durchschnittlichen Rating des Emittenten beruhen (berechnet durch Gewichtung von Ausfallwahrscheinlichkeiten). Für die zulässigen Kapitalanlagen in nicht staatlichen Anleihen gelten Mindest- und Höchstgrenzen. Bei Kapitalanlagen in Staatsanleihen mit einem Rating unter AA– (Standard & Poor’s oder gleichwertiges Rating) sowie in nicht staatlichen Anleihen bestehen für das Exposure zusätzliche Limiten. Für bestimmte Geschäfte wird das Kredit- bzw. Ausfallrisiko anhand von Risikolimiten überwacht und gesteuert, wobei die Höchstgrenzen jährlich überprüft und genehmigt werden. Der überwiegende Teil des Anleihenportfolios besteht aus staatlichen Anleihen (einschliesslich Staatsanleihen in Fremdwährung / überstaatlicher Schuldner) und Anleihen aus dem Finanzsektor, die durch Sicherheiten oder staatliche Bürgschaften gedeckt sind.

Maximale Kredit- und Ausfallrisiken

Mio. CHFAuf Rechnung und Risiko der Swiss Life-GruppeAuf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-GruppeTotal
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
SCHULDPAPIERE
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Schuldpapiere5816355 7385 7856 3196 421
Jederzeit verkäufliche Schuldpapiere85 89584 88485 89584 884
Als Sicherheit verpfändete Schuldpapiere2 9422 1092 9422 109
Als Darlehen klassifizierte Schuldpapiere3 4434 3923 4434 392
TOTAL SCHULDPAPIERE92 86192 0205 7385 78598 59997 805
       
DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Jederzeit verkäufliche vorrangige Darlehen2 0582 058
Hypotheken7 5737 0737 5737 073
Unternehmens- und übrige Darlehen2 1201 7322 1201 732
Schuldscheindarlehen6 4616 7586 4616 758
Forderungen4 3584 2774 3584 277
TOTAL DARLEHEN UND FORDERUNGEN22 57019 84022 57019 840
       
ÜBRIGE AKTIVEN
Flüssige Mittel48442 6712 4892 6257 3335 296
Derivate1 8852 113001 8852 113
Guthaben aus Rückversicherung500478500478
TOTAL ÜBRIGE AKTIVEN7 2295 2612 4892 6259 7187 886
       
NICHT ERFASSTE POSTEN
Finanzgarantien28292829
Kreditzusagen208320208320
TOTAL NICHT ERFASSTE POSTEN236349236349
 
TOTAL KREDIT- UND AUSFALLRISIKEN122 897117 4708 2278 410131 124125 880

In der folgenden Tabelle sind die Sicherheiten und übrigen Bonitätsverbesserungen zur Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken hinsichtlich der maximalen Kredit- und Ausfallrisiken dargestellt.

Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken – gehaltene Sicherheiten und übrige Bonitätsverbesserungen per 31. Dezember 2016

Mio. CHFSchuldpapiereDarlehen und ForderungenFlüssige MittelDerivate (Aktiven)Guthaben aus RückversicherungFinanzgarantien und KreditzusagenTotal
BESICHERT DURCH
Barsicherheiten11 1191361 256
Wertpapiersicherheiten48729463844
Hypothekarische Sicherheiten8 9299 61117118 712
Übrige Sicherheiten2 2602 260
Garantien5785373351 450
Aufrechnungsvereinbarungen1 47135411 826
TOTAL BESICHERT9 50714 3673351 47443023426 347
        
NICHT BESICHERT
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner48 5243 98677153 282
Unternehmen34 7151 1133 73741170240 048
Übrige1163 1043 219
TOTAL NICHT BESICHERT83 3558 2034 50941170296 549
 
TOTAL92 86122 5704 8441 885500236122 897

Minderung der Kredit- und Ausfallrisiken – gehaltene Sicherheiten und übrige Bonitätsverbesserungen per 31. Dezember 2015

Mio. CHFSchuldpapiereDarlehen und ForderungenFlüssige MittelDerivate (Aktiven)Guthaben aus RückversicherungFinanzgarantien und KreditzusagenTotal
BESICHERT DURCH
Barsicherheiten1 939902 029
Wertpapiersicherheiten44418169694
Hypothekarische Sicherheiten9 2139 29427418 781
Übrige Sicherheiten2984302
Garantien6245542121 389
Aufrechnungsvereinbarungen14711159
TOTAL BESICHERT9 83710 7362121 95027234723 353
 
NICHT BESICHERT
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner46 6124 10335051 065
Unternehmen35 4512 1432 109163206240 075
Übrige1202 8582 978
TOTAL NICHT BESICHERT82 1839 1042 459163206294 117
 
TOTAL92 02019 8402 6712 113478349117 470

Zur Minderung spezifischer Kredit- und Ausfallrisiken sichert sich die Gruppe in Form von Credit-Default-Swaps und Credit-Default-Swap-Indizes gegen solche Risiken ab. Per 31. Dezember 2016 beliefen sich diese derivativen Verträge auf einen Nennwert von CHF 4554 Millionen (2015: CHF 3811 Millionen).

Kredit- und Ausfallrisiken von Schuldinstrumenten – Bonitätsrating nach Klasse per 31. Dezember 2016

Mio. CHFAAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingÜberfällig oder wertgemindertTotal
SCHULDPAPIERE
Überstaatliche Schuldner2 30664719333 005
Staatsanleihen in Lokalwährung19 54019 3472 318826233442 268
Staatsanleihen in Fremdwährung2398757681 2521183 251
Gedeckte/garantierte Anleihen8 109972331959 507
Unternehmen5773 72313 90814 5971 9091034 715
Übrige5833168116
TOTAL SCHULDPAPIERE30 77225 62217 37516 8192 2685092 861
         
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften2 55812 558
Wohngebäude4 997195 015
TOTAL HYPOTHEKEN7 554207 573
         
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner1 9241 84112286303 976
Unternehmen1 3156491 4261 1661 6671 11517 339
Übrige215102573 542533 681
TOTAL ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN3 2422 5051 5581 2541 7274 6575314 997

Kredit- und Ausfallrisiken von Schuldinstrumenten – Bonitätsrating nach Klasse per 31. Dezember 2015

Mio. CHFAAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingÜberfällig oder wertgemindertTotal
SCHULDPAPIERE
Überstaatliche Schuldner2 00043618322 486
Staatsanleihen in Lokalwährung21 11716 5602 2017532793-40 914
Staatsanleihen in Fremdwährung1927821 1639261493 212
Gedeckte/garantierte Anleihen7 9831 2354481709 837
Unternehmen5234 32914 53713 8502 17203935 451
Übrige6333168120
TOTAL SCHULDPAPIERE31 81523 40618 40015 7482 60833992 020
 
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften2 53712 537
Wohngebäude4 519174 536
TOTAL HYPOTHEKEN7 056177 073
 
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Staatsanleihen und überstaatliche Schuldner1 8201 999138733404 063
Unternehmen1 361754870773631 13204 953
Übrige46197413 600483 751
TOTAL ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN3 1842 7591 027920984 7314812 767

Überfällige finanzielle Vermögenswerte (nicht wertgemindert) – Analyse der Altersstruktur per 31. Dezember 2016

Mio. CHFBis zu 3 Monaten3–6 Monate6–12 MonateÜber
1 Jahr
Total
HYPOTHEKEN
Wohngebäude1021317
TOTAL1021317
      
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Übrige19361038
TOTAL19361038
 

Überfällige finanzielle Vermögenswerte (nicht wertgemindert) – Analyse der Altersstruktur per 31. Dezember 2015

Mio. CHFBis zu 3 Monaten3–6 Monate6–12 MonateÜber
1 Jahr
Total
HYPOTHEKEN
Wohngebäude712516
TOTAL712516
 
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Übrige766928
TOTAL766928

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFBruttobetragWertminderungenBuchwert
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
SCHULDPAPIERE
Unternehmen31103–31–63039
TOTAL31103–31–63039
       
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften110011
Wohngebäude210021
TOTAL32–1032
       
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen100010
Übrige2631–11–111520
TOTAL2631–11–111620

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte – Wertberichtigungen für das Geschäftsjahr 2016

Mio. CHFStand 1. JanuarWerminderungen/-aufholungenAusbuchungen und AbgäneWährungsum-
rechnungs-
differenzen
Stand am Ende der Periode
      
SCHULDPAPIERE
Unternehmen632–34031
TOTAL632–34031
      
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften000
Wohngebäude0000
TOTAL0001
      
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen00000
Übrige1100011
TOTAL1100011

Einzeln als wertgemindert identifizierte finanzielle Vermögenswerte – Wertberichtigungen für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHFStand 1. JanuarWerminderungen/-aufholungenAusbuchungen und AbgäneWährungsum-
rechnungs-
differenzen
Stand am Ende der Periode
 
SCHULDPAPIERE
Unternehmen690–6063
TOTAL690–6063
 
HYPOTHEKEN
Geschäftsliegenschaften000
Wohngebäude00000
TOTAL10000
 
ÜBRIGE DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Unternehmen000
Übrige830–111
TOTAL830–111

Die Kriterien, die bei der Überprüfung von finanziellen Vermögenswerten auf Wertminderungen angewandt werden, sind im Anhang 2.9 erläutert.

Kredit- und Ausfallrisiken übriger Vermögenswerte

Mio. CHFAAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingTotal
 
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2016
Flüssige Mittel7811 8741 9561410924 844
Derivate334650713143451 885
Guthaben aus Rückversicherung28317938500
TOTAL1 1152 8072 84828401757 229
        
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2015      
Flüssige Mittel3587371 3331550872 671
Derivate369717855131402 113
Guthaben aus Rückversicherung2122151437478
TOTAL7271 6662 40330001655 261

Per 31. Dezember 2016 und 2015 waren keine Guthaben aus Rückversicherung überfällig oder wertgemindert.

Kredit- und Ausfallrisiken nicht erfasster Posten

Mio. CHFAAAAAABBBTiefer als BBBKein RatingTotal
  
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2016 
Finanzgarantien2828
Kreditzusagen208208
TOTAL236236
        
BONITÄTSRATING PER 31. DEZEMBER 2015
Finanzgarantien2929
Kreditzusagen320320
TOTAL349349
Währungsrisiko

Die Swiss Life-Gruppe ist international tätig. Währungsrisiken bestehen für sie vor allem in Bezug auf den Euro, den US-Dollar, das britische Pfund und den kanadischen Dollar. Die meisten Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten lauten auf Schweizer Franken, Euro und US-Dollar, deren Wert von Wechselkursschwankungen beeinflusst wird. Die Gruppe operiert mit mehreren funktionalen Währungen (vor allem Schweizer Franken und Euro). Ihre Finanz- und Ertragslage könnte durch eine Schwächung der erwähnten Fremdwährungen gegenüber dem Franken stark beeinträchtigt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität von monetären Posten der Gruppe gegenüber Wechselkursschwankungen:

Rückgang des Kurses um 1%

Mio. CHFGewinn (+)/Verlust (–)1
20162015
EUR/CHF–1–1
USD/CHF–5–11
GBP/CHF0–4
CAD/CHF–10

Ausserdem würden eine Aufwertung oder eine Abschwächung der Wechselkurse die Währungsumrechnungsreserve im Eigenkapital der Gruppe beeinflussen. Wäre der Euro-Wechselkurs am Bilanzstichtag 1% höher/tiefer gewesen, wäre das Eigenkapital insgesamt rund CHF 38 Millionen höher/tiefer ausgefallen (2015: CHF 34 Millionen).

Die europäischen Versicherungs- und Anlagebereiche der Swiss Life-Gruppe (ausserhalb der Schweiz) legen Kapital generell in Vermögenswerten an, die auf dieselbe Währung lauten wie ihre Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus den Kapitalanlageverträgen. Dadurch vermindert sich das Währungsrisiko für diese Gesellschaften. Das Währungsrisiko ergibt sich somit aus bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf andere Währungen lauten, und aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Obwohl Swiss Life ein aktives Währungsmanagement betreibt, um die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf ihre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu reduzieren, insbesondere durch Absicherung gegen das Risiko solcher Änderungen von Teilen ihrer Kapitalanlagen in Euro oder US-Dollar, könnten sich starke Wechselkursänderungen negativ auf die Ertrags- und Finanzlage sowie den Wert des Anlageportfolios von Swiss Life auswirken. Das Währungsrisiko wird in Übereinstimmung mit der strategischen Asset Allocation abgesichert. Die Instrumente, mit denen sich die Swiss Life- Gruppe absichert, korrelieren unter Umständen nicht vollkommen mit den entsprechenden Vermögenswerten, so dass die Gruppe trotzdem mit Verlusten rechnen muss, wenn der Wert der Absicherung und der Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts bzw. der zugrunde liegenden Verbindlichkeit nicht angemessen korrespondieren.

Aufgrund der Begrenztheit des schweizerischen Kapitalmarkts in Bezug auf Liquidität und Duration erfolgen Kapitalanlagen in der Schweiz auch in anderen Währungen als dem Schweizer Franken.

Das in der Bilanz vorhandene Währungsrisiko wird weitgehend mittels Fremdwährungsderivaten abgesichert. Die Absicherung erfolgt gesamthaft für monetäre und nicht monetäre Posten.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass nicht genug Barmittel zur Verfügung stehen, um Verpflichtungen (in erster Linie Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft und Schuldverpflichtungen) bei Fälligkeit zu angemessenen Kosten zu bezahlen. Die Liquiditätsrisiken der Swiss Life-Gruppe ergeben sich primär aus der Inanspruchnahme ihrer Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen. Die Swiss Life-Gruppe trägt das Risiko, bei unerwarteten langfristigen Marktturbulenzen ihre Schuldverpflichtungen nicht refinanzieren zu können.

Auf operativer Ebene werden mittels rollender Prognosen situative Liquiditätsrisiken erfasst, die sich primär aus der unerwarteten Inanspruchnahme der Barmittel durch Leistungsansprüche, Auszahlungen bei Fälligkeit und Rückkäufe von Versicherungs- sowie Kapitalanlageverträgen ergeben. Um unerwartete Liquiditätsengpässe in Zeiten zu überwinden, in denen Veräusserungen von Vermögenswerten nicht erwünscht sind, werden Repurchase-Vereinbarungen verwendet, damit die kurzfristige Refinanzierung zu möglichst tiefen Kosten sichergestellt ist.

Auf strategischer Ebene verfügt die Swiss Life-Gruppe über bedeutende Liquidität und plant die Fälligkeit der Schulden aktiv. Damit stellt sie eine finanzielle Flexibilität und ein effizientes Liquiditätsmanagement sicher.

Die Liquiditätsanalyse von finanziellen Verbindlichkeiten und Zusagen beruht auf nicht diskontierten Mittelflüssen nach vertraglicher Restlaufzeit, während bei Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft und aus Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer die Analyse der Mittelabflüsse nach geschätztem Zeitpunkt erfolgt. Mittelabflüsse bei Verbindlichkeiten aus zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltenen Derivaten werden anhand der erwarteten Erfüllungsdaten von Forward Starting Swaps bzw. der vertraglichen Fälligkeit von Forward Starting Bonds untersucht. Die Analyse umfasst nur Beträge auf Rechnung und Risiko der Swiss Life-Gruppe.

Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2016

Mio. CHFMittelflüsseBuchwert
 Bis zu 1 Monat1–3 Monate3–12 Monate1–5 Jahre5–10 JahreÜber 10 JahreTotal 
         
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate212579363751 20394
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung22392102 4361 7146 15910 58010 580
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung00000200200200
Anleihen und Darlehensverpflichtungen0198162 2091 9776735 6944 627
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten5 4221 1974 11136646536011 92111 830 1
TOTAL5 4441 2545 3505 5904 1927 76729 59827 332
         
VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT UND AUS ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG DER VERSICHERUNGSNEHMER
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft3093293 2518 64615 35079 358107 243107 243
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer1041684 2255 752851 70912 04312 043
TOTAL4134977 47514 39815 43581 067119 286119 286
         
GARANTIEN UND ZUSAGEN
Finanzgarantien260228
Kreditzusagen33541041701208
Kapitalzusagen1 2910111031 404
TOTAL1 35054115122011 641

Liquiditätsrisiken per 31. Dezember 2015

Mio. CHFMittelflüsseBuchwert
Bis
zu 1
Monat
1–3
Monate
3–12
Monate
1–5
Jahre
5–10
Jahre
Über
10
Jahre
Total
 
FINANCIAL LIABILITIES
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate163713916253
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung22382032 2721 6835 7119 9299 929
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung00023185190190
Anleihen und Darlehensverpflichtungen156196681 7662 2484 8564 078
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten3 6977794 86434823037410 29210 2161
TOTAL3 8758365 8994 4584 1636 66225 89324 417
 
VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT UND AUS ÜBERSCHUSSBETEILIGUNG DER VERSICHERUNGSNEHMER
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft2162092 5896 27912 57183 126104 990104 990
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer861263 4064 876291 54210 06510 065
TOTAL3023355 99511 15512 60084 669115 056115 056
 
GARANTIEN UND ZUSAGEN
Finanzgarantien2929
Kreditzusagen96721222802320
Kapitalzusagen54496640
TOTAL6697212212402989
Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die erwartete Realisierung von Vermögenswerten oder Begleichung von Verbindlichkeiten. Vermögenswerte werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Realisierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Verbindlichkeiten werden als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als langfristig klassifiziert.

Mio. CHF      
KurzfristigLangfristigAuf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-GruppeTotal
 31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
         
AKTIVEN
Flüssige Mittel4 8442 6712 4892 6257 3335 296
Derivate4836231 4021 490001 8852 113
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte124124
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte3 9693 0953 4833 20227 47927 29334 93133 590
Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte8 8016 17791 45489 848100 25696 026
Darlehen und Forderungen7 6496 52516 30717 70723 95524 232
Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte16222 9262 0862 9422 109
Investitionsliegenschaften23 80121 55723 80121 557
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen93679367
Guthaben aus Rückversicherung318310183167500478
Sachanlagen383407383407
Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft2 7172 8402 7172 840
Laufende Ertragssteuerguthaben41174117
Latente Ertragssteuerguthaben39473947
Übrige Aktiven276179568292844471
TOTAL AKTIVEN26 40819 624143 355139 71029 96829 918199 731189 252
         
VERBINDLICHKEITEN
Derivate8693897806011 648989
Kapitalanlageverträge und anteilgebundene Lebensversicherungsverträge27226410 5099 85626 14026 61036 92036 730
Anleihen und Darlehensverpflichtungen6656903 9633 3884 6274 078
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten10 96810 7594 2322 02115 20012 780
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft3 8883 014103 354101 9773 6923 167110 935108 157
Verbindlichkeiten aus Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer4 4983 6187 5466 44712 04310 065
Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende1441431 9231 8342 0681 976
Laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten122104122104
Latente Ertragssteuerverbindlichkeiten1 9981 7201 9981 720
Rückstellungen2037566575101
Übrige Verbindlichkeiten3342712022355293
TOTAL VERBINDLICHKEITEN21 77919 288134 380127 93029 83329 777185 992176 994
Hedging

Die Swiss Life-Gruppe nutzt Derivate innerhalb der strengen Grenzen der geltenden Versicherungsgesetze und der internen Richtlinien. In erster Linie werden Derivate verwendet, um die Risiken aus dem Exposure gegenüber Wechselkursen, Zinssätzen, Beteiligungspapieren und Gegenparteien zu steuern. Zu den wichtigsten Instrumenten zählen hierbei Index-Futures und Optionsstrukturen in Aktienmärkten, Bond-Futures und Swaps zur Steuerung der Duration, Devisentermingeschäfte und -optionen zur Steuerung des Währungsrisikos sowie Credit- Default-Swaps, Credit-Default-Swap-Indizes oder Optionen auf solchen Indizes zur Steuerung des Gegenparteirisikos. Innerhalb bestimmter Grenzen dienen Derivate zur Erhöhung der Erträge des bestehenden Portfolios. Die Derivatetypen, deren Einsatz in der Swiss Life-Gruppe generell zulässig ist, sowie die Liste der verfügbaren ausserbörslichen Handelspartner wurden vom Group Risk Committee genehmigt.

Hedgingstrategien beinhalten die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen («Hedge Accounting ») gemäss IFRS sowie wirtschaftliche Absicherungen («Economic Hedging»). Letztere umfassen Derivate in Kombination mit finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die einen gemeinsamen Risikofaktor aufweisen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, welche sich meist gegenseitig aufheben.

5.5 Ziele und Grundsätze des Managements von Versicherungsrisiken

Versicherungsverträge sind Verträge, bei denen eine Partei (die Versicherungsgesellschaft) einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) eine Entschädigung für den Fall zusagt, dass sie von einem bestimmten zukünftigen Ereignis betroffen ist, dessen Eintreten nicht sicher ist. Die Versicherungsgesellschaften der Gruppe stimmen einem Versicherungsschutz für Antragsteller weder generell zu noch lehnen sie ihn generell ab. Vielmehr stellen sie sicher, dass alle Versicherungsrisiken identifiziert und gründlich beurteilt werden und dass die Versicherungsprämien das übernommene Risiko korrekt widerspiegeln. Die Höhe und die Art des übernommenen Risikos müssen der Risikopolitik und -strategie der Gruppe entsprechen und die Profitabilitätsvorgaben erfüllen.

Das Wesen des Versicherungsrisikos

Bei der Entwicklung eines neuen oder der Überprüfung eines bestehenden Produkts muss darauf geachtet werden, dass das Produkt weder ein systemisches Risiko noch Anreize für eine Negativselektion enthält. Das Produkt muss den Marktbedürfnissen entsprechen. Die Swiss Life- Gruppe bevorzugt eine transparente und einfache Produktgestaltung mit einer zuverlässigen Tarifierungsbasis, für die ausreichende statistische Daten verfügbar sind. Ein Versicherungsrisiko entsteht dann, wenn biometrische Parameter negativ von den Erwartungen abweichen. Die Unsicherheit bei der Schätzung künftiger Leistungszahlungen und Prämieneingänge für langfristige Versicherungsverträge beruht beispielsweise auf der Unvorhersehbarkeit der Langzeitveränderungen von Sterblichkeits- und Invaliditätsrate. Zudem können zufällige Schwankungen zu Abweichungen vom erwarteten Ergebnis führen. Die Auswirkungen solcher Schwankungen hängen vom Diversifikationsgrad eines Vertragsbestands, das heisst vom Portefeuille-Umfang ab.

Die Quantifizierung des Lebensversicherungsrisikos basiert auf einer Sensitivitätsanalyse: Das Versicherungsrisiko wird als Abweichung der Versicherungsrisikofaktoren von den entsprechenden bestmöglichen Schätzungen gemessen bzw. als Eintreffen dieser Risikofaktoren. Risikofaktoren in der Lebensversicherung sind u. a. Sterblichkeitsraten, Invaliditätsraten und Langlebigkeit.

Das Wesen des Versicherungsrisikos lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Sterblichkeit und Langlebigkeit

Die Risiken Sterblichkeit und Langlebigkeit beziehen sich auf die finanziellen Folgen, die entstehen, wenn versicherte Personen früher sterben bzw. länger leben als erwartet. Für einen Lebensversicherer, der beispielsweise lebenslängliche Renten zahlt, stellen Personen, die länger als erwartet leben, ein finanzielles Risiko dar. Ein Lebensversicherer hingegen, der Todesfallleistungen erbringt, trägt die finanziellen Folgen eines Anstiegs der Sterblichkeitsrate.

Das BVG-Segment des Kollektiv-Lebensversicherungsgeschäfts in der Schweiz ist ein bedeutender Teil des gesamten Lebensversicherungsgeschäfts der Gruppe. Es stellt ein Beispiel für eine Mindestrenditegarantie in Form des Rechts dar, die Versicherungssumme zu einem garantierten Umwandlungssatz in eine Altersrente umzuwandeln: Der garantierte Rentenumwandlungssatz im Rahmen des BVG-Obligatoriums für Pensionierungen beträgt für Männer 6,8% (Rentenalter 65) und für Frauen 6,8% (Rentenalter 64).

Nachstehend eine Übersicht der im Hinblick auf die Risikofaktoren Sterblichkeit, Morbidität und Langlebigkeit in Auszahlung oder in der Finanzierungsphase befindlichen Renten und Versicherungsleistungen:

Jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Leibrenten – laufend566586
Leibrenten – aufgeschoben491529
Zeitrenten – laufend66
Zeitrenten – aufgeschoben3941
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend221219
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben6 8777 045
TOTAL EINZELLEBENGESCHÄFT8 2008 427

Jährlich zahlbare Renten nach Rentenart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Altersrenten – laufend910847
Altersrenten – aufgeschoben379376
Hinterbliebenenrenten – laufend138135
Hinterbliebenenrenten – aufgeschoben2 6772 599
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – laufend310369
Erwerbsunfähigkeits- und übrige Renten – aufgeschoben15 46014 979
TOTAL KOLLEKTIVLEBENGESCHÄFT19 87419 305

Versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Einzellebengeschäft

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Lebenslange und temporäre Todesfallversicherung23 28424 277
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit2626
Übrige4 7204 594
TOTAL EINZELLEBENGESCHÄFT28 03028 897

Versicherte Leistungen nach Versicherungsart – Kollektivlebengeschäft

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Temporäre Todesfallversicherung53 44454 671
Kapitalleistung bei Erwerbsunfähigkeit473479
Übrige1 2961 069
TOTAL KOLLEKTIVLEBENGESCHÄFT55 21356 219
Morbidität und Invalidität

Das Risiko Invalidität bezieht sich auf die finanziellen Folgen, die entstehen, wenn bestimmte Personengruppen häufiger invalid werden und/oder weniger schnell als erwartet genesen. Die bedeutendsten Risikofaktoren im Hinblick auf Morbidität sind Epidemien oder wesentliche Änderungen der Lebensgewohnheiten, zum Beispiel der Ess-, Rauch- und Bewegungsgewohnheiten, oder wirtschaftliche Faktoren.

Eingebettete Optionen

Hat ein Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Vertrags künftig vollständig oder teilweise von der Prämienzahlung befreien zu lassen, den Vertrag insgesamt zu kündigen oder eine garantierte Rentenoption auszuüben, hängt die Höhe der Versicherungsverpflichtung in gewissem Umfang auch vom Verhalten des Versicherungsnehmers ab. Unter der Annahme, dass ein bestimmter Teil der Versicherungsnehmer rational entscheiden wird, kann das Versicherungsrisiko insgesamt durch dieses Verhalten erhöht werden. So werden Versicherungsnehmer, deren Gesundheitszustand sich stark verschlechtert hat, wahrscheinlich weniger zur Kündigung von Verträgen mit Invaliditäts- oder Todesfallleistungen neigen als Versicherungsnehmer, die bei guter Gesundheit sind. Dies führt tendenziell zu einem Anstieg der erwarteten Sterblichkeit der Versicherungsnehmer, je stärker das Vertragsportefeuille durch Rückkauf schrumpft.

Zeichnungsstrategie

Bei der Zeichnung des Geschäfts geht es um die Auswahl und Klassifizierung versicherbarer Risiken. Die Zeichnungsstrategie versucht sicherzustellen, dass die gezeichneten Risiken hinsichtlich des Risikotyps und der Höhe der versicherten Leistungen profitabel und gut diversifiziert sind. Bei der Zeichnung von Lebengeschäft geht es darum, dass die Prämien und allgemeinen Bedingungen der Versicherungspolicen für die zu versichernden Risiken angemessen sind. Der erste Schritt im Zeichnungsprozess besteht darin festzulegen, welche Einzelrisiken akzeptiert werden können. Der zweite Schritt ist die Zusammenfassung der akzeptierten Risiken in Gruppen mit ähnlich hohem Risiko. Beide Prozesse müssen objektiv und einheitlich durchgeführt werden. Die Gruppe legt Limiten für die Annahme von Versicherungsdeckungen fest, die sich aus neuem und erneuertem Geschäft ergeben. Im Rahmen des Zeichnungsverfahrens findet auch eine Gesundheitsprüfung statt, so dass die erhobenen Prämien den Gesundheitszustand und die familiäre Vorbelastung der Antragsteller widerspiegeln. Die Limiten betreffen die risikobehafteten Beträge, die maximal versicherten Schäden oder den Barwert der Prämien auf Vertrags- oder Versichertenebene. Je nach Typ des Geschäfts und der überschrittenen Limite muss der neue oder erneuerte Vertrag vom jeweiligen Risikoausschuss oder von der Geschäftsleitung genehmigt werden. Verträge, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, werden vor der Genehmigung nach vorab definierten Verfahren einzeln auf ihre Profitabilität überprüft. Bestimmte Verträge, die spezifische Risiken im Zusammenhang mit Derivaten oder demografischen Risikofaktoren enthalten, für die keine verlässlichen Daten verfügbar sind, müssen unabhängig von der Höhe der angebotenen Deckung zur Genehmigung vorgelegt werden. Über Versicherungsdeckungen, welche die festgesetzten Limiten übersteigen, müssen regelmässige interne Berichte vorgelegt werden. Darüber hinaus müssen die Zeichnungspraktiken den Gesetzen des jeweiligen Landes entsprechen.

Für bestimmte Teile des Kollektivlebengeschäfts gilt im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen, die vor der Zeichnung von Geschäft verlangt werden, das Recht des jeweiligen Landes. Für bestimmte Teile des Einzellebengeschäfts bestehen Vereinbarungen im Hinblick auf Gesundheitsprüfungen von Antragstellern vor der Zeichnung von Geschäft. Wird das Risiko hoch eingeschätzt, werden der Ausschluss spezifischer Risiken, die Anpassung der Prämien, die Rückversicherung oder die Ablehnung des Antrags in Betracht gezogen.

Im Unfall- und Krankengeschäft umfasst die Zeichnungsstrategie biometrische und finanzielle Daten der zu versichernden Personen, den Vertragstyp und Erfahrungswerte.

Nichtleben

Die Swiss Life-Gruppe verfügt primär in Frankreich über Geschäftsbereiche zur Deckung von Unfall- und Krankheits- (Invaliditäts-) sowie Sach- und Haftpflichtrisiken.

Leistungsansprüche aus dem Unfall- und Krankengeschäft decken primär die Erstattung von Behandlungskosten, Krankentaggeld, Renten und langfristige medizinische Betreuung. Die Faktoren, die zu einer Zunahme der Gesamtverpflichtungen in der Krankenversicherung führen könnten, sind die Erhöhung der Schadenhäufigkeit infolge eines Anstiegs des Durchschnittsalters der Versicherten sowie negativer wirtschaftlicher und sozialer Faktoren. Die Verbindlichkeiten aus Unfall- und Krankenversicherungsverträgen müssen noch offene Schadenfälle und eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden (Spätschäden) berücksichtigen. Ein grosser Teil der Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen betrifft Spätschäden, und die Erfahrung zeigt, dass späte Schadenmeldungen, sowohl was die Anzahl der Schäden als auch die Schadenhöhe anbelangt, erhebliche Auswirkungen bei Krankenversicherungsverträgen haben.

Die Gruppe steuert die Risiken, die sich aus diesen Verträgen ergeben, mit Hilfe ihrer Zeichnungsstrategie und durch Rückversicherungsvereinbarungen.

Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen

Mio. CHFSchätzung endgültige Schadenskosten nach Schadenjahr
2007200820092010201120122013201420152016Total
Am Ende des Schadenjahrs416345392323311303335342296267n. a.
1 Jahr später383387373369362330361346322n. a.
2 Jahre später353310320314324331296309n. a.
3 Jahre später296275293286336285281n. a.
4 Jahre später272259276301300276n. a.
5 Jahre später261242297265293n. a.
6 Jahre später239232263257n. a.
7 Jahre später260225253n. a.
8 Jahre später228221n. a.
9 Jahre später226n. a.
DERZEITIGE SCHÄTZUNG DER KUMULIERTEN SCHADENFÄLLE2262212532572932762813093222672 705
Kumulierte Zahlungen–209–205–226–231–229–218–222–216–190–113–2 058
VERBINDLICHKEITEN VOR DISKONTIERUNG1717282665585993131154647
Auswirkungen der Diskontierung
VERBINDLICHKEITEN FÜR DAS AKTUELLE UND DIE 9 FRÜHEREN GESCHÄFTSJAHRE1717282665585993131154647
Verbindlichkeiten aus früheren Jahren204
TOTAL SCHADENFÄLLE IM RAHMEN VON NICHTLEBENSVERSICHERUNGSVERTRÄGEN (BRUTTO)851

Die Entwicklung bei Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen umfasst das Nichtlebengeschäft in Frankreich. Ein kleiner Teil des Nichtlebengeschäfts ist von kurzfristiger Natur in dem Sinne, dass die eingetretenen Schadenfälle für diesen Teil fast immer innerhalb eines Jahres abgewickelt werden. Offene Schadenfälle am Bilanzstichtag sind deshalb hinsichtlich ihres Ausmasses nicht relevant, und die endgültigen Schadenkosten unterliegen im Verlauf der Zeit keinen wesentlichen Veränderungen. Die Angaben zu diesem Geschäftszweig sind in obiger Tabelle nicht enthalten.

Die Annahmevorschriften für Risiken stimmen mit dem «Code des Assurances» und dem französischen Aufsichtsrecht überein. Zeichnungsrichtlinien und Tarife werden jährlich überprüft.

Die Überwachung der eingegangenen Risiken hinsichtlich der entsprechenden Prämien und Schäden erfolgt monatlich. Bei Risiken, deren Schadensatz ein bestimmtes Mass übersteigt, wird für die Anpassung der Tarife ein automatisches Schadenüberwachungssystem eingesetzt.

Rückversicherung

Durch Rückversicherung wird das Versicherungsrisiko der Gruppe begrenzt. Dies entlastet die Gruppe jedoch nicht von ihren Verpflichtungen als Erstversicherer; und wenn ein Rückversicherer einen Schaden nicht bezahlt, haftet die Gruppe gegenüber dem Versicherungsnehmer weiterhin für die Zahlungen. Für nicht einbringliche Forderungen gegenüber Rückversicherern würde eine auf Schätzungen basierende Wertberichtigung ausgewiesen.

Zusätzlich hält die Gruppe umfangreiche Sicherheiten im Rahmen von Rückversicherungsverträgen zur Sicherstellung von Forderungen (Depoteinlagen und Wertschriften). Von Rückversicherern rückforderbare Beträge werden auf Basis der geschätzten Leistungen aus den Erstversicherungsverträgen berechnet und in der Bilanz unter Guthaben aus Rückversicherung ausgewiesen.

Das Management überprüft die Rückversicherungsprogramme regelmässig unter Berücksichtigung von Vertrag, Typ, gedeckten Risiken und Selbstbehalt. Für die Genehmigung von Rückversicherungsprogrammen und deren Änderung werden ein Prozess, die Kompetenzen und die Limiten festgelegt. Rückversicherungsrichtlinien gewährleisten die Einhaltung der Prinzipien der Gruppe.

Im Rahmen ihrer Selbstbehaltspolitik beschränkt die Gruppe ihr Exposure für Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsleistungen auf CHF 5 Millionen pro Leben. Bei anderen Produkten (z. B. zur Absicherung von schweren Krankheiten oder Langzeitpflege) oder Exposures in internationalen Märkten kann der Selbstbehalt tiefer sein. Zur Deckung von Schadenhäufungen, die aus einem einzigen Ereignis oder einer Reihe von zusammenhängenden Ereignissen entstanden sind, bestehen Rückversicherungsverträge, die das Katastrophenrisiko abdecken.

Auf Gruppenebene ist das Rückversicherungsteam verantwortlich für die Umsetzung der Selbstbehaltspolitik mittels gruppeninterner Rückversicherung. Letztere wird wie ein Drittgeschäft behandelt.

Bei Sach- und Haftpflichtversicherungen umfassen die Rückversicherungsvereinbarungen überwiegend nichtproportionale Deckungen für einzelne Risiken und/oder Ereignisse, die an das spezifische Exposure angepasst sind. Dies umfasst Schadenexzedenten-, Stop-Loss- und Katastrophendeckungen. Zum Schutz vor spezifischen Risiken wird auch fakultative Rückversicherung eingekauft.

Gemessen an den verdienten Versicherungsprämien waren am 31. Dezember 2016 etwa 1,2% zediert (2015: 1,0%).

Übriger Risikotransfer

Der Risikotransfer findet primär in Form von Rückversicherung statt. Alternative Formen des Risikotransfers (zum Beispiel Verbriefung) erfordern eine formelle Genehmigung des Group Risk Committee. Gegenwärtig nutzt die Gruppe keine nennenswerten alternativen Formen des Risikotransfers.

Versicherungsrisiken werden regelmässig an das Group Risk Committee berichtet.

Sensitivitätsanalyse

Die Swiss Life-Gruppe verwendet hinsichtlich Versicherungs- und Marktrisiken den Market Consistent Embedded Value (MCEV) gemäss den Market Consistent Embedded Value Principles © 1 des European Insurance CFO Forum als wichtiges Führungsinstrument für die Sensitivitätsanalyse. Der Embedded Value dient aus Sicht des Aktionärs als Indikator für den Wert des bestehenden Versicherungsportefeuilles. Er setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem den Aktionären zuzuordnenden Nettoinventarwert (NAV) und dem Wert des Bestandesgeschäfts (Value of In-Force Business – VIF). Zukünftiges Neugeschäft wird nicht einbezogen.

Per 31. Dezember 2016 belief sich der MCEV der Swiss Life-Gruppe auf CHF 13,7 Milliarden (2015: CHF 12,5 Milliarden). Aufgrund unterschiedlicher Bewertungsmethoden werden Veränderungen des Embedded Value in der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Erfolgsrechnung der Swiss Life-Gruppe normalerweise nicht in demselben Mass widergespiegelt, und umgekehrt.

Die Berechnungen des MCEV beruhen auf Wirtschaftsszenarien, welche zu Marktbedingungen am Bewertungsstichtag kalibriert werden. Dafür wurden zu einigen Faktoren realitätsnahe Annahmen getroffen, vor allem zur Asset Allocation, Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer, Kosten- und Schadenentwicklung, zum Verhalten der Versicherungsnehmer, zur Sterblichkeit und zur Morbidität. Dabei wird von der Fortführung des Geschäfts auf gleichem Niveau ausgegangen (Going Concern) und die gegenwärtigen Kostensätze werden – inflationsbereinigt – auch für die Zukunft angenommen. Dem MCEV werden die zukünftigen Kosten für Steueraufwendungen und Vermögensverwaltungskosten für Anlagen zur Besicherung des Solvenzkapitals belastet, das der Aktionär dem Versicherungsgeschäft zu unterlegen hat. Die Swiss Life-Gruppe berechnet den Embedded Value für sämtliche ihrer Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften. Alle anderen Unternehmen werden zum Nettobuchwert nach IFRS berücksichtigt. Folglich hat die Sensitivität des Embedded Value auf den Wert dieser Unternehmen keine Auswirkungen.

Eine Analyse der Sensitivität gibt darüber Aufschluss, in welchem Mass Schwankungen der Risikofaktoren den Embedded Value beeinflussen. Die Analyse beruht auf Änderungen der Annahmen, die zur Berechnung des Embedded Value verwendet werden, wobei ein spezifischer Risikofaktor verändert wird, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden (es sei denn, sie stehen dazu in direktem Zusammenhang). In der Praxis ist dieser Fall unwahrscheinlich und Änderungen einiger Annahmen sind möglicherweise korreliert. Bei einer Veränderung eines spezifischen Risikofaktors geht der Effekt von erwarteten Managementmassnahmen, wie sich dadurch verändernde Zuweisungen an die Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer und dem dynamischen Verhalten der Versicherungsnehmer, in die Analyse ein. Die Veränderungen des Risikofaktors werden auf den gesamten Projektionszeitraum angewandt.

Die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf das Versicherungsrisiko ergibt Folgendes:

Eine höhere Sterblichkeit hätte einen signifikant positiven Effekt auf den Embedded Value aus Leibrenten (Erlebensfallrisiko), während der negative Effekt auf den Embedded Value aus Verträgen mit Todesfalldeckung (Todesfallrisiko) aufgrund der entsprechend tieferen Überschussanteile der Versicherungsnehmer vergleichsweise gering ausfällt. Deshalb stellt diese Sensitivität für den Embedded Value kein signifikantes Risiko dar.

1 Copyright © Stichting C FO Forum Foundation 2008

Wären die Sterblichkeitsraten (Renten) um 5% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 147 Millionen tiefer (2015: CHF 163 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 5% gestiegen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 46 Millionen tiefer (2015: CHF 41 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die Morbidität um 5% gesunken, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 45 Millionen höher (2015: CHF 40 Millionen höher) ausgefallen.

In Bezug auf das Marktrisiko ergibt die Sensitivitätsanalyse Folgendes:

Die Berechnungen des MCEV der Swiss Life-Gruppe beruhen auf Wirtschaftsszenarien, welche zu Marktbedingungen am Bewertungsstichtag kalibriert werden.

Wären die Zinssätze um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 740 Millionen höher (2015: CHF 987 Millionen höher) ausgefallen.

Wären die Zinssätze um 100 Basispunkte tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 1788 Millionen tiefer (2015: CHF 1428 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Swaptions (Zinssätzen) um 10% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 52 Millionen höher (2015: CHF 37 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Swaptions (Zinssätzen) um 10% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 24 Millionen tiefer (2015: CHF 121 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre der Marktpreis von Aktien und Liegenschaften um 10% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 763 Millionen höher (2015: CHF 811 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre der Marktpreis von Aktien und Liegenschaften um 10% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 882 Millionen tiefer (2015: CHF 958 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Aktien und Liegenschaften um 25% höher gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 286 Millionen tiefer (2015: CHF 338 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die implizierte Volatilität von Aktien und Liegenschaften um 25% tiefer gewesen, wäre der Embedded Value am 31. Dezember 2016 um CHF 221 Millionen höher (2015: CHF 273 Millionen höher) ausgefallen.

Die Sensitivität der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft wird zu Zwecken des internen Risikomanagements und zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen (Schweizer Solvenztest) auch auf wirtschaftlicher Basis analysiert.

6 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) berechnet sich auf Grundlage des gewichteten Durchschnitts der Anzahl während der Berichtsperiode ausstehender Aktien, mit Ausnahme der durchschnittlichen Anzahl der von der Gruppe gekauften und als eigene Aktien gehaltenen Aktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie umfasst den Verwässerungseffekt durch Emission von Wandelanleihen und Aktienoptionen. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird davon ausgegangen, dass die Umwandlung der Wandelanleihen in Aktien bereits erfolgt ist, und der den Aktionären zurechenbare Reingewinn wird steuerbereinigt um den entsprechenden Zinsaufwand angepasst. Aktienoptionen haben einen Verwässerungseffekt, wenn sie die Ausgabe von Aktien unter dem durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode zur Folge hätten. Bei den verwässernden Aktienoptionen wird davon ausgegangen, dass sie ausgeübt wurden. Die angenommenen Erlöse werden so behandelt, als wären sie im Zuge der Ausgabe von Aktien zum durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode angefallen. Die Differenz zwischen der Anzahl der ausgegebenen Aktien und der Anzahl der Aktien, die zum durchschnittlichen Marktpreis während der Berichtsperiode ausgegeben worden wären, ist als Ausgabe von Aktien ohne Entgelt zu behandeln.

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)20162015
   
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE
Den Aktionären der Swiss Life Holding zurechenbares Jahresergebnis922872
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien31 879 42231 829 018
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE FÜR DAS DEN AKTIONÄREN DER SWISS LIFE HOLDING ZURECHENBARE JAHRESERGEBNIS (IN CHF)28.9227.41
   
VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE
Den Aktionären der Swiss Life Holding zurechenbares Jahresergebnis922872
Abzug von Zinsaufwand auf Wandelanleihen77
BEREINIGTES ERGEBNIS FÜR DIE BERECHNUNG DES VERWÄSSERTEN ERGEBNISSES JE AKTIE929880
   
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien31 879 42231 829 018
Anpassungen (Anzahl Aktien)
Theoretische Wandlung der Wandelanleihen2 100 0182 071 173
Aktienbezogene Vergütungen101 154122 528
GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER ANZAHL AUSSTEHENDER AKTIEN FÜR DAS VERWÄSSERTE ERGEBNIS JE AKTIE34 080 59434 022 719
VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE FÜR DAS DEN AKTIONÄREN DER SWISS LIFE HOLDING ZURECHENBARE JAHRESERGEBNIS (IN CHF)27.2725.85

7 Prämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

Verbuchte Prämien

Mio. CHF20162015
Direktes Geschäft13 03213 587
Übernommenes Geschäft352330
VERBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN13 38413 917
Zediertes Geschäft–159–141
VERBUCHTE NETTOPRÄMIEN13 22513 775

Verdiente Prämien

Mio. CHF20162015
Direktes Geschäft13 03713 586
Übernommenes Geschäft351326
VERDIENTE BRUTTOPRÄMIEN13 38713 912
Zediertes Geschäft–159–141
VERDIENTE NETTOPRÄMIEN13 22813 771

Verbuchte Policengebühren

Mio. CHF20162015
Direktes Geschäft281278
VERBUCHTE POLICENGEBÜHREN (BRUTTO)281278
Zediertes Geschäft
VERBUCHTE POLICENGEBÜHREN (NETTO)281278

Verdiente Policengebühren

Mio. CHF20162015
Direktes Geschäft280276
VERDIENTE POLICENGEBÜHREN (BRUTTO)280276
Zediertes Geschäft
VERDIENTE POLICENGEBÜHREN (NETTO)280276

Gemäss den angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen werden Einlagen aus Versicherungsund Kapitalanlageverträgen, bei denen die «Deposit Accounting»-Methode angewendet wird, nicht in der Erfolgsrechnung erfasst:

Mio. CHF20162015
Bruttoprämien und Policengebühren13 66514 195
Einlagen aus Versicherungs- und Kapitalanlageverträgen3 7014 658
VERBUCHTE BRUTTOPRÄMIEN, POLICENGEBÜHREN UND ERHALTENE EINLAGEN17 36618 853

8 Erläuterungen zu ausgewählten Posten der konsolidierten Erfolgsrechnung

Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen

Mio. CHF20162015
Courtagen530496
Ertrag aus Vermögensverwaltung354341
Übrige Gebühren und Kommissionen187179
TOTAL ERTRAG AUS GEBÜHREN, KOMMISSIONEN UND PROVISIONEN1 0711 016

Ertrag aus Kapitalanlagen

Mio. CHFAnhang20162015
Zinserträge aus jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten 2 5542 605
Zinserträge aus Darlehen und Forderungen 659709
Übrige Zinserträge 52
Dividendenerträge aus jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten 398299
Ertrag aus Investitionsliegenschaften (netto) 669675
TOTAL ERTRAG AUS KAPITALANLAGEN54 2854 290

Gewinne/Verluste auf finanziellen Vermögenswerten (netto)

Mio. CHFAnhang20162015
Verkauf von
jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten504561
Darlehen10387
Gewinne/Verluste aus Verkäufen (netto)607647
Wertminderungen auf
jederzeit verkäuflichen Schuldinstrumenten–20
jederzeit verkäuflichen Beteiligungsinstrumenten–60–34
Darlehen und Forderungen13–3–18
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten–65–52
Währungsgewinne/-verluste–118–348
TOTAL GEWINNE/VERLUSTE AUF FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (NETTO)5425248

Gewinne/Verluste auf erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (netto)

Mio. CHFAnhang20162015
Devisenderivate–382–250
Zinsderivate–1352
Aktienderivate–17116
Übrige Derivate–2231
Per Designation erfolgswirksam zum
Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 1
18218
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete assoziierte Unternehmen 1–13
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung1–77
Nicht beherrschende Anteile an Anlagefonds–4018
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten–10
Vermögenswerte auf Rechnung
und Risiko von Kunden
der Swiss Life-Gruppe 1
747–315
Verbindlichkeiten im Zusammenhang
mit Vermögenswerten auf Rechnung
und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe
–734300
TOTAL GEWINNE/VERLUSTE AUF ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEN (NETTO)5–42081

Übriger Ertrag

Mio. CHF20162015
Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und übrigen Vermögenswerten01
Ertrag aus Liegenschaftsentwicklung (netto) 13726
Übrige Währungsgewinne/-verluste21193
Übrige8–9
TOTAL ÜBRIGER ERTRAG66210

Versicherungsleistungen und Schadenfälle (netto)

Mio. CHF20162015
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen
Leistungen aus Lebensversicherungen (brutto)10 2399 794
Veränderung des Deckungskapitals (brutto)2 6994 532
Zahlungen für Schadenfälle Nichtleben (brutto)221222
Veränderung der Rückstellungen für Schadenfälle Nichtleben (brutto)–1010
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle–94–95
Leistungen und Schadenfälle aus Versicherungsverträgen (netto)13 05514 463
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung
Leistungen aus Lebensversicherungen (brutto)611565
Veränderung des Deckungskapitals (brutto)398488
Von Rückversicherern rückgeforderte Leistungen und Schadenfälle
Leistungen und Schadenfälle aus Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (netto)1 0091 053
 
TOTAL VERSICHERUNGSLEISTUNGEN UND SCHADENFÄLLE (NETTO)14 06415 516

Zinsaufwand

Mio. CHFAnhang20162015
Zinsaufwand für Einlagen1212
Zinsaufwand für Kapitalanlageverträge7775
Zinsaufwand für Einlagen aus Versicherungsverträgen225256
Übriger Zinsaufwand1920
TOTAL ZINSAUFWAND160162

Aufwand für Gebühren, Kommissionen und Provisionen

Mio. CHF20162015
Provisionen für Versicherungsvermittler und Broker725685
Aufwand für Vermögensverwaltung und Gebühren im Bankgeschäft6968
Übrige Gebühren und Kommissionen4845
TOTAL AUFWAND FÜR GEBÜHREN, KOMMISSIONEN UND PROVISIONEN842797

Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende

Mio. CHF20162015
Löhne und Gehälter623600
Sozialversicherung127119
Leistungsorientierte Pläne10284
Beitragsorientierte Pläne11
Übrige Leistungen an Mitarbeitende5467
TOTAL AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN MITARBEITENDE907871

Aufwendungen für Abschreibungen

Mio. CHFAnhang20162015
Abschreibungen auf Sachanlagen162424
Abschreibungen auf Barwert künftiger Gewinne (PVP)1731
Abschreibungen auf aktivierten Abschlusskosten (DAC)17437401
Abschreibungen auf aktivierten Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)171014
Abschreibungen auf übrigen immateriellen Vermögenswerten172828
TOTAL AUFWENDUNGEN FÜR ABSCHREIBUNGEN503468

Übriger Aufwand

Mio. CHF20162015
Marketing und Werbung5557
Informatik und sonstige technische Einrichtungen8873
Aufwand für Miete, Unterhalt und Reparaturen6666
Dienstleistungen externer Experten167158
Versicherungsprämiensteuern und übrige ertragsunabhängige Steuern5455
Übrige7787
TOTAL ÜBRIGER AUFWAND506497

9 Derivate und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Mio. CHFFair Value VermögenswerteFair Value VerbindlichkeitenNominalbetrag/Exposure
 Anhang31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
        
DEVISENDERIVATE
Termingeschäfte 33436666020746 31430 005
Futures 10008537
Optionen (Over-the-Counter) 8501321681 7853 730
TOTAL DEVISENDERIVATE 34241679237548 18433 773
        
ZINSDERIVATE 
Termingeschäfte 142147112767624
Swaps 1 2391 25970057037 02636 423
Futures 0002526
Optionen (Over-the-Counter) 3116285521
TOTAL ZINSDERIVATE 1 4131 42171157138 10437 594
        
AKTIEN-/INDEXDERIVATE 
Futures 13137164 4952 120
Optionen (Over-the-Counter) 1089
Optionen (börsengehandelt) 100248613461 731
Übrige 1713111 362895
TOTAL AKTIEN-/INDEXDERIVATE 1302757886 2104 755
        
ÜBRIGE DERIVATE 
Kreditderivate 66353 7402 186
TOTAL ÜBRIGE DERIVATE 66353 7402 186
 
DERIVATE AUF RECHNUNG UND RISIKO VON KUNDEN DER SWISS LIFE-GRUPPE 0000
 
TOTAL DERIVATE 1 8852 1131 64898996 23878 308
davon zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate 
Zur Fair-Value-Absicherung gehaltene Derivate 97291135011 7469 582
Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate 4443939433 9222 110
Zur Absicherung von Nettoinvestitionen gehaltene Derivate 5192 057

Zu Risikomanagementzwecken gehaltene Derivate

Zu Risikomanagementzwecken gehaltene Derivate umfassen primär Derivate, die ein Risiko mit anderen Finanzinstrumenten teilen und zu entgegengesetzten Veränderungen des Fair Value führen, die sich meist gegenseitig aufheben («Economic Hedges»). Die Aufhebung erfolgt nicht in allen Fällen zeitgleich.

Für das Risikomanagement im Zusammenhang mit Derivatgeschäften definiert die Gruppe Risikokategorien und überwacht diese Risikopositionen. Preisrisiken sowohl bei Derivaten als auch bei deren Basiswerten werden gemäss den vom Management festgelegten Risikolimiten für den Kauf oder Verkauf von Instrumenten bzw. die Glattstellung von Positionen gehandhabt. Die Risiken entstehen durch offene Positionen in Zinssätzen, Währungen und Eigenkapitalinstrumenten, die von allgemeinen und spezifischen Marktbewegungen abhängen.

Zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate

Zu Absicherungszwecken erfasste und entsprechend verbuchte Derivate umfassen mit Fair-Value- Hedges, mit Absicherungen des Mittelflusses (Cashflow-Hedges) und mit Absicherungen von Nettoinvestitionen verbundene Derivate, die unter die Bestimmungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen fallen.

Zur Absicherung des Fair Value gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2016

Mio. CHFFair ValueNominal-
wert
Absicherungs-
instrumente
Gesicherte Grundgeschäfte
Vermögens-
werte
Verbindlich-
keiten
GewinneVerlusteGewinneVerluste
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps zur Absicherung von Obligationenportfolios83867 53692727593
Währungsrisiko
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von nicht monetären Anlagen14274 210370232232370
TOTAL ZUR FAIR-VALUE-ABSICHERUNG GEHALTENE DERIVATE9711311 746462304307462

Zur Absicherung des Fair Value gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2015

Mio. CHFFair ValueNominal- wertAbsicherungs- instrumenteGesicherte Grundgeschäfte
VermögenswerteVerbindlichkeitenGewinneVerlusteGewinneVerluste
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps zur Absicherung von jederzeit verkäuflichen Obligationenportfolios11274 54053322853
Währungsrisiko
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von nicht monetären Anlagen18235 043522599616539
TOTAL ZUR FAIR-VALUE-ABSICHERUNG GEHALTENE DERIVATE29509 582575632644592

Die Swiss Life-Gruppe setzte Zinsswaps ein zur Absicherung von jederzeit verkäuflichen festverzinslichen Obligationen und als Darlehen klassifizierten Obligationen in CHF, EUR, GBP und USD gegen Veränderungen des Fair Value, welche auf das Zinsänderungsrisiko zurückzuführen sind. Der Nominalwert dieser Obligationen betrug per 31. Dezember 2016 CHF 7,0 Milliarden (2015: CHF 4,5 Milliarden).

Um nicht monetäre Anlagen gegen ungünstige Entwicklungen der EUR-, GBP- und USD-Wechselkurse zu schützen, werden Termingeschäfte als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Solche Anlagen enthalten Aktien, Hedge Funds und Anlagefonds (Aktien-, Immobilien- und Unternehmensanleihenfonds).

Zur Absicherung des Fair Value gehaltene Fremdwährungsschulden

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)Fair ValueNominalwertAbsicherungs-
instrumente
Gesicherte
Grundgeschäfte
EURGewinneVerlusteGewinneVerluste
  
FÜR DAS JAHR 2016
Fremdwährungsdarlehen zur Absicherung des Währungsrisikos nicht monetärer Anlagen2382257–22–7

Im Jahr 2016 wurde hybrides Kapital in EUR eingesetzt, um nicht-monetäre Anlagen (Hedge Funds, Aktien und Immobilienfonds) gegen negative Veränderungen des EUR-Wechselkurses abzusichern. Per 31. Dezember 2015 bestanden keine Absicherungen dieser Art.

Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2016

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)Fair ValueKontrakt-/ NominalwertGewinne(+)/ Verluste (–) aus Bewertung zum Fair ValueAbgesicherte Mittelflüsse
AktienVerbindlichkeitenIm übrigen Gesamterfolg erfasster wirksamer TeilIn der Erfolgs- rechnung erfasster nicht wirksamer TeilErwarteter Eintritt in den JahrenIn der Erfolgs- rechnung erwartete Erfassung in den Jahren
        
ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Forward Starting Swaps/Bonds
Schweizer Franken291602 565142017–20262017–2047
Euro153351 357522017–20212017–2047
Total Zinsänderungsrisiko444943 92266n/an/a
 
TOTAL ZUR ABSICHERUNG DER MITTELFLÜSSE GEHALTENE DERIVATE444943 92266n/an/a

Zur Absicherung der Mittelflüsse gehaltene Derivate zum 31. Dezember 2015

Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)Fair ValueKontrakt-/ NominalwertGewinne (+)/ Verluste (–) aus Bewertung zum Fair ValueAbgesicherte Mittelflüsse
 AktivenVerbindlichkeitenIm übrigen Gesamterfolg erfasster wirksamer TeilIn der Erfolgs- rechnung erfasster nicht wirksamer TeilErwarteter Eintritt in den JahrenIn der Erfolgs- rechnung erwartete Erfassung in den Jahren
        
ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Forward Starting Swaps/Bonds
Schweizer Franken2171 2151272016–20222016–2047
Euro1753895202016–20202016–2047
Total Zinsänderungsrisiko39332 110146n/an/a
 
TOTAL ZUR ABSICHERUNG DER MITTELFLÜSSE GEHALTENE DERIVATE39332 110146n/an/a

In den Jahren 2016 und 2015 setzte die Gruppe Forward Starting Swaps und Forward Starting Bonds ein zur Absicherung des Zinsschwankungsrisikos im Zusammenhang mit künftigen, hochwahrscheinlichen Käufen von Obligationen, um bei Wiederanlagen eine angemessene Rendite zu erzielen.

Im Jahr 2016 wurde ein Gewinn von CHF 26 Millionen vom übrigen Gesamterfolg in die Erfolgsrechnung umgegliedert (2015: Gewinn von CHF 8 Millionen). Davon wurden CHF 17 Millionen im Ertrag aus Kapitalanlagen (2015: CHF 8 Millionen) und CHF 9 Millionen in den Gewinnen/ Verlusten auf finanziellen Vermögenswerten (netto) berücksichtigt (2015: null).

Zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftseinheiten gehaltene Derivate

Mio. CHFFair Value VermögenswerteFair Value VerbindlichkeitenIm übrigen Gesamterfolg erfasste Gewinne (+)/Verluste (–)In der Erfolgsrechnung erfasste IneffektivitätNominalwert
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Devisentermingeschäfte519–852 057
TOTAL ZUR ABSICHERUNG VON NETTOINVESTITIONEN GEHALTENE DERIVATE519–852 057

Im Jahr 2016 wurden Investitionen in vorrangig besicherte Anleihenfonds in Höhe von USD 2104 Millionen abgesichert. Per 31. Dezember 2015 bestanden keine Absicherungen dieser Art.

10 Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFAnhang31.12.201631.12.2015
Schuldpapiere581635
Geldmarktinstrumente0
Aktien97
Anlagefonds – Anleihen3 2142 606
Anlagefonds – Aktien683718
Anlagefonds – ausgewogen266173
Immobilienfonds1 5141 373
Infrastrukturanlagen1 179780
Private Equity und Hedge Funds65
Finanzielle Vermögenswerte auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe527 47927 293
TOTAL PER DESIGNATION ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE34 93133 590

11 Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFKosten/fortgeführte AnschaffungskostenNicht realisierte Gewinne/Verluste (netto)Fair Value (Buchwert)
Schuldpapiere31.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Schuldpapiere75 48876 03010 4078 85485 89584 884
Vorrangig besicherte Darlehen2 033252 058
Aktien46573 4317272325 3843 663
Anlagefonds – Anleihen3 5704 436109–693 6794 367
Anlagefonds – Aktien1 5751 384175771 7511 461
Anlagefonds – ausgewogen1730001629
Immobilienfonds8148813633850914
Private Equity376412173189550601
Hedge Funds4876263074106
TOTAL JEDERZEIT VERKÄUFLICHE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE88 57886 68011 6779 345100 25696 026

Jederzeit verkäufliche finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden und bei denen der Empfänger das Recht hat, die als Sicherheit hinterlegten finanziellen Vermögenswerte zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, wurden in als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte umgegliedert.

12 Als Sicherheit verpfändete finanzielle Vermögenswerte

Mio. CHFBuchwert
31.12.201631.12.2015
Umgegliederte Schuldpapiere aus
jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten2 9422 109
TOTAL ALS SICHERHEIT VERPFÄNDETE SCHULDPAPIERE2 9422 109
 
TOTAL ALS SICHERHEIT VERPFÄNDETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE2 9422 109

Finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen einer Repurchase-Vereinbarung verkauft oder im Rahmen einer Rückgabevereinbarung ausgeliehen wurden, werden nicht ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei der Swiss Life-Gruppe liegen. Hat der Empfänger das Recht, die als Sicherheit hinterlegten finanziellen Vermögenswerte zu verkaufen oder weiterzuverpfänden, werden diese in der Bilanz als zum jeweiligen Buchwert verpfändete finanzielle Vermögenswerte umgegliedert.

13 Darlehen und Forderungen

Mio. CHFBruttobetragWertberichtigung für WertminderungenKosten/fortgeführte Anschaffungskosten (Buchwert)
Anhang31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
       
DARLEHEN
Hypotheken7 5877 086–14–127 5737 073
Unternehmens- und übrige Darlehen2 1241 735–4–42 1201 732
Schuldscheindarlehen6 4616 7586 4616 758
Zuvor als jederzeit verkäuflich klassifizierte Schuldpapiere3 0083 9593 0083 959
Übrige als Darlehen klassifizierte Schuldpapiere435433435433
TOTAL DARLEHEN3019 61519 971–18–1619 59719 955
       
FORDERUNGEN
Versicherungsforderungen1 3621 413–21–181 3411 395
Forderungen gegenüber Rückversicherern297265297265
Rechnungsabgrenzungsposten1 4811 5301 4811 530
Abwicklungskonten743341743341
Übrige Forderungen499757–2–9496747
TOTAL FORDERUNGEN3043824 305–24–284 3584 277
 
TOTAL DARLEHEN UND FORDERUNGEN23 99724 276–42–4423 95524 232

Wertberichtigung für Wertminderungen

Mio. CHFIndividuelle WertminderungsbeurteilungKollektive WertminderungsbeurteilungTotal
201620152016201520162015
       
DARLEHEN
Stand 1. Januar4912111620
Wertminderungen/-aufholungen022234
Ausbuchungen und Abgänge0–70–7
Währungsumrechnungsdifferenzen0000
STAND AM ENDE DER PERIODE5414121816
       
FORDERUNGEN
Stand 1. Januar7620162822
Wertminderungen/-aufholungen01113014
Ausbuchungen und Abgänge01-4–7–4–6
Währungsumrechnungsdifferenzen0–10–10–2
STAND AM ENDE DER PERIODE7717202428
 
TOTAL WERTBERICHTIGUNG FÜR WERTMINDERUNGEN111130324244

Auf wertberichtigten Darlehen wurden Zinserträge in Höhe von CHF 0,02 Millionen zum 31. Dezember 2016 abgegrenzt (2015: CHF 0,3 Millionen). Das Darlehensportfolio der Gruppe wird laufend überwacht. Dabei wird unter anderem auf folgende Informationen abgestellt: Bedienung des Kredits, jährliche Rechenschaftsberichte und Schätzungen. Eine Auswertung dieser Informationen erfolgt unter Berücksichtigung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und anderer Faktoren wie der Diversifikation des Immobilienportfolios. Diese Einschätzung ist Teil der regelmässigen Überprüfung zur Sicherstellung, dass die Wertberichtigung für mögliche Verluste auf Darlehen gerechtfertigt ist. Das Management ist der Ansicht, dass die genannte Wertberichtigung ausreicht. Dennoch kann das Management die Einflüsse künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen und deren Auswirkung auf das Hypothekar- und Immobilienportfolio nicht mit Sicherheit vorhersagen.

Per 1. Juli 2008 wurden bestimmte finanzielle Vermögenswerte von jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten zu Darlehen umgegliedert, da es zu jenem Zeitpunkt keinen aktiven Markt mehr gab. Hierbei handelt es sich in erster Linie um von Unternehmen begebene Schuldinstrumente sowie Schuldinstrumente im Zusammenhang mit aufstrebenden Märkten. Zum 1. Juli 2008 belief sich der Fair Value dieser umgegliederten finanziellen Vermögenswerte auf CHF 14 966 Millionen. Die effektive Verzinsung lag zu diesem Datum zwischen 0,8% und 9,7% und die erwarteten erzielbaren Mittelflüsse lagen bei schätzungsweise CHF 32 658 Millionen. Im Jahr 2008 wurden im Zusammenhang mit diesen Vermögenswerten nicht realisierte Verluste in Höhe von CHF 740 Millionen im übrigen Gesamterfolg erfasst.

Die umgegliederten finanziellen Vermögenswerte gestalten sich im Weiteren wie folgt:

Zuvor als jederzeit verkäuflich klassifizierte Schuldpapiere

Mio. CHF20162015
Buchwert per 31. Dezember3 0083 959
Fair Value per 31. Dezember3 4094 375
Aufgrund der Umgliederung der Vermögenswerte nicht im übrigen Gesamterfolg verbuchte Gewinne (+)/Verluste (–) (ohne Anpassungen aufgrund von Ertragssteuern und Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer)30–449
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+)/Verluste (–) (inklusive Wertminderung)1372
Zinsertrag200261

14 Investitionsliegenschaften

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar21 55719 596
Zugänge1 4282 160
Aktivierte nachträgliche Ausgaben12784
Klassifizierung als zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und übrige Veräusserungen–3–623
Gewinne/Verluste aus Anpassungen des Fair Value763655
Übertragungen zu Vorratsimmobilien–19–13
Währungsumrechnungsdifferenzen–52–302
STAND AM ENDE DER PERIODE23 80121 557
   
Investitionsliegenschaften bestehen aus
fertiggestellten Investitionsliegenschaften23 26221 242
im Bau befindlichen Investitionsliegenschaften539315
TOTAL INVESTITIONSLIEGENSCHAFTEN23 80121 557

Von der Gruppe gehaltene Investitionsliegenschaften bestehen aus Kapitalanlagen in Wohngebäuden, Geschäftsliegenschaften und gemischt genutzten Liegenschaften, die grösstenteils in der Schweiz gelegen sind, und umfassen fertiggestellte sowie im Bau befindliche Investitionsliegenschaften. Der Posten enthält sowohl Grundstücke als auch Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Für Verwaltungszwecke genutzte Immobilien oder Immobilien, die an eine Konzerngesellschaft vermietet werden, sind als Betriebsliegenschaften unter Sachanlagen klassifiziert. Liegenschaften, die zum Zweck der baldigen Wiederveräusserung erworben wurden, sind unter den zur Veräusserung gehaltenen Vermögenswerten erfasst.

Die Mieteinnahmen aus Investitionsliegenschaften beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf CHF 920 Millionen (2015: CHF 868 Millionen). Der Betriebsaufwand für Liegenschaften mit Mieterträgen belief sich per 31. Dezember 2016 auf CHF 251 Millionen (2015: CHF 193 Millionen).

Die erwarteten künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbarem Betriebsleasing lauteten wie folgt:

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Bis zu 1 Jahr594377
Über 1 Jahr bis zu 5 Jahren1 2841 159
Über 5 Jahre1 0081 114
TOTAL2 8862 650
 
In der Erfolgsrechnung erfasste bedingte Mietzahlungen00

15 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Übersicht Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2016

Beträge in Mio. CHFEigentums- anteilBuchwertErhaltene DividendenErgebnis- anteileAnteil am übrigen GesamterfolgAnteil am Gesamterfolg
       
EQUITY-METHODE FÜR ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Crédit et services financiers (CRESERFI), Paris33.4%44122
Groupe Assuristance, Paris34.0%1422
Übrige assoziierte Unternehmenn. a.12055
TOTALn. a.70199
       
ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
SCI Tour LM, Marseille33.3%22n. a.n. a.n. a.
Übrige assoziierte Unternehmenn. a.0n. a.n. a.n. a.
TOTALn. a.23n. a.n. a.n. a.

Übersicht Finanzdaten für das Geschäftsjahr 2015

Beträge in Mio. CHFEigentums- anteilBuchwertErhaltene DividendenErgebnis- anteileAnteil am übrigen GesamterfolgAnteil am Gesamterfolg
 
EQUITY-METHODE FÜR ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Crédit et services financiers (CRESERFI), Paris33.4%4411
Groupe Assuristance, Paris34.0%12122
Übrige assoziierte Unternehmenn/a5233
TOTALn/a61477
 
ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
DEPFA Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf20.4%1177n. a.n. a.n. a.
Übrige assoziierte Unternehmenn. a.5n. a.n. a.n. a.
TOTALn. a.6177n. a.n. a.n. a.

In folgender Tabelle sind die Finanzdaten zu den wesentlichen assoziierten Unternehmen zusammengefasst:

Beträge in Mio. CHFCrédit et services financiers (CRESERFI), ParisGroupe Assuristance, ParisSCI Tour LM, MarseilleDEPFA Holding Verwaltungs- gesellschaft mbH, Düsseldorf
20162015201620152016201520162015
ÜBERSICHT FINANZDATEN
Kurzfristige Vermögenswerte171168322370
Langfristige Vermögenswerte12123836984
Kurzfristige Verbindlichkeiten-12-32-27-23-160
Langfristige Verbindlichkeiten-38-17-1-1-23-
 
Ertrag36335250174
 
Ergebnis4377168
Übriger Gesamterfolg-4
Gesamterfolg4377164
         
ÜBERLEITUNG
Nettovermögenswerte1321314135n. a.n. a.n. a.n. a.
Eigentumsanteil33.4%33.4%34.0%34.0%n. a.n. a.n. a.n. a.
Anteil am Nettovermögen (Buchwert)44441412n. a.n. a.n. a.n. a.

Im Jahr 2016 wurde das Immobilienunternehmen SCI Tour LM, Marseille, erworben.

Die Dividendenauszahlung in Höhe von CHF 177 Millionen führte im Jahr 2015 zu einer deutlichen Verringerung des Fair Value der DEPFA Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, Düsseldorf.

16 Sachanlagen

Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2016

Mio. CHFAnhangLand und GebäudeMobiliar und InstallationenHardwareÜbrige SachanlagenTotal
       
ANSCHAFFUNGSWERT 
Stand 1. Januar 553516026690
Zugänge 366419
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen28000
Veräusserungen 1 –15–4–7–3–29
Währungsumrechnungsdifferenzen –2–1–10–4
STAND AM ENDE DER PERIODE 539515827676
       
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN 
Stand 1. Januar –186–34–48–15–283
Abschreibungen –12–4–6–2–24
Wertminderungen –3–3
Veräusserungen 1 525215
Währungsumrechnungsdifferenzen 01102
STAND AM ENDE DER PERIODE –196–35–48–14–293
  
TOTAL SACHANLAGEN AM ENDE DER PERIODE 344161013383
davon Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing 00

Sachanlagen für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHFAnhangLand und GebäudeMobiliar und InstallationenHardwareÜbrige SachanlagenTotal
 
ANSCHAFFUNGSWERT
Stand 1. Januar570546127713
Zugänge245113
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen28000
Veräusserungen 10–5–3–1–9
Währungsumrechnungsdifferenzen–19–3–4–2–28
STAND AM ENDE DER PERIODE553516026690
 
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
Stand 1. Januar–177–35–46–14–271
Abschreibungen–12–4–6–2–24
Wertminderungen–1–1
Veräusserungen 103206
Währungsumrechnungsdifferenzen22217
STAND AM ENDE DER PERIODE–186–34–48–15–283
 
TOTAL SACHANLAGEN AM ENDE DER PERIODE367171211407
davon Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing11

In den Jahren 2016 und 2015 wurden bei den Sachanlagen keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

17 Immaterielle Vermögenswerte einschliesslich immaterieller Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft1 3431 464
Übrige immaterielle Vermögenswerte1 3741 376
TOTAL IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE2 7172 840

Immaterielle Vermögenswerte aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHFBarwert künftiger Gewinne aus erworbenen Versicherungs- portefeuilles (PVP)Aktivierte Abschlusskosten (DAC)Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)Total
 20162015201620152016201520162015
Stand 1. Januar12141 4311 45021331 4641 497
Zugänge40042955405434
Abschreibung–3–1–437–401–10–14–451–415
Wertminderung00
Auswirkung der Schattenbilanzierung00–6549–6549
Veräusserungen00
Währungsumrechnungsdifferenzen0–1–11–960–3–11–101
STAND AM ENDE DER PERIODE9121 3191 43115211 3431 464
Barwert künftiger Gewinne (PVP)

Der Barwert künftiger Gewinne bezieht sich auf Versicherungsportefeuilles und Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung, die in einem Unternehmenszusammenschluss oder einem Bestandestransfer erworben wurden. Er bezieht sich auf Verträge aus Deutschland und wird im Verhältnis zu den Bruttogewinnen oder Margen über die effektive Laufzeit der erworbenen Versicherungs- und Kapitalanlageverträge amortisiert.

Aktivierte Abschlusskosten (DAC)

Bestimmte Abschlusskosten im Zusammenhang mit neuen und erneuerten Versicherungsverträgen sowie Kapitalanlageverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung sind aktiviert.

Aktivierte Abschlusskosten für Kapitalanlageverträge (DOC)

Diese Kosten lassen sich direkt den Aufwendungen für den Abschluss von Kapitalanlageverträgen zuordnen und sind wieder einbringbar. Sie beziehen sich auf Verträge in der Schweiz, in Luxemburg und in Singapur.

Übrige immaterielle Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2016

Mio. CHFAnhangGoodwillKunden- beziehungenComputer- softwareMarken und ÜbrigeTotal
       
ANSCHAFFUNGSWERT 
Stand 1. Januar 1 754136181212 092
Zugänge 013014
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen281713131
Zugänge aus eigenen Softwareentwicklungen 00
Veräusserungen 1 –2–4–6
Währungsumrechnungsdifferenzen –17–1–30–21
STAND AM ENDE DER PERIODE 1 754147188222 110
       
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN 
Stand 1. Januar –520–66–1300–716
Abschreibung –13–150–28
Wertminderungen –4–4
Veräusserungen 1 245
Währungsumrechnungsdifferenzen 41207
STAND AM ENDE DER PERIODE –516–76–1430–736
  
TOTAL ÜBRIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE AM ENDE DER PERIODE 1 2387044221 374

Übrige immaterielle Vermögenswerte für das Geschäftsjahr 2015

Mio. CHFAnhangGoodwillKunden- beziehungenComputer- softwareMarken und ÜbrigeTotal
 
ANSCHAFFUNGSWERT
Stand 1. Januar1 843191190232 247
Zugänge1111
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen2815116
Veräusserungen 1–39–4–43
Währungsumrechnungsdifferenzen–104–16–18–2–140
STAND AM ENDE DER PERIODE1 754136181212 092
 
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN
Stand 1. Januar–542–99–1310–772
Abschreibung–13–150–28
Wertminderungen–15–15
Veräusserungen 139442
Währungsumrechnungsdifferenzen37712057
STAND AM ENDE DER PERIODE–520–66–1300–716
 
TOTAL ÜBRIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE AM ENDE DER PERIODE1 2347051211 376
Goodwill

Goodwill stellt den Überschuss des Fair Value der übertragenen Gegenleistung und, sofern relevant, den Betrag erfasster nicht beherrschender Anteile über dem Fair Value der erfassten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt dar. Goodwill beinhaltet Beträge, die sich sowohl auf den Anteil der Swiss Life-Gruppe als auch auf nicht beherrschende Anteile am erworbenen Unternehmen beziehen, wenn die nicht beherrschenden Anteile zum Fair Value bewertet werden. Goodwill aus dem Erwerb von Tochterunternehmen wird unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst. Goodwill auf assoziierten Unternehmen wird im Buchwert der Beteiligung erfasst.

Mit dem Erwerb von MAYFAIR CAPITAL INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED, London, im November 2016 wurde Goodwill in Höhe von CHF 17 Millionen erfasst. Der Goodwill wurde dem Segment «Asset Managers» zugewiesen.

Im Jahr 2015 wurden Actuaires & Associés, Petit-Lancy, ABCON AG, Bern, und Sobrado Software AG, Cham, erworben. Der Goodwill belief sich dabei auf insgesamt CHF 15 Millionen. Der Goodwill der drei Akquisitionen wurde dem Segment «Schweiz» zugewiesen und im Jahr 2015 vollumfänglich als Wertminderung verbucht.

Der Goodwill im Zusammenhang mit Lloyd Continental wurde dem Segment «Frankreich» zugewiesen; der Goodwill im Zusammenhang mit CapitalLeben dem Segment «International» und im Zusammenhang mit Corpus Sireo dem Segment «Asset Managers». Per 31. Dezember 2016 wurde im Rahmen von übrigen Akquisitionen Goodwill wie folgt erfasst: im Segment «Frankreich» in Höhe von CHF 18 Millionen (31.12.2015: CHF 19 Millionen) und im Segment «Asset Managers» in Höhe von CHF 25 Millionen (31.12.2015: CHF 8 Millionen).

Die Berechnungen der erzielbaren Beträge auf Basis eines Nutzungswerts erfolgen anhand von Mittelflussprognosen auf Grundlage der von der Geschäftsleitung genehmigten Finanzbudgets. Im Fall von Lloyd Continental und Corpus Sireo umfassen diese Budgets Perioden von drei Jahren. Für die CapitalLeben wurde aufgrund der Duration der Versicherungs- und Kapitalanlageverträge eine Periode von fünf Jahren angewendet. Als Berechnungsgrundlage für Lloyd Continental, Corpus Sireo und für die CapitalLeben dient der Barwert, der üblicherweise anhand einer spezifischen Reihe von Mittelflussschätzungen und eines spezifischen Abzinsungssatzes ermittelt wird.

Mio. CHFLloyd ContinentalCapitalLebenCorpus SireoÜbrige
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Buchwert (netto) des Goodwills2872871491491041054327
Wertminderungen
 
WESENTLICHE ANNAHMEN FÜR DIE PRÜFUNGEN AUF WERTMINDERUNG
Wachstumsrate2.0%2.0%1.0%1.0%2.0%2.0%2.0%2.0%
Abzinsungssatz8.3%9.3%6.4%6.4%7.9%8.7%8.1-8.3%9.3%

Die bei der Nutzungswertberechnung verwendeten Abzinsungssätze beruhen auf den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC) aus dem Capital Asset Pricing Model. Bei der Bestimmung des in der Berechnung verwendeten Beta werden Branchenvergleiche und das Beta der Swiss Life-Gruppe herangezogen. Die der WACC-Berechnung zugrunde liegende Kapitalstruktur deckt sich mit der tatsächlichen und angestrebten Kapitalstruktur der Swiss Life-Gruppe.

Die Wachstumsraten widerspiegeln die langfristigen Inflationserwartungen des Internationalen Währungsfonds für die Schweiz und Liechtenstein und der Europäischen Zentralbank für die Eurozone.

Der Goodwill im Zusammenhang mit Swiss Life Select (Erwerb der AWD Holding AG und der Deutschen Proventus AG) wurde den Segmenten «Schweiz», «Deutschland» und «International» zugewiesen. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis eines Nutzungswerts anhand von Mittelflussprognosen auf Grundlage der von der Geschäftsleitung genehmigten Finanzbudgets bestimmt. Die Projektion für die Segmente «Schweiz», «Deutschland» und «International» (AT/ CEE, UK) erstreckt sich über eine Dreijahresperiode. Als Berechnungsgrundlage dient der Barwert, der üblicherweise anhand einer spezifischen Reihe von Mittelflussschätzungen und eines spezifischen Abzinsungssatzes ermittelt wird. Die wesentlichen Annahmen für die Prüfung auf Wertminderungen des Goodwill-Buchwerts lauten wie folgt:

Goodwill im Zusammenhang mit Swiss Life Select

Mio. CHFSchweizDeutschlandInternationalTotal
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Buchwert (netto) des Goodwills1521524334387076655666
Wertminderungen
 
WESENTLICHE ANNAHMEN FÜR DIE PRÜFUNGEN AUF WERTMINDERUNG
Wachstumsrate1.0%1.0%2.0%2.0%2.0%2.0%n. a.n. a.
Abzinsungssatz6.9%6.9%7.9%8.7%7.6%8.1%n. a.n. a.
Kundenbeziehungen

Mit dem Erwerb von MAYFAIR CAPITAL INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED, London, im November 2016 wurden Kundenbeziehungen in Höhe von CHF 13 Millionen erfasst.

Per 31. Dezember 2016 wurden Kundenbeziehungen im Zusammenhang mit Swiss Life Select in Höhe von CHF 4 Millionen (31.12.2015: CHF 4 Millionen) dem Segment «Schweiz» zugewiesen. Das Segment «Frankreich» enthält Kundenbeziehungen in Höhe von CHF 15 Millionen (31.12.2015: CHF 20 Millionen) und das Segment «Asset Managers» Kundenbeziehungen in Höhe von CHF 51 Millionen (31.12.2015: CHF 46 Millionen). Die Kundenbeziehungen wurden in die Prüfung auf Wertminderungen der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit einbezogen.

Marken und Übrige

Umfasst die Marken Corpus Sireo und Mayfair.

18 Übrige Aktiven und Verbindlichkeiten

Übrige Aktiven

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Abgegrenzte und vorausbezahlte Aufwendungen6879
Vermögenswerte aus Leistungen an Mitarbeitende5997
Vorratsimmobilien 1619214
MwSt. und übrige Steuerforderungen9072
Sonstige Aktiven78
TOTAL ÜBRIGE AKTIVEN844471

Übrige Verbindlichkeiten

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Abgegrenzte Erträge209188
MwSt. und übrige Steuerverbindlichkeiten143103
Sonstige Verbindlichkeiten22
TOTAL ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN355293

19 Kapitalanlageverträge und anteilgebundene Lebensversicherungsverträge

Mio. CHFBruttoZediertes GeschäftNetto
Anhang31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge3021 94822 61521 94822 615
Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (DPF)1464213 76210510014 53713 662
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung30330343330343
Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten300909
TOTAL KAPITALANLAGEVERTRÄGE UND ANTEILGEBUNDENE LEBENSVERSICHERUNGSVERTRÄGE36 92036 73010510036 81536 630
wovon auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe
anteilgebundene Lebensversicherungsverträge521 94822 61521 94822 615
Kapitalanlageverträge54 1923 9954 1923 995

Anteilgebundene Lebensversicherungsverträge

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar22 61524 325
Erhaltene Einlagen1 9732 783
Veränderungen des Fair Value406–581
Policengebühren und sonstige Aufwendungen–103–108
Auflösung von Einlagen–2 779–2 423
Übrige Bewegungen–24–1
Umgliederungen26
Währungsumrechnungsdifferenzen–167–1 381
STAND AM ENDE DER PERIODE21 94822 615

Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (brutto)

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar13 76213 797
Eingenommene Prämien und erhaltene Einlagen2 9053 051
Gutgeschriebene Zinsen und Überschussanteile274267
Policengebühren und sonstige Aufwendungen–143–131
Auflösung von Verbindlichkeiten bei Todesfall, Rückkauf und anderen Vertragsauflösungen–1 725–1 625
Auswirkung geänderter versicherungsmathematischer Annahmen und übriger Bewegungen333171
Umgliederungen–625–711
Währungsumrechnungsdifferenzen–139–1 058
STAND AM ENDE DER PERIODE14 64213 762

Kapitalanlageverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung (brutto)

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar352273
Erhaltene Einlagen2526
Veränderungen des Fair Value–485
Gutgeschriebene Zinsen und Überschussanteile00
Policengebühren und sonstige Aufwendungen–1–1
Auflösung von Einlagen–28–12
Übrige Bewegungen00
Umgliederungen–12–1
Währungsumrechnungsdifferenzen–1–18
STAND AM ENDE DER PERIODE330352

Verträge ohne bedeutende Versicherungsrisiken, aber mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung werden bei der Swiss Life-Gruppe in erster Linie gemäss den Anforderungen der «Generally Accepted Accounting Principles» der Vereinigten Staaten (Stand US GAAP bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 4 Phase 1) behandelt.

Bei traditionellen Lebensversicherungsverträgen werden die Deckungskapitalien anhand der konstanten Nettoprämien- Methode berechnet. Dabei werden geeignete versicherungsmathematische Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Stornoraten, Aufwendungen und Anlagerenditen einschliesslich einer Marge für negative Abweichungen getroffen. Bei überschussberechtigten Lebensversicherungsverträgen, bei denen die Zuteilung der Überschüsse an die Versicherungsnehmer gemäss der Beitragsmethode erfolgt, werden die Deckungskapitalien anhand der konstanten Nettoprämien-Methode berechnet. Dabei werden geeignete Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit und Verzinsung verwendet. Diese Beträge beziehen sich auf Verträge, die in der Schweiz abgeschlossen wurden.

Bestimmte Verträge ohne bedeutendes Versicherungsrisiko und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value bewertet.

20 Anleihen und Darlehensverpflichtungen

Mio. CHFAnhang31.12.201631.12.2015
Hybrides Kapital 3 6332 916
Wandelanleihe 467459
Vorrangige Anleihen 423423
Hypothekardarlehen 103278
Übrige 12
TOTAL ANLEIHEN UND DARLEHENSVERPFLICHTUNGEN304 6274 078

Hybrides Kapital

Am 27. September 2016 emittierte Elm B.V., ein niederländisches Repackaging-Vehikel, EUR 600 Millionen in fest/variabel verzinslichen nachrangigen Schuldscheinen mit unbegrenzter Laufzeit (zu einem Emissionspreis von 99,707%), welche durch ein an die Swiss Life AG gewährtes Schuldscheindarlehen besichert sind, das von der Swiss Life Holding garantiert wird. Die Swiss Life AG kann das Schuldscheindarlehen am 19. Mai 2027 oder zu jedem späteren Zinsfälligkeitstermin vollständig zurückzahlen. Hierzu sind eine Voranzeige der Kündigung sowie die Zustimmung der FINMA nötig. Die Schuldscheine werden bis zum 19. Mai 2027 zum Zinssatz von 4,50% p. a. verzinst. Werden die Schuldscheine am 19. Mai 2027 nicht zurückbezahlt, entspricht der Zinssatz dem aggregierten Euribor-Satz für Dreimonatsgeld und einer Marge von 5,10% p. a.

Am 24. März 2016 emittierte die Swiss Life AG eine von der Swiss Life Holding garantierte, nachrangige Anleihe in Höhe von CHF 150 Millionen mit Laufzeit bis zum 24. September 2046. Die Anleihe kann am 24. September 2026 erstmals zurückbezahlt werden. Danach ist eine Rückzahlung durch den Emittenten nach Voranzeige der Kündigung und Zustimmung der FINMA an jedem Zinszahlungstag möglich. Der Coupon wurde bis zum 24. September 2026 auf 4,375% p. a. festgelegt. Wird die Anleihe am 24. September 2026 nicht zurückbezahlt, wird der Zinssatz für die darauffolgenden fünf Jahre neu bestimmt. Dieser entspricht dem aggregierten gültigen Fünfjahres- CHF-Swapsatz und einer Anfangsmarge von 4,538% p. a.

Am 24. März 2016 emittierte die Swiss Life AG eine von der Swiss Life Holding garantierte, nachrangige Anleihe mit unbegrenzter Laufzeit in Höhe von CHF 450 Millionen. Die Anleihe kann am 24. September 2021 erstmals zurückbezahlt werden. Danach ist eine Rückzahlung durch den Emittenten nach Voranzeige der Kündigung und Zustimmung der FINMA an jedem Zinszahlungstag möglich. Der Coupon wurde bis zum 24. September 2021 auf 3,75% p. a. festgelegt. Wird die Anleihe am 24. September 2021 nicht zurückbezahlt, wird der Zinssatz für die darauffolgenden fünf Jahre neu bestimmt. Dieser entspricht dem aggregierten gültigen Fünfjahres- CHF-Swapsatz und einer Anfangsmarge von 4,392% p. a.

Am 16. Juni 2015 emittierte Demeter Investments B.V., ein niederländisches Repackaging-Vehikel, EUR 750 Millionen in fest/variabel verzinslichen nachrangigen Schuldscheinen mit unbegrenzter Laufzeit (zu einem Emissionspreis von 99,105%), welche durch ein an die Swiss Life AG gewährtes Schuldscheindarlehen besichert sind, das von der Swiss Life Holding garantiert wird. Die Swiss Life AG kann das Schuldscheindarlehen am 16. Juni 2025 oder zu jedem späteren Zinsfälligkeitstermin vollständig zurückzahlen. Hierzu sind eine Voranzeige der Kündigung sowie die Zustimmung der FINMA nötig. Die Schuldscheine werden bis zum 16. Juni 2025 zum Zinssatz von 4,375% p. a. verzinst. Werden die Schuldscheine am 16. Juni 2025 nicht zurückbezahlt, entspricht der Zinssatz dem aggregierten Euribor-Satz für Dreimonatsgeld und einer Marge von 4,30% p. a.

Im November 2012 unterbreitete die Swiss Life Insurance Finance Ltd. den Darlehensgebern des 1999 durch die Swiss Life AG begebenen, unbefristeten nachrangigen Step-up-Darlehens das Angebot, ihre Anteile gegen eine Barauszahlung und ein neues Darlehen umzutauschen. Insgesamt wurden EUR 265 Millionen und CHF 290 Millionen von Darlehensgebern zurückgekauft. Die Barauszahlungen beliefen sich auf gesamthaft CHF 139 Millionen. Das neue Darlehen besteht aus einer Tranche an einem neu von der Swiss Life AG begebenen, befristeten nachrangigen Step-up-Darlehen in Höhe von CHF 471 Millionen mit einer Laufzeit von 30 Jahren, welches von der Swiss Life Holding garantiert wird. Das Darlehen kann am 30. November 2022 erstmals durch den Emittenten zurückbezahlt werden. Hierzu sind die Voranzeige der Kündigung und die Zustimmung der FINMA nötig. Der Zinssatz entspricht bis zum 30. November 2022 dem Libor-Satz für Sechsmonatsgeld und einer Marge von 4,20% p. a. Wird das Darlehen am 30. November 2022 nicht zurückbezahlt, erhöht sich die Marge um 1%.

Am 22. Oktober 2012 platzierte die Swiss Life AG eine von der Swiss Life Holding garantierte, nachrangige und kündbare Anleihe mit unbeschränkter Laufzeit in Höhe von CHF 300 Millionen. Die Anleihe kann am 22. August 2018 erstmals zurückbezahlt werden. Danach ist eine Rückzahlung durch den Emittenten nach Voranzeige der Kündigung und Zustimmung der FINMA an jedem Zinszahlungstag möglich. Der Coupon wurde bis zum 22. August 2018 auf 5,50% p. a. festgelegt. Wird die Anleihe am 22. August 2018 nicht zurückbezahlt, wird der Zinssatz für die darauffolgenden fünf Jahre neu bestimmt. Dieser entspricht dem aggregierten gültigen Fünfjahres- CHF-Swapsatz und einer Anfangsmarge von 5,091% p. a.

Am 4. April 2011 platzierte die Swiss Life AG eine von der Swiss Life Holding garantierte, nachrangige und kündbare Anleihe mit unbeschränkter Laufzeit in Höhe von CHF 325 Millionen. Die Anleihe wurde im selben Jahr im Juni und Oktober um CHF 75 Millionen bzw. CHF 100 Millionen aufgestockt und konnte am 4. Oktober 2016 nach Voranzeige der Kündigung und Zustimmung der FINMA erstmals zurückbezahlt werden. Der Coupon wurde bis zum 4. Oktober 2016 auf 5,25% p. a. festgelegt. Die Anleihe wurde am ersten Fälligkeitstermin am 4. Oktober 2016 zurückbezahlt.

Am 12. April 2007 emittierte ELM B.V., ein niederländisches Repackaging-Vehikel, EUR 700 Millionen in fest/variabel verzinslichen nachrangigen Schuldscheinen mit unbegrenzter Laufzeit, um ein Schuldscheindarlehen an die Swiss Life AG zu decken, das von der Swiss Life Holding garantiert wird. Die Swiss Life AG kann das Schuldscheindarlehen am 12. April 2017 oder zu jedem späteren Zinsfälligkeitstermin vollständig zurückzahlen. Hierzu sind eine Voranzeige der Kündigung sowie die Zustimmung der FINMA nötig. Die Schuldscheine werden vom 12. April 2007 bis 12. April 2017 zum Zinssatz von 5,849% p. a. verzinst. Werden die Schuldscheine am 12. April 2017 nicht zurückgenommen, entspricht der Zinssatz dem aggregierten Euribor-Satz für Dreimonatsgeld und einer Marge von 2,50% p. a.

Im März 1999 begab die Swiss Life AG eine Privatplatzierung eines unbefristeten nachrangigen Step-up-Darlehens, bestehend aus drei gleichzeitig ausgegebenen Tranchen von EUR 443 Millionen (zu einem Euribor-Zinssatz zusätzlich einer Marge von 1,05% p. a., plus ab April 2009 einer Marge von 100 Basispunkten), CHF 290 Millionen (zu einem Libor-Zinssatz zusätzlich einer Marge von 1,05% p. a., plus ab April 2009 einer Marge von 100 Basispunkten) sowie EUR 215 Millionen (zu einem Euribor-Zinssatz plus einer Marge von 1,05% p. a., erhöht um 100 Basispunkte ab Oktober 2009). Im Jahr 2009 verzichtete die Swiss Life AG auf eine Rückzahlung des Darlehens am erstmöglichen Zeitpunkt. Nach dem eingangs genannten Umtauschangebot der Swiss Life Insurance Finance Ltd. im Jahr 2012 beträgt das Darlehen noch EUR 192 Millionen. Die Swiss Life AG verzichtete auf eine Rückzahlung des Darlehens am zweiten möglichen Zeitpunkt im April 2014. Sie kann das Darlehen nach eigenem Ermessen am nächstmöglichen Rückzahlungszeitpunkt im Jahr 2019 zurückzahlen oder danach in einem Zeitabstand von jeweils fünf Jahren. Hierzu sind eine Voranzeige der Kündigung sowie die Zustimmung der FINMA nötig.

Beträge in Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)Nominalwert im AusgabejahrNominalwert per 31.12.2016ZinssatzAusgabejahrOptionale RückzahlungBuchwertBuchwert
Darlehensnehmer     31.12.201631.12.2015
Swiss Life AGEUR 600EUR 6004.500%20162027637
Swiss Life AGCHF 150CHF 1504.375%20162026149
Swiss Life AGCHF 450CHF 4503.750%20162021447
Swiss Life AGEUR 750EUR 7504.375%20152025793802
Libor
Swiss Life AGCHF 471CHF 471+4.200%20122022468468
Swiss Life AGCHF 300CHF 3005.500%20122018299298
Swiss Life AGCHF 5005.250%20112016499
Swiss Life AGEUR 700EUR 5905.849%20072017633640
Euribor
Swiss Life AGEUR 443EUR 192+2.050%19992019207209
TOTAL3 6332 916

Wandelanleihen

Im Dezember 2013 begab die Swiss Life Holding eine unbesicherte vorrangige Wandelanleihe von CHF 500 Millionen mit Fälligkeit im Jahr 2020. Der Coupon wurde auf 0% festgelegt. Die Wandelanleihe kann durch den Inhaber in Namenaktien der Swiss Life Holding gewandelt werden. Der ursprüngliche Wandelpreis betrug CHF 243.97 (2016 auf CHF 236.80 geändert, gültig seit 28. April 2016). Der Erlös der Wandelanleihe wurde in eine Schuld- und eine Eigenkapitalkomponente aufgeteilt. Der Fair Value der Schuldkomponente betrug zum Emissionsdatum CHF 450 Millionen. Die Berechnung erfolgte anhand eines Marktzinssatzes für eine gleichwertige nicht wandelbare Anleihe. Der Restbetrag von CHF 50 Millionen entsprach dem Wert der Option, die Anleihe in Aktien der Swiss Life Holding zu wandeln, und ist im Agio enthalten. Von der Verbindlichkeit wurden Transaktionskosten von CHF 6 Millionen abgezogen. Weitere Kosten von CHF 1 Million wurden im Agio erfasst.

Im Jahr 2016 wurden Wandelanleihen mit einem Nennwert von CHF 35 000.00 in 147 Aktien der Swiss Life Holding gewandelt, was zu einer Erhöhung des Aktienkapitals von CHF 749.70 und einer Erhöhung des Agios von CHF 31 552.91 führte.

Vorrangige Anleihen

Im Mai 2013 platzierte die Swiss Life Holding Anleihen im Umfang von CHF 425 Millionen. Die Transaktion war aufgeteilt in zwei Tranchen: eine Tranche von CHF 225 Millionen mit einer Laufzeit von sechs Jahren und eine Tranche von CHF 200 Millionen mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Der Coupon der beiden unbesicherten, vorrangigen Anleihen beträgt 1,125% p. a. bzw. 1,875% p. a. Die Liberierung beider Anleihen erfolgte am 21. Juni 2013.

Beträge in Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)NominalwertZinssatzAusgabejahrRückzahlungBuchwertBuchwert
Emittent31.12.201631.12.2015
Swiss Life Holding AGCHF 2251.125%20132019224224
Swiss Life Holding AGCHF 2001.875%20132023199199
TOTAL423423

Hypothekardarlehen

Im Januar 2016 wurde das der GENBLAN AG gewährte Hypothekardarlehen von CHF 156 Millionen fällig und zurückgezahlt.

Beträge in Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)Darlehens-
währung
ZinssatzFest- oder variabel verzinslichFälligkeitBuchwertBuchwert
Darlehensnehmer    31.12.201631.12.2015
GENBLAN AGCHF3.165%fest2016156
Swiss Life AGCHF0.500%variabel201611
TECHNOPARK Immobilien AGCHF1.500%fest20171818
Swiss Life AGCHF3.975%fest20181213
Swiss Life AGCHF2.786%fest20202532
Swiss Life AGCHF1.894%fest20203232
Swiss Life AGCHF2.007%fest20211616
TOTAL103278

21 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. CHFAnhang31.12.201631.12.2015
Versicherungsverbindlichkeiten2 4832 753
Einlagen von Versicherungsnehmern1 2011 266
Einlagen von Rückversicherern137129
Kundeneinlagen1 881948
Repurchase-Vereinbarungen2 9702 146
Verbindlichkeiten gegenüber Banken1 4821 919
Nicht beherrschende Anteile an Anlagefonds303 2952 496
Rechnungsabgrenzungsposten396341
Abwicklungskonten739121
Übrige617662
TOTAL ÜBRIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN15 20012 780

22 Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft

Mio. CHFBruttoZediertes GeschäftNetto
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Verbindlichkeiten aus Schadenfällen im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen851872164170687702
Nicht verdiente Prämien (Nichtleben)5356115255
Verbindlichkeiten aus Schadenfällen im Rahmen von Lebensversicherungsverträgen6 0786 10297845 9816 018
Deckungskapital96 93294 48113112296 80094 359
Nicht verdiente Prämien (Leben)3745003745
Einlagen aus Versicherungsverträgen6 9846 6026 9846 602
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT110 935108 157393376110 542107 782
wovon auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe3 6923 1673 6923 167

Nicht verdiente Prämien

Nicht verdiente Prämien stellen den Anteil an verbuchten Prämien dar, welcher auf die jeweils verbleibende Versicherungsdauer entfällt.

Schadenfälle im Rahmen von Lebensversicherungsverträgen

Schadenfälle im Rahmen von Lebensversicherungsverträgen stellen die Verbindlichkeit für unbezahlte Anteile der eingetretenen Schadenfälle dar. Sie schliesst eine Schätzung der Verbindlichkeit im Zusammenhang mit eingetretenen, aber noch nicht gemeldeten Schäden (IBNR) ein. Die Bewertung am Stichtag des Abschlusses entspricht der bestmöglichen Schätzung der endgültigen künftigen Schadenzahlungen.

Schadenfälle im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen (brutto)

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar872953
Angefallene Schadenfälle und Schadenregulierungskosten
Berichtsperiode270290
Vorausgegangene Berichtsperioden–47–44
Bezahlte Schadenfälle und Schadenregulierungskosten
Berichtsperiode–115–111
Vorausgegangene Berichtsperioden–119–124
Währungsumrechnungsdifferenzen–11–92
STAND AM ENDE DER PERIODE851872

Schadenfälle im Rahmen von Nichtlebensversicherungsverträgen stellen die erforderliche Verbindlichkeit zur Bereitstellung der geschätzten endgültigen Kosten der Schadenregulierung für versicherte Ereignisse dar, die am oder vor dem Stichtag des Abschlusses eingetreten sind. Die geschätzte Verbindlichkeit umfasst den Betrag, der für künftige Zahlungen für Ansprüche benötigt wird, die entweder dem Versicherer bereits gemeldet wurden oder durch versicherte Ereignisse entstanden sind, die zwar bereits eingetreten sind, aber dem Versicherer bis zum Datum der Schätzung der Verbindlichkeit noch nicht gemeldet wurden. Diese Schätzungen werden in der Regel anhand von Schadenentwicklungstabellen vorgenommen.

Deckungskapital (brutto)

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar100 58398 519
Eingenommene Prämien9 0989 610
Gutgeschriebene Zinsen1 9312 067
Aufwendungen für eingetretene Schadenfälle, ausbezahlte Leistungen und Rückkäufe–8 990–8 521
Auswirkung geänderter versicherungsmathematischer Annahmen und übriger Bewegungen6451 355
Umgliederungen5122
Währungsumrechnungsdifferenzen–307–2 469
STAND AM ENDE DER PERIODE103 010100 583

Bei überschussberechtigten Lebensversicherungsverträgen, bei denen die Zuteilung der Überschüsse an die Versicherungsnehmer gemäss der Beitragsmethode erfolgt, wird das Deckungskapital anhand der Nettoprämien-Methode berechnet. Dabei werden geeignete Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit und Verzinsung verwendet.

Die Bewertung von weiteren langfristigen Versicherungsverträgen erfolgt ebenfalls anhand der Nettoprämien- Methode unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Stornoraten, Aufwendungen und Anlagerenditen einschliesslich Sicherheitsmarge für negative Abweichungen.

Einlagen aus Versicherungsverträgen (brutto)

Mio. CHF20162015
Stand 1. Januar6 6026 559
Erhaltene Einlagen177225
Gutgeschriebene Zinsen5256
Überschussanteile1513
Policengebühren und Versicherungsprämien-23-19
Auflösung von Einlagen bei Todesfall, Rückkauf und anderen Vertragsauflösungen während des Geschäftsjahrs-333-401
Übrige Bewegungen716
Umgliederungen567688
Währungsumrechnungsdifferenzen-80-535
STAND AM ENDE DER PERIODE6 9846 602

Für Kapitalanlageverträge, die ein bedeutendes Versicherungsrisiko in sich bergen, werden vereinnahmte Sparprämien als Einlagen ausgewiesen («Deposit Accounting»).

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft mit und ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung95 03992 867
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung12 20312 123
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft im Zusammenhang mit Vermögenswerten auf Rechnung und Risiko von Kunden der Swiss Life-Gruppe3 6923 167
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT110 935108 157

23 Leistungen an Mitarbeitende

Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Die Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende bestehen aus
Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)1 9121 823
übrigen Verbindlichkeiten aus Leistungen an Mitarbeitende155153
TOTAL VERBINDLICHKEITEN AUS LEISTUNGEN AN MITARBEITENDE2 0681 976

Leistungsorientierte Pläne

Die Mitarbeitenden sind verschiedenen Vorsorgeplänen mit oder ohne ausgeschiedene Vermögen unterstellt, die lokalen Bestimmungen und Praktiken unterworfen sind. Der Grossteil der erfassten leistungsorientierten Vorsorgeverbindlichkeiten stammt aus den Plänen für Mitarbeitende in der Schweiz. Die Auswirkungen der Vorsorgepläne für Mitarbeitende in Deutschland und Frankreich auf die konsolidierte Jahresrechnung sind deutlich geringer. In der Regel hängt die Höhe der Leistungen von der Anzahl Dienstjahre und der durchschnittlichen Vergütung unmittelbar vor der Pensionierung ab. Die Hauptleistung sieht bei Erreichen des Rentenalters eine Altersrente oder eine Kapitalleistung vor. Die meisten Pläne haben ausgeschiedene Vermögen. Die Finanzierung ist durch lokale Vorschriften geregelt; sie basiert auf den nach versicherungstechnischen Grundsätzen festgelegten Verbindlichkeiten, die sich aus den in den Vorsorgeplänen vorgesehenen Leistungen ergeben. Bei einigen Plänen leistet nicht nur der Arbeitgeber Beiträge, sondern auch der Mitarbeitende (in der Regel als Teil des Bruttolohns).

In der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland bestehen im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen Versicherungsverträge für eigene Mitarbeitende, welche einen Teil der zugesagten Planleistungen rückversichern. Aufgrund der Anforderungen von IFRS 4 «Versicherungsverträge » in Verbindung mit IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» werden solche Versicherungsverträge eliminiert (Selbstversicherung, keine Qualifikation als Planvermögen). Soweit die Finanzierung der betroffenen Pläne mittels Selbstversicherung erfolgt, sind die Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen mit den Kapitalanlagen aus den eliminierten Versicherungsverträgen unterlegt. Diese Anlagen sind Teil der in der konsolidierten Bilanz der Swiss Life-Gruppe dargestellten Kapitalanlagen.

Planbeschreibung

Schweiz
In der Schweiz unterliegen Vorsorgepläne dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Die Vorsorgepläne werden durch unabhängige, rechtlich autonome Einrichtungen verwaltet; sie unterstehen der aufsichtsrechtlichen Kontrolle. Für Schweizer Mitarbeitende der Gruppe werden die Pläne in Form von Stiftungen verwaltet. Der Stiftungsrat muss als höchstes Organ aus gleich vielen Arbeitnehmervertretern wie Arbeitgebervertretern zusammengesetzt sein. Zu den Hauptaufgaben des Stiftungsrats zählen die Festlegung der Planleistungen und des Finanzierungssystems sowie die Definition von versicherungsmathematischen Parametern und Anlagerichtlinien für die Planvermögen. Das BVG regelt die Mindestleistungen (einschliesslich des Umwandlungssatzes für die Ermittlung der Altersrenten), die Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeiträge sowie den auf die Altersguthaben der Mitarbeitenden jeweils anwendbaren Zinssatz. Jedes Jahr wird im Einklang mit dem BVG ein versicherungsmathematischer Bericht erstellt, der den Finanzierungsgrad des jeweiligen Plans aufzeigt. Berechnungsgrundlage für das Planvermögen und die jeweiligen Verpflichtungen ist das BVG.

Als Hauptleistung bei Erreichen des Rentenalters ist bei Swiss Life eine Altersrente vorgesehen, deren Höhe anhand eines im Plan vorgesehenen Umwandlungssatzes bestimmt wird. Dieser wird auf das bis zur Pensionierung geäufnete persönliche Altersguthaben des jeweiligen Mitarbeitenden angewandt. Mitarbeitende können sich vorzeitig pensionieren lassen (in diesem Fall wird der Umwandlungssatz nach versicherungsmathematischen Methoden gekürzt) oder anstelle einer Rente eine Kapitalleistung wählen. Die Altersrente wird mit monatlichen Beiträgen des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers (Lohnabzug) auf ein persönliches Vorsorgekonto finanziert, das jährlich verzinst wird. Die Beiträge sind abhängig vom Alter und sind in Prozent des beitragspflichtigen Lohns ausgedrückt. Des Weiteren werden die Pläne durch Guthaben aus früheren Arbeitsverhältnissen finanziert, die von neuen Mitarbeitenden obligatorisch einzubringen sind. Ausserdem besteht die Möglichkeit, freiwillige Beiträge zu leisten (jedoch nur bis zu einem Maximalbetrag). Infolge früherer Planänderungen haben bestimmte Altersgruppen Anrecht auf eine garantierte Mindestaltersrente bei vorzeitiger Pensionierung. Die damit verbundenen Kosten trägt der Arbeitgeber.

Weitere Leistungen sind Hinterlassenen-/Waisenrenten und/oder Kapitalleistungen im Todesfall, Invalidenrenten, sofern die Invalidität vor dem Rentenalter eintritt, sowie Freizügigkeitsleistungen beim Wechsel des Arbeitsplatzes. Fast alle Mitarbeitenden der Gruppe in der Schweiz sind Plänen unterstellt, bei denen diese Todesfall- und Invaliditätsleistungen durch von der Swiss Life AG ausgestellte Kollektivversicherungsverträge rückgedeckt sind; die Kosten (Versicherungsprämien) trägt der Arbeitgeber. Die Verwaltungskosten der Pläne werden ebenfalls vom Arbeitgeber getragen, da die Pläne von Swiss Life-Mitarbeitenden verwaltet werden.

Frankreich
In Frankreich werden die Vorsorgepläne durch verschiedene nationale Vereinbarungen geregelt. Die leistungsorientierten Pläne für Mitarbeitende und das Management sehen Altersleistungen vor, die von der zuletzt bezogenen Lohnsumme, der Anzahl Dienstjahre, dem Austrittsgrund und der entsprechenden nationalen Vereinbarung abhängig sind. Des Weiteren sind je nach Mitarbeiterkategorie und Dienstalter Dienstalterszahlungen vorgesehen.

Deutschland
In Deutschland unterstehen die Pensionspläne dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Dadurch, dass das Gesetz Bestandteil der allgemeinen Arbeitsgesetzgebung ist, stellt das BetrAVG keine Regeln zur Finanzierung der Leistungen der betrieblichen Altersversorgung auf. Es beschreibt lediglich die verschiedenen Möglichkeiten, wie diese Leistungen finanziert werden können.

Es bestehen verschiedene leistungsorientierte Pläne. Sie alle sehen Altersleistungen im Rentenalter vor.

Bei einigen Plänen wird die Höhe der Altersleistungen anhand der Leistungsformel gemäss Pensionsplan auf Basis der Anzahl Dienstjahre und der Höhe des unmittelbar vor der Pensionierung bezogenen Lohns bestimmt. Weitere Leistungen sind Witwen-/Witwerrenten im Todesfall sowie Invalidenrenten, sofern die Invalidität vor dem Rentenalter eintritt. Die Höhe der Leistungen wird ähnlich wie die Altersrenten bestimmt unter der Annahme, dass sich die Dienstdauer bis zum ordentlichen Rentenalter erstrecken wird. Witwen-/Witwerrenten betragen 60% der Alters-/ Invalidenleistungen.

Bei anderen Plänen wird die Höhe der Altersleistungen anhand von jährlichen Beiträgen bestimmt. Diese Beiträge erfolgen in Form einer Beitragszahlung an einen Einzelversicherungsvertrag mit Swiss Life Deutschland. Diese Zahlung ist ein fester Betrag, der gemäss Pensionsplan abhängig vom Mitarbeiterstatus ermittelt wird. Die Beitragshöhe wird alle drei Jahre anhand der allgemeinen Lohnentwicklung in der Versicherungsbranche in Deutschland angepasst. Sollten die Leistungen aus dem Einzelversicherungsvertrag die im Pensionsplan vorgesehenen Leistungen nicht decken, besteht für den Arbeitgeber das Risiko, dass er Zuzahlungen machen muss. Weitere Leistungen sind Kapitalleistungen im Todesfall sowie Invalidenrenten, sofern die Invalidität vor dem Rentenalter eintritt. Der Umfang dieser Leistungen wird im Pensionsplan auf Basis des Mitarbeiterstatus als fester Betrag definiert. Auch dieser Teil des Plans ist durch Versicherungsverträge mit Swiss Life Deutschland abgedeckt.

Einige Pläne sehen bei Erreichen des Pensionierungsalters eine Kapitalleistung vor. Die Höhe dieser Leistung hängt von den Beiträgen und der Performance des zugrunde liegenden Vermögensportfolios ab. Die zahlbare Kapitalleistung entspricht dem ursprünglich eingezahlten Betrag plus Zinsen.

Gedeckte Risiken
Im Hinblick auf ihre leistungsorientierten Pläne besteht für die Gruppe das Risiko, dass sich grundlegende versicherungsmathematische/finanzielle Annahmen, die in der Bemessung der Planleistungen berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Annahmen zu den Abzinsungssätzen, zur Sterblichkeit und zum künftigen Lohnwachstum, nicht wie erwartet entwickeln. Gehen die Renditen auf hochwertigen Unternehmensanleihen, die als Bewertungsgrundlage für den Abzinsungssatz dienen, zurück, steigt der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen. Daraus ergeben sich in der konsolidierten Bilanz höhere Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen. Dieser Effekt würde jedoch durch einen Wertanstieg der Anleihen im Planvermögen teilweise ausgeglichen. Ebenso nehmen die Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen zu, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung (Langlebigkeit) oder die künftige Lohnwachstumsrate über den Werten liegt, die den finanziellen/versicherungsmathematischen Parametern zugrunde liegen.

Bei Plänen mit ausgeschiedenen Vermögen ist die Gruppe Anlagerisiken ausgesetzt. In der Regel sollten die Erträge aus dem Planvermögen zusammen mit den Beiträgen die im Vorsorgeplan vorgesehenen Leistungen decken. Liegt der Ertrag unter dem Abzinsungssatz, entsteht ein versicherungsmathematischer Verlust, der sich negativ auf die Nettoverbindlichkeiten/-vermögenswerte der Vorsorgepläne und den übrigen Gesamterfolg auswirkt. Das Risikomanagement hängt von der Art der zugesagten Leistungen und den regulatorischen/rechtlichen Vorschriften ab, denen der Plan unterliegt, und ist somit länderspezifisch.

Schweiz
Die Stiftungen sind verantwortlich, dass genügend Finanzierungsmittel vorhanden sind. Bei einer Unterdeckung, die nach BVG und nicht nach IFRS ermittelt wird, sind die Stiftungen verpflichtet, geeignete Massnahmen zu ergreifen, um den erforderlichen Deckungsgrad wiederherzustellen. Mögliche Massnahmen sind Anpassungen der Verzinsung der Altersguthaben, der Leistungshöhe und der ordentlichen Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeiträge. Ausserdem können die Stiftungen vom Arbeitgeber und von den Arbeitnehmern zusätzliche Beiträge verlangen. Da der Deckungsgrad der Stiftungen in der Schweiz ausreichend ist, werden in näherer Zukunft keine solchen Zusatzbeiträge erwartet.

Das bei der Erwirtschaftung angemessener Erträge aus dem Planvermögen zur Deckung der Altersansprüche aktiver Mitarbeitender bestehende Anlagerisiko wird von den Stiftungen getragen. Ebenso verhält es sich mit dem Anlage- und dem versicherungsmathematischen Risiko bei laufenden Altersrenten. In den beiden Hauptplänen sind jedoch sämtliche Renten, die vor dem 1. Januar 2011 zu laufen begannen, mit einem von der Swiss Life AG ausgestellten Kollektivversicherungsvertrag vollständig abgesichert. Des Weiteren decken verschiedene Kollektivverträge der Swiss Life AG sämtliche Versicherungsrisiken bezüglich Todesfall-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen vollständig ab.

Ziel des Anlageprozesses ist die Sicherstellung, dass die Erträge aus dem Planvermögen zusammen mit den Beiträgen die zugesagten Leistungen decken. Bei der Anlagestrategie sind die jeweiligen BVG-Richtlinien einzuhalten (z. B. Diversifikationsanforderungen). Die Stiftungen sind für die Festlegung einer Anlagestrategie verantwortlich, die den Vorsorgezweck, die Vorsorgeverpflichtungen und die Risikokapazität berücksichtigt. Die Umsetzung der Anlagepolitik ist an einen Anlageausschuss delegiert.

Frankreich
Das bei der Erwirtschaftung angemessener Erträge aus dem Planvermögen zur Deckung der Leistungsansprüche der Mitarbeitenden bestehende Anlagerisiko sowie das Sterblichkeitsrisiko werden vom Arbeitgeber getragen.

Deutschland
Gemäss deutschem BetrAVG bestehen keine spezifischen Vorschriften zur Finanzierung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung. Leistungsorientierte Pläne werden über Einzelversicherungsverträge mit Swiss Life Deutschland finanziert, welche die zugesagten Leistungen abdecken. Aufgrund von steuerlichen Einschränkungen decken die Einzelversicherungsverträge die zugesagten Leistungen nicht gesamthaft ab. Aus diesem Grund hat Swiss Life Deutschland ein Treuhandmodell (Contractual Trust Arrangement, CTA) eingerichtet, um die zusätzlichen Risiken im Pensionsplan abzusichern. Planrisiken entstehen hauptsächlich aus Lohn- und Rentenerhöhungen.

Bei den Plänen, die eine Kapitalleistung auf Basis von gesonderten Vermögensportfolios vorsehen, stellen Kapitalmarktschwankungen das bedeutendste Risiko dar. Das Risiko ist aber zugleich gering. Die Vermögensportfolios sind mit Unternehmensanleihen, deutschen Staatsanleihen, gedeckten Anleihen und börsengehandelten Fonds breit diversifiziert.

Als Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen erfasste Beträge

Mio. CHF31.12.201631.12.2015
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen–3 537–3 325
Fair Value des Planvermögens1 6841 599
VERBINDLICHKEITEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN PLÄNEN (NETTO)–1 853–1 726
 
Nicht als Planvermögen qualifizierte Versicherungsverträge gemäss IFRS1 4771 459
ÜBERDECKUNG (+)/UNTERDECKUNG (–) AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN PLÄNEN (NETTO), WIRTSCHAFTLICHE SICHT–376–267
 
Die Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (netto) bestehen aus
Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)–1 912–1 823
Vermögenswerten aus leistungsorientierten Plänen (brutto)5997

Für die gesamtheitliche Beurteilung der finanziellen Lage der leistungsorientierten Pläne müssen Planvermögen sowie gemäss IFRS nicht als Planvermögen qualifizierte Versicherungsverträge mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen verrechnet werden. Die Unterdeckung betrug per 31. Dezember 2016, unter Berücksichtigung der gemäss IFRS nicht als Planvermögen qualifizierten Versicherungsverträge, insgesamt CHF 376 Millionen (2015: Unterdeckung von CHF 267 Millionen).

Erfolgswirksam erfasste Beträge

Mio. CHF20162015
Laufender Dienstzeitaufwand11499
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand2–7
Zinsaufwand (netto)1720
Abgeltung0
Personalbeiträge–31–27
TOTAL LEISTUNGSORIENTIERTER AUFWAND10284

Der leistungsorientierte Aufwand enthielt im Jahr 2015 aufgrund von Plananpassungen in der Schweiz einen negativen nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand von CHF 7 Millionen.

Im übrigen Gesamterfolg erfasste Beträge

Mio. CHF20162015
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste auf leistungsorientierten Verpflichtungen–193–216
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge233
TOTAL NEUBEWERTUNGEN AUF VERBINDLICHKEITEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN PLÄNEN (NETTO)–191–183

Leistungsorientierte Pläne

Mio. CHF20162015
   
VERÄNDERUNGEN BARWERT DER LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN
Stand 1. Januar–3 325–3 097
Laufender Dienstzeitaufwand–114–99
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand inkl. Gewinnen/Verlusten aus Abgeltungen–27
Zinsaufwand–32–39
Beiträge von Planbegünstigten–68–78
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) aus
erfahrungsbedingten Anpassungen–75–91
Änderungen der demografischen Annahmen541
Änderungen der finanziellen Annahmen–123–166
Leistungsauszahlungen191176
Abgeltungszahlungen0
Auswirkung von Unternehmenszusammenschlüssen–14
Auswirkung von Umgliederungen und übrigen Abgängen5
Währungsumrechnungsdifferenzen431
STAND AM ENDE DER PERIODE–3 537–3 325
   
davon Beträge für
aktive Planbegünstigte–1 756–1 650
pensionierte Planbegünstigte–1 781–1 675
   
VERÄNDERUNGEN DES FAIR VALUE DES PLANVERMÖGENS
Stand 1. Januar1 5991 519
Zinsertrag1519
Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge233
Beiträge des Arbeitgebers10576
Beiträge von Planbegünstigten6677
Leistungsauszahlungen–96–82
Auswirkung von Unternehmenszusammenschlüssen11
Übertragung zu konzerninternen Versicherungsverträgen, Umgliederungen und übrige Abgänge–5–44
Währungsumrechnungsdifferenzen–1–12
STAND AM ENDE DER PERIODE1 6841 599

Planvermögen

Mio. CHFNotierter MarktpreisÜbrigeTotal
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Flüssige Mittel30493049
Schuldpapiere
Staatsanleihen in Lokalwährung814814
Unternehmen1515
Aktien
Erdöl und Erdgas11
Industrie22
Konsumgüter/Dienstleistungen55
Gesundheitswesen44
Telekommunikationsdienste00
Versorgungsbetriebe00
Finanzwesen1414
Technologie22
Anlagefonds
Anleihen616596616596
Aktien430394430394
Ausgewogen71697169
Übrige454369454369
Derivate
Währung00
Liegenschaften
in der Schweiz119119
Qualifizierende Versicherungspolicen62636263
TOTAL PLANVERMÖGEN1 1261 1085584911 6841 599
       
Das Planvermögen beinhaltet
eigene Beteiligungsinstrumente1111

Grundlegende versicherungsmathematische Annahmen

 Schweiz/LiechtensteinÜbrige Länder
2016201520162015
Abzinsungssatz0.6-0.7%0.6-1.0%1.5-1.8%1.9-2.4%
Künftige Gehaltserhöhungen1.0-1.5%0.9-1.5%1.0-2.5%1.0-2.5%
Künftige Rentensteigerungen0.0%0.0%1.0-1.8%1.0-2.0%
 
Ordentliches Pensionierungsalter (Frauen)646463-6563-65
Ordentliches Pensionierungsalter (Männer)6564-6563-6563-65
Mittlere Lebenserwartung bei ordentlichem Pensionierungsalter (Frauen)25.324.8-24.923.2-29.823.2-28.8
Mittlere Lebenserwartung bei ordentlichem Pensionierungsalter (Männer)22.3-23.221.5-22.419.8-27.719.8-25.6

Für jede massgebliche versicherungsmathematische Annahme wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, in der gezeigt wird, wie der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen durch Änderungen der jeweiligen versicherungsmathematischen Annahme, die zum Bilanzstichtag angemessenerweise für möglich gehalten wurden, beeinflusst worden wären. Bei der Berechnung bleiben alle anderen Annahmen unverändert, das heisst, es werden diejenigen Werte verwendet, die in der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen zum Tragen kommen und in den Vermögenswerten/Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (netto) in der konsolidierten Bilanz am Ende der Periode enthalten sind. In Wirklichkeit ist es unwahrscheinlich, dass sich nur eine einzelne Annahme ändert, denn einige Annahmen können korrelieren. Ausserdem würde der Nettoeffekt in der konsolidierten Bilanz auch von einer Wertveränderung des Planvermögens beeinflusst.

Wäre der Abzinsungssatz per 31. Dezember 2016 50 Basispunkte höher (tiefer) gewesen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 258 Millionen tiefer (CHF 293 Millionen höher) ausgefallen. Wäre der Abzinsungssatz per 31. Dezember 2015 50 Basispunkte höher (tiefer) gewesen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 240 Millionen tiefer (CHF 272 Millionen höher) ausgefallen.

Wäre das für die Zukunft erwartete Lohnwachstum per 31. Dezember 2016 50 Basispunkte höher (tiefer) gewesen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 20 Millionen höher (CHF 19 Millionen tiefer) ausgefallen. Wäre das für die Zukunft erwartete Lohnwachstum per 31. Dezember 2015 50 Basispunkte höher (tiefer) gewesen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 18 Millionen höher (CHF 18 Millionen tiefer) ausgefallen.

Wäre die durchschnittliche Lebenserwartung (für Männer und Frauen) per 31. Dezember 2016 um ein Jahr gestiegen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 113 Millionen höher ausgefallen. Wäre die durchschnittliche Lebenserwartung (für Männer und Frauen) per 31. Dezember 2015 um ein Jahr gestiegen, wäre der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen CHF 105 Millionen höher ausgefallen.

Erwartete Leistungsauszahlungen

Beträge in Mio. CHF (falls nicht anders vermerkt)20162015
Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen (Anzahl Jahre, gewichteter Durchschnitt)15.615.5
   
Erwartete Leistungsauszahlungen (nicht diskontierte Beträge)
innerhalb von 12 Monaten150142
zwischen 1 und 2 Jahren148141
zwischen 3 und 5 Jahren430409
zwischen 6 und 10 Jahren662644

Die erwarteten Beiträge für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2017 belaufen sich auf CHF 66 Millionen. Darin enthalten sind die Prämien aus Versicherungsverträgen, welche die Leistungsversprechen von leistungsorientierten Plänen für eigene Mitarbeitende decken.

Beitragsorientierte Pläne

Bestimmte Tochtergesellschaften bieten verschiedene beitragsorientierte Pläne an. Die Zugehörigkeit zu diesen Vorsorgeplänen ist entweder abhängig von einer gewissen Anstellungsdauer oder vom Anstellungsdatum. Die Pläne sehen sowohl die Beitragsbeteiligung der Arbeitgeber als auch der Mitarbeitenden vor. Die Aufwendungen im Rahmen dieser Vorsorgepläne betrugen im Jahr 2016 CHF 1 Million (2015: CHF 1 Million).

Aktienbezogene Vergütungen für Mitarbeitende

Für die Jahre 2016, 2015, 2014, 2013 und 2012 wurden den Teilnehmenden des Aktienbeteiligungsprogramms sogenannte Restricted Share Units (RSU) zugewiesen. Die RSU begründen ein anwartschaftliches Recht auf einen nach Ablauf von drei Jahren unentgeltlichen Bezug von Aktien der Swiss Life Holding, sofern die reglementarischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Die aktienbezogenen Vergütungen im Jahr 2016 erfolgten im Rahmen des Unternehmensprogramms «Swiss Life 2018». Zur Unterstützung der darin definierten Unternehmensziele legte der Verwaltungsrat Performancekriterien analog zu den Vorjahreszielen fest: IFRS-Gewinn (Gewichtung 50%), Risiko-, Gebühren- und Kommissionergebnis (Gewichtung 25%) und CashÜberweisungen an die Swiss Life Holding zwecks weiterer Stärkung der Substanz und Dividendenfähigkeit (Gewichtung 25%).

Die aktienbezogenen Vergütungen in den Jahren 2013 bis 2015 erfolgten im Rahmen des Unternehmensprogramms «Swiss Life 2015», das am Investorentag vom 28. November 2012 vorgestellt wurde. Anhand der Mittelfristplanung 2013–2015 (aktienbezogene Vergütung von 2013) und 2014–2016 (aktienbezogene Vergütung von 2014) legte der Verwaltungsrat Performancekriterien bezüglich Kosteneffizienz (Gewichtung 50%), Risiko-, Gebühren- und Kommissionsergebnis (Gewichtung 25%) und IFRS-Gewinn (Gewichtung 25%) fest. Im Hinblick auf die aktienbezogene Vergütung von 2015 hat der Verwaltungsrat anhand der Mittelfristplanung 2015–2017 folgende Performancekriterien festgelegt: IFRS-Gewinn (Gewichtung 50%), Risiko-, Gebührenund Kommissionsergebnis (Gewichtung 25%) und Cash-Überweisung an die Swiss Life Holding zur Steigerung der Finanzkraft und der Dividendenfähigkeit (Gewichtung 25%). Nach Ablauf der Dreijahresfrist wird der Zielwert für jedes Performancekriterium gemäss Mittelfristplanung mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen. Die Zuteilung von Aktien entspricht der Anzahl zugewiesener RSU (1 RSU = 1 Aktie), vorausgesetzt alle drei Performancekriterien werden nach Ablauf der Dreijahresfrist erreicht oder übertroffen, wobei übertroffene Werte zu keiner höheren Aktienzuteilung führen. Werden die Ziele nur teilweise erreicht, wird die Aktienzuteilung um die Gewichtung der betreffenden Performancekriterien gekürzt oder die RSU verfallen wertlos.

Die RSU-Programme sehen zudem Anpassungs- und Rückforderungsmechanismen vor (sogenannter «Clawback»).

Im Jahr 2012 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 94 040. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 93.77. Die Zuweisung erfolgte am 1. April 2012.

Im Jahr 2013 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 74 630. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 127.34. Die Zuweisung erfolgte am 1. April 2013.

Im Jahr 2014 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 58 800. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 203.54. Die Zuweisung erfolgte am 1. März 2014.

Im Jahr 2015 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 51 660. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 205.87. Die Zuweisung erfolgte am 1. März 2015.

Im Jahr 2016 belief sich die Anzahl der im Rahmen dieses Programms zugewiesenen RSU auf 51 270. Der Fair Value am Bewertungsstichtag betrug CHF 215.66. Die Zuweisung erfolgte am 1. März 2016.

Der Fair Value der im Rahmen eines jeden Programms zugewiesenen RSU wird per Zuweisungsdatum bestimmt. Die Bestimmung erfolgte durch eine unabhängige Beratungsfirma anhand der Black-Scholes-Formel. Die hiermit während der massgeblichen Sperrfrist verbundenen Aufwendungen wurden als Aufwendungen für Leistungen an Mitarbeitende erfasst und zogen eine entsprechende Erhöhung des Agios nach sich.

Die für das Geschäftsjahr 2016 erfassten Aufwendungen für aktienbezogene Vergütungen beliefen sich insgesamt auf CHF 12 Millionen (2015: CHF 12 Millionen).

Aktienbezogene Vergütungsprogramme (Restricted Share Units)

Anzahl Restricted Share UnitsStand 1. JanuarAusgegebenAbgänge von MitarbeitendenAusübbarStand am Ende der Periode
 
2016
Zugewiesen im Jahr 201373 010–380–72 630-
Zugewiesen im Jahr 201457 271–1 22956 042
Zugewiesen im Jahr 201549 735–1 31248 423
Zugewiesen im Jahr 201651 270–1 29949 971
 
2015
Zugewiesen im Jahr 201294 040–1 080–92 960
Zugewiesen im Jahr 201374 630–1 62073 010
Zugewiesen im Jahr 201458 800–1 52957 271
Zugewiesen im Jahr 201551 660–1 92549 735
 
2014
Zugewiesen im Jahr 201294 04094 040
Zugewiesen im Jahr 201374 63074 630
Zugewiesen im Jahr 201458 80058 800
 
2013
Zugewiesen im Jahr 201294 04094 040
Zugewiesen im Jahr 201374 63074 630
 
2012
Zugewiesen im Jahr 201294 04094 040

24 Ertragssteuern

Ertragssteueraufwand

Mio. CHF20162015
Laufender Ertragssteueraufwand205208
Latenter Ertragssteueraufwand8381
TOTAL ERTRAGSSTEUERAUFWAND289290

Im Jahr 2016 lag der erwartete gewichtete durchschnittliche Steuersatz der Gruppe bei 23,5% (2015: 24,2%). Der Satz entspricht dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten Ertragssteuersätze jener Länder, in denen die Gruppe tätig ist. Der Grund für die Veränderung des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes ist einerseits durch die geografische Zuweisung der Gewinne gegeben und andererseits durch die unterschiedlichen Steuersätze. Die folgende Tabelle erläutert die Differenz zwischen dem effektiven und dem erwarteten Ertragssteueraufwand:

Überleitung vom erwarteten zum effektiven Ertragssteueraufwand

Mio. CHF20162015
   
GEWINN VOR ERTRAGSSTEUERN1 2151 168
 
Ertragssteuern berechnet anhand des erwarteten gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes285283
Steuererhöhung/-reduktion aufgrund von
tiefer besteuerten Erträgen–91–41
nicht abzugsfähigen Aufwendungen6536
übrigen Ertragssteuern (inkl. Verrechnungssteuern)128
Veränderung der nicht erfassten steuerlichen Verluste–20–16
Anpassungen für laufenden Steueraufwand aus früheren Jahren–5–16
Änderungen der Steuersätze14–1
konzerninternen Auswirkungen3119
Übrigen8–3
ERTRAGSSTEUERAUFWAND289290

Latente Ertragssteuerguthaben und -verbindlichkeiten werden miteinander verrechnet, wenn ein juristisch durchsetzbares Recht auf Verrechnung laufender Steuerguthaben mit laufenden Steuerverbindlichkeiten besteht und sich diese latenten Ertragssteuern auf dieselbe Steuerhoheit beziehen.

Latente Steuerguthaben und -verbindlichkeiten

Mio. CHFLatente SteuerguthabenLatente Steuerverbindlichkeiten
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
Finanzielle Vermögenswerte2462771 3651 153
Investitionsliegenschaften84788696
Immaterielle Vermögenswerte5043171167
Sachanlagen131410
Finanzielle Verbindlichkeiten3544232926
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft2833145152
Leistungen an Mitarbeitende1321118279
Abgegrenzte Erträge2300
Übrige1341116846
Steuerliche Verluste238
LATENTE STEUERGUTHABEN UND -VERBINDLICHKEITEN9896462 9482 319
Verrechnung–950–599–950–599
TOTAL LATENTE STEUERGUTHABEN UND -VERBINDLICHKEITEN39471 9981 720

Die Veränderungen der latenten Steuerguthaben und -verbindlichkeiten (netto) während der Berichtsperiode lauten wie folgt:

Mio. CHFStand 1. JanuarIn der Erfolgs-
Rechnung erfasst
Verbucht im übrigen GesamterfolgErwerb und Ver- äusserungen von Tochter- unternehmenWährungs-
umrechnungs-
differenzen
Stand am Ende der Periode
       
VERÄNDERUNGEN NACH ART DER TEMPORÄREN DIFFERENZ WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRS 2016
Finanzielle Vermögenswerte–8761–2462–1 119
Investitionsliegenschaften–692–9111–780
Immaterielle Vermögenswerte–124–510–31–121
Sachanlagen14–1012
Finanzielle Verbindlichkeiten16–616025
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft–119101–117
Leistungen an Mitarbeitende32117050
Abgegrenzte Erträge3–102
Übrige651066
Steuerliche Verluste815–123
LATENTE STEUERGUTHABEN UND -VERBINDLICHKEITEN (NETTO)–1 673–83–203–33–1 959
 
VERÄNDERUNGEN NACH ART DER TEMPORÄREN DIFFERENZ WÄHREND DES GESCHÄFTSJAHRS 2015
Finanzielle Vermögenswerte–1 153–9262024–876
Investitionsliegenschaften–628–6906–692
Immaterielle Vermögenswerte–1251–44–124
Sachanlagen16–2014
Finanzielle Verbindlichkeiten16200–316
Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft–108–1403–119
Leistungen an Mitarbeitende180161–332
Abgegrenzte Erträge2103
Übrige6517–14–265
Steuerliche Verluste18–8–28
LATENTE STEUERGUTHABEN UND -VERBINDLICHKEITEN (NETTO)–1 879–81260127–1 673

Nicht erfasst wurden latente Steuerverbindlichkeiten für die Summe der temporären Differenzen aus konsolidierten Beteiligungen an Tochtergesellschaften, soweit diese nicht ausgeschütteten Erträge von der Gruppe als unbegrenzt reinvestiert betrachtet werden. Der Betrag solcher temporärer Differenzen belief sich per 31. Dezember 2016 auf rund CHF 8,7 Milliarden (2015: CHF 7,4 Milliarden). Sollten solche Beträge von der Gruppe kontrollierter Gesellschaften je ausgeschüttet werden, würden daraus aufgrund der Bestimmungen zum Beteiligungsabzug (Participation Exemption), der nicht erfassten steuerlichen Verlustvorträge und der anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommen keine wesentlichen Steuerverbindlichkeiten entstehen.

Latente Steuerguthaben auf Steuerverlustvorträgen werden nur in dem Umfang verbucht, in dem die Realisierung der betreffenden Steuerminderung wahrscheinlich ist. In der Schweiz werden Steuerguthaben auf Grundlage der Steuergesetze von Kantonen und Gemeinden berechnet. Die Unsicherheit bezüglich der Verwendung von Verlustvorträgen wird mit der Bildung einer Wertberichtigung berücksichtigt. Für folgende Steuerverlustvorträge mit den nachstehenden Fälligkeiten wurden keine latenten Steuerguthaben erfasst:

Nicht erfasste steuerliche Verluste

Beträge in Mio. CHFSteuerliche VerlusteSteuersatz
31.12.201631.12.201531.12.201631.12.2015
20172221.2%15.5%
20183221.2%15.5%
20192021.2%15.5%
Danach32342117.6%17.5%
TOTAL330425n. a.n. a.

25 Rückstellungen

Mio. CHFRestrukturierungRechtsstreitigkeitenÜbrigeTotal
20162015201620152016201520162015
Stand 1. Januar182866841816101128
Neu zurückgestellte Beträge69411571527
Verwendete Beträge–11–17–6–10–1–3–18–29
Während der Berichtsperiode aufgelöste ungenutzte Beträge–30–14–13–6–1–23–15
Aufzinsung und Änderung des Abzinsungssatzes000000
Umgliederungen und übrige Abgänge000
Währungsumrechnungsdifferenzen0–2–1–70–1–1–10
STAND AM ENDE DER PERIODE11184966161875101

Restrukturierung

In den Jahren 2016 und 2015 wurden in der Schweiz, in Deutschland, in Liechtenstein und in Luxemburg Rückstellungen für Restrukturierungsmassnahmen gebildet, die erwartungsgemäss in den nächsten ein bis zwei Jahren verwendet werden.

Rechtsstreitigkeiten

Der Posten «Rechtsstreitigkeiten» bezieht sich auf verschiedene Verfahren in verschiedenen Ländern mit unsicherem Ausgang, einschliesslich Kundenansprüchen, die mit Vertriebseinheiten in Deutschland verbunden sind. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten wurden gebildet, um Gerichts- und Verwaltungsverfahren abzudecken, die im gewöhnlichen Geschäftsgang entstehen. Diese Rückstellungen betreffen zahlreiche Fälle, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind oder deren detaillierte Offenlegung dem Interesse der Gruppe schaden könnte.

Übrige

Die übrigen Rückstellungen umfassen verschiedene Verbindlichkeiten, deren zeitliche Verwendung oder Höhe noch ungewiss ist (z. B. Schadenersatzrückstellungen im Zusammenhang mit der Immobilienentwicklung und -verwaltung).

26 Eigenkapital

Aktienkapital

Das Aktienkapital der Swiss Life Holding bestand per 31. Dezember 2016 aus 32 081 201 voll liberierten Aktien mit einem Nennwert von CHF 5.10 je Aktie (2015: 32 081 054 voll liberierte Aktien mit einem Nennwert von CHF 5.10 je Aktie). Bei der Ausübung des Stimmrechts kann kein Aktionär für eigene und vertretene Aktien zusammen mehr als 10% des gesamten Aktienkapitals direkt oder indirekt auf sich vereinigen. Das bedingte Aktienkapital betrug CHF 30 599 250.30 per 31. Dezember 2016 (2015: CHF 30 600 000.00).

Im Jahr 2016 wurden Wandelanleihen in 147 Aktien der Swiss Life Holding gewandelt, was zu einer Erhöhung des Aktienkapitals von CHF 749.70 und einer Erhöhung des Agios von CHF 31 552.91 führte.

Agio

Dieser Posten besteht aus dem zusätzlich über den Nennwert hinaus einbezahlten Kapital (abzüglich Transaktionskosten), Gewinn/Verlust auf eigenen Beteiligungsinstrumenten und Ausgabe von Aktien/Optionen im Rahmen von Beteiligungsplänen.

Im Jahr 2016 wurden aus der Reserve aus Kapitaleinlagen CHF 271 Millionen (CHF 8.50 je Namenaktie) an die Aktionäre ausgeschüttet (2015: CHF 207 Millionen; CHF 6.50 je Namenaktie).

Anzahl Aktien

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der ausgegebenen Aktien der Swiss Life Holding und der während der Berichtsperiode von der Swiss Life-Gruppe gehaltenen eigenen Aktien:

Anzahl Aktien20162015
   
AUSGEGEBENE AKTIEN
Stand 1. Januar32 081 05432 081 054
Umwandlung Wandelanleihen147
AUSGEGEBENE AKTIEN AM ENDE DER PERIODE32 081 20132 081 054
   
EIGENE AKTIEN
Stand 1. Januar254 495192697
Kauf eigener Aktien11 472158 001
Verkauf eigener Aktien–7
Zuteilung im Rahmen von aktienbezogenen Vergütungen–76 090-96 203
STAND AM ENDE DER PERIODE189 870254 495

Währungsumrechnungsdifferenzen

Dieser Posten besteht aus dem Unterschiedsbetrag bei der Umrechnung von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen der Gruppengesellschaften, die auf Fremdwährungen lauten, in Schweizer Franken.

Übriger Gesamterfolg (kumuliert)

Der Posten «Übriger Gesamterfolg (kumuliert)» umfasst Ertrags- und Aufwandsposten, die gemäss bestimmten IFRS-Standards direkt im Eigenkapital anstatt in der Erfolgsrechnung erfasst werden müssen oder dürfen.

Im übrigen Gesamterfolg dargestellte Posten werden nach dem Kriterium gruppiert, ob sie nachträglich, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind, in die Erfolgsrechnung umgegliedert oder nicht umgegliedert werden.

Die Beträge werden abzüglich der Anpassungen für bestimmte Überschussanteile der Versicherungsnehmer und anderer Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, aktivierter Abschlusskosten, latenter Steuern und der nicht beherrschenden Anteile erfasst.

In die Erfolgsrechnung umgliederbare Posten umfassen:

  • Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung in Schweizer Franken von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen von Gruppengesellschaften, die auf Fremdwährungen lauten;
  • Gewinne/Verluste aus Änderungen des Fair Value von jederzeit verkäuflichen finanziellen Vermögenswerten;
  • den wirksamen Teil der Gewinne oder Verluste aus Absicherungsinstrumenten bei qualifizierten Cashflow-Hedges;
  • übrige Posten, bestehend aus nicht realisierten Verlusten auf finanziellen Vermögenswerten, die 2008 von «jederzeit verkäuflich» in Darlehen umgegliedert wurden, da kein aktiver Markt mehr vorhanden war, sowie aus dem Anteil der Gruppe am übrigen Gesamterfolg von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden.

Nicht in die Erfolgsrechnung umgliederbare Posten umfassen:

  • Bewertungsgewinne aus Übertragungen von Betriebsliegenschaften zu Investitionsliegenschaften infolge einer Nutzungsänderung am Ende der Selbstnutzung;
  • Neubewertungen auf Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen (netto) im Rahmen von Vorsorgeplänen.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die im übrigen Gesamterfolg (kumuliert) erfassten Beträge:

Übriger Gesamterfolg (kumuliert) für das Geschäftsjahr 2016

Mio. CHF In die Erfolgsrechnung umgliederbare PostenNicht in die Erfolgsrechnung umgliederbare PostenTotal
 AnhangWährungs-
umrechnungs-
differenzen
Gewinne/Verluste aus jederzeit verkäuflichen finanziellen VermögenswertenGewinne/ Verluste aus Cashflow- HedgesÜbrige PostenTotalBewer- tungsge- winne aus Investi- tions- liegen- schaftenNeubewertungen auf Verbindl-
ichkeiten aus leistungs-
orientierten Plänen (netto)
Übrige PostenTotal 
Stand 1. Januar (netto) –1 1572 853436–532 07966–296–2301 849
Umgliederung Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer und Ertragssteuereffekte 22–2–2
Übriger Gesamterfolg (netto) 08312823882–1–59–59824
STAND AM ENDE DER PERIODE (NETTO) –1 1573 685464–302 96264–353–2892 673
            
DER ÜBRIGE GESAMTERFOLG (NETTO) SETZT SICH ZUSAMMEN AUS: 
Neubewertung (brutto)9383 076663 181–191–1912 990
Absicherung von Nettoinvestitionen (brutto)9–85–85–85
Umgliederung in die Erfolgsrechnung (brutto)8, 9–433–26451–414–414
Auswirkungen durch 
Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 34–1 5220–15–1 5040117117–1 387
Schattenbilanzierung –65–5–1–6900–69
Ertragssteuern 11–218–6–6–21901717–203
Währungsumrechnungsdifferenzen –7–10–8–100–9
Übriger Gesamterfolg (netto) vor nicht beherrschenden Anteilen –18322823883–1–59–59824
Nicht beherrschende Anteile 100010001
ÜBRIGER GESAMTERFOLG (NETTO) 08312823882–1–59–59824